Kultur

Pro Helvetia geht auf Abstand zum «Kulturinfarkt»

Aktualisiert am 29.03.2012 12 Kommentare

Die Kulturstiftung stellt ihrem Direktor Pius Knüsel ein gutes Zeugnis für seine Arbeit aus. Über dessen polemisierendes Buch «Der Kulturinfarkt» ist man weniger glücklich.

1/5 Will die Kultursubventionen radikal umschichten: Pro-Helvetia-Direktor Pius Knüsel.
Bild: Keystone

   

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Der Stiftungsrat von Pro Helvetia distanziert sich von der Streitschrift «Der Kulturinfarkt», die Pro-Helvetia-Direktor Pius Knüsel zusammen mit drei deutschen Mitautoren verfasst hat. Gleichzeitig stellt die Stiftung Knüsel ein positives Zeugnis für seine Arbeit als Direktor aus.

In seiner ordentlichen Sitzung hat der Stiftungsrat von Pro Helvetia Stellung zu dem Wirbel rund um die Polemik genommen. «Der Kulturinfarkt» fordert radikale Einschnitte bei der Kulturförderung in Deutschland und schlägt vor, die Hälfte aller Kultureinrichtungen abzuschaffen.

«Polemische Form» kritisiert

Der Stiftungsrat distanziert sich von der «polemischen Form» des Buches und verwahrt sich gegen die «teilweise karikierenden Urteile und Pauschalisierungen», wie es in der Mitteilung heisst. Das neunköpfige Gremium bedauere, dass der Eindruck entstehen konnte, der «Kulturinfarkt» bilde die Haltung der Kulturstiftung ab.

Was seine Arbeit als Direktor angeht, stellt sich die Stiftung hinter Knüsel und weist ihm eine positive Leistungsbilanz aus. Der Stiftungsrat zeigt sich davon überzeugt, dass sich die Diskussion nun versachlichen werde. Er wolle sich – auch unabhängig vom «Kulturinfarkt» – mit allen interessierten Kreisen einem Austausch zur Förderungspolitik der Stiftung öffnen. (ami/sda)

Erstellt: 29.03.2012, 20:49 Uhr

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12 Kommentare

Thomas Läubli

30.03.2012, 17:16 Uhr
Melden 7 Empfehlung 0

Vorgestern in «Reflexe» auf DRS2 konnte man einen konfus redenden Mann namens Pius Knüsel hören. Es wurde nicht klar, was er sagen wollte bzw. was seine Argumente wären. Er widersprach sich ständig. Es wird daher Zeit, diesen verunglückten Angriff eines Managers, der von Kultur wenig zu verstehen scheint, ad acta zu legen. Antworten


urs meier

30.03.2012, 07:40 Uhr
Melden 4 Empfehlung 0

GROSSE FRAGE: W A R U M soll anscheinend der knüsel nicht 2012 zurücktreten MÜSSEN!??! die pro helvetia hat eine 10 jährige amtszeitbeschränkung für das kader. tagei, bitte geht dieser frage nach, warum das für knüsel nicht gilt, aber für andere (und im gegensatz zu k) hervorragende leute galt und gilt, die z.t. bereits ihren sitz räumen mussten. Antworten



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