Kultur

Diskussion

«Kulturpolitik ist keine Beschäftigungspolitik»

Pius Knüsel stellte im gestrigen «Spiegel» eine radikale Idee vor: Die Zahl der Kulturinstitutionen soll halbiert werden. Im Gespräch mit DerBund.ch/Newsnet erklärt der Pro-Helvetia-Direktor seine Vision. Mehr...

Interview: Linus Schöpfer.

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52 Kommentare

gustav marxel

21.03.2012, 18:46 Uhr
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wer kunst und kultur nicht versteht, findet sicher gefallen an diesem absurden vorschlag und da die grosse masse noch nie wirklich etwas von kunst und kultur verstanden hat, befürwortet die mehrheit wahrscheinlich diesen vorschlag. Antworten


Carl Blumer

16.03.2012, 08:41 Uhr
Melden 0 Empfehlung 1

Treffender sollte der Titel wahrscheinlich lauten 'Kulturpolitik sollte keine Beschäftigungspolitik sein.'. Tatsächlich ist sie aber und das eher zu mehr als nur zur Hälfte. Sehr oft wird das sogar ganz offen eingestanden. Beispiel: Diskussion über das Musikkollegium Winterthur: Wenn das Budget gekürzt wird, gehen Arbeitsplätze verloren ... Antworten


Dieter Ringli

16.03.2012, 01:20 Uhr
Melden 2 Empfehlung 1

Nicht alles, was einmal von Bedeutung war, kann ewig mit Subventionen am Leben erhalten werden. Kultur ist stets im Wandel und immer neue Formen entstehen, die auch finanziert sein wollen. Gratulation an Knüsel zum Mut, die längst nötige Debatte anzuregen! Dass die Kulturelite so erbittert zurückschlägt zeigt nur, wie aktuell das Thema ist, kann aber hoffentlich eine Diskussion nicht verhindern. Antworten


Matthias Vogelsanger

15.03.2012, 17:42 Uhr
Melden 4 Empfehlung 0

"Auch vom Konstanzer Theaterintendanten Christoph Nix hagelt es Kritik: «Die Autoren von 'Kulturinfarkt' haben jahrelang wie die Maden im Speck als selbsternannte Kulturmanager von den Einrichtungen gelebt, die sie jetzt abschaffen wollen.»"
Herr Nix trifft den Nagel auf den Kopf. Mann kann Knüsel aber bestimmt etwas entgegen kommen, indem sein Gehalt halbiert wird.
Antworten


Petter Rettenmund

15.03.2012, 13:19 Uhr
Melden 5 Empfehlung 1

Die Kultur des Volkes sind heute Fussball- und Eishockeymatches, TV und Kino, da Theater- und Konzertaufführungen unbezahlbar geworden sind. Wer kann schon mit der Familie einmal pro Monat ins Stadttheater? Wieso muss die Bevölkerung die Kultur der Reichen subventionieren? Und dies mit grossen Beiträgen... Antworten


andreas furrer

15.03.2012, 12:22 Uhr
Melden 3 Empfehlung 1

hochkultur gehört wie die berglandwirtschaft zur europäischen folklore. im grunde könnte man das einem chinesischen konsortium verkaufen oder schweiz tourismus. kultur als bildungsbürgerliche religionsprothese oder spiritistischen dressurakt (erziehung zur menschwerdung) evoziert düstersten totalitarismus. ich empfehle die wrestlingtour (natürlich aus amerika), witzig und sehr unterhaltsam. Antworten


Nikolaus Wyss

15.03.2012, 08:30 Uhr
Melden 1 Empfehlung 0

Was kostet, soll auch hinterfragt werden dürfen. Selbst wenn man zum Schluss zur Ansicht gelangt, dass alles gut ist, wie es ist. Ich befürchte aber, dass mit den vorhandenen Kulturgeldern schon noch etwas Nutzen optimiert werden könnte, Nutzen im Sinne von Freude, Stiftung von Identität, Diskussion, Auseinandersetzung, Stolz, Sinnlichkeit, nachhaltigem Erlebnis - generell Aufmerksamkeit. Antworten


Bruno Vittorio Nünlist

14.03.2012, 18:16 Uhr
Melden 3 Empfehlung 0

Würde man die 'Erziehung zur Menschwerdung' innerhalb der Gesellschaft, welche die Kultur vermittelt, in monetären Wert umrechnen, würden Politik und Gesellschaft sehen, dass sie viel mehr an der Kultur haben, als nur 'Beschäftigungspolitik'! Da die sekundären Kosten (auch Umweltkosten z.B. in der Logistik) nie in die wirtschaftliche Berechnung einbezogen werden, gewinnt das amerikanische System! Antworten


Kurt Seiler

14.03.2012, 16:53 Uhr
Melden 1 Empfehlung 0

Wenn man die Vorstellungen vom Theater Basel halbieren würde, käme man bei gleicher Anzahl Besucher auf 100% Auslastung. Wär das nicht himmlisch wenn die armen Schauspieler nicht mehr vor so trauriger Kulisse spielen müssten. Oder sind unsere Kulturschaffenden heutzutage so weit, dass sie für möglichst viel Subventionen auf Halde produzieren. .....wie etwa unsere Bauern. Antworten


Thomas Läubli

14.03.2012, 21:15 Uhr
Melden 4 Empfehlung 0

Man könnte auch den Zuschauerraum in der Grösse halbieren. Das käme aufs Selbe raus. Was wollen Sie uns damit sagen?


Hans Lips

14.03.2012, 16:05 Uhr
Melden

Dem kann man vorbehaltlos zustimmen.Aber die Kosten müssen parallel gesenkt werden.Was uns da z.B. in Sendungen von Giaccobbo gezeigt wird, wo Leute nur noch ablesen, ist ja das Letzte. Antworten


Maya Hächler

14.03.2012, 14:14 Uhr
Melden 1 Empfehlung 0

Da streiten sich die Männer wieder über Kulturförderung. Keine einzige Frau äussert sich. Wo sind unsere Komponistinnen? Wo sind unsere Dirigentinnen? Wo sind unsere Schauspielerinnen? Sie haben keine Zeit, sie wirken. Mischt euch doch ein in die Diskussion. Oder habt ihr einfach keine Zeit? Danke Frau Habermann. Antworten


Peter Vogler

14.03.2012, 10:48 Uhr
Melden 3 Empfehlung 0

Ich betrachte meinen Beitrag an die BILLAG auch als Beitrag an die Kultur.Die Realität ist,dass man z.B.auf DAB und DAB+ gerade einmal 3 Programme findet welche klassische Musik senden.Schon DRS hat mehr Programme welche Rock und Popprogramme senden.DRS 1,DRS 3,Virus und Swiss Pop.Dazu kommen noch unzählige private Rock und Pop P.rogramme.Swiss Classic schliessen,wäre eine Frechheit.von Barbaren. Antworten


Edith Habermann

14.03.2012, 08:19 Uhr
Melden 21 Empfehlung 0

Ich stehe Pro Helvetia eher kritisch gegenüber, obschon ich ein Kulturmensch bin. Dass jetzt der Pro Helvetia Direktor Pius Knüsel die Kulturinstitute und damit seine eigene Arbeit hinterfragt, rechne ich ich ihm hoch an. Kulturförderung ist seit Jahren eine florierende Vetterliwirtschaft mit schon fast mafiösen Strukturen, in der sich Gutmenschen gegenseitig Gutes tun auf Kosten des Volks. Antworten


david stricker

14.03.2012, 06:50 Uhr
Melden 7 Empfehlung 0

ausgerechnet der direktor der starrsten schweizer kulturinstitution mit dem grössten salär und dem grössten gesuchspapierwirrrwarr. Antworten


Thomas Läubli

13.03.2012, 18:50 Uhr
Melden 14 Empfehlung 0

Die Hochkultur war schon immer die Angelegenheit einer Minderheit - wie die Wissenschaft auch. Das ist kein Argument gegen die Hochkultur. Wenn sich viele lieber fürs Internet interessieren, ist das kein Anlass, jene zu verunglimpfen, die sich lieber im realen Leben bewegen. Eine Kulturindustrie kann die Wirtschaft jederzeit lancieren; dazu braucht es Herrn Knüsel oder die ProHelvetia nicht... Antworten


Thomas Läubli

14.03.2012, 21:11 Uhr
Melden 2 Empfehlung 0

Wollen Sie mit der Geschichte mit dem Feuerhaken ausdrücken, dass Sie sich eher für Biographien interessieren als für die Diskussion? Übrigens wird der Begriff «Hochkultur» im Interview von Pius Knüsel verwendet. Vielleicht müsste man zuerst ihn fragen, was er darunter versteht und warum er sie am liebsten abschaffen will.


Christoph Kohler

14.03.2012, 14:39 Uhr
Melden 2 Empfehlung 1

Hochkultur für Privilegierte - das ist ja an sich kein Problem, solange die Wenigen ihre Hochkultur selbst zahlen. Wie Fürsten ihre Hoftheater oder das Zürcher Bürgertum bis 1908 ihr Stadttheater. Nur ging den Herrschaften das Geld aus. Also bat man um Subventionen. Und wenn ein Theater über Steuerzahler finanziert wird, dann sollte es mehr als die "Angelegenheit einer Minderheit" sein.


Thomas Läubli

14.03.2012, 13:46 Uhr
Melden 3 Empfehlung 0

Zur Antwort auf Ihre Frage habe ich ein schönes Zitat von Wittgenstein: «Wir gebrauchen den Ausdruck ‚Ein Mensch ist musikalisch' nicht so, dass wir jemanden musikalisch nennen würden, der "Ah!" sagt, wenn ein Musikstück gespielt wird, genauso wenig wie wir einen Hund musikalisch nennen, der mit dem Schwanz wedelt, wenn Musik gespielt wird.»


Alain Burky

14.03.2012, 10:39 Uhr
Melden

Herr Laeubli
Es ware interessant, von Ihnen zu erfahren,
was Sie alles zur Hochkultur (ist ja auch ein rel. weiter Begriff)
zaehlen ...


Christoph Kohler

13.03.2012, 17:29 Uhr
Melden 3 Empfehlung 0

In meiner Diss "Wozu das Theater?" habe ich die historischen Wurzeln der Theatersubventionen in Zürich untersucht. Dass man das Volk für Theatersubventionen gewinnen konnte, lag v.a. an der Hoffnung, durch subventionierte Volksvorstellungen die Hochkultur zu demokratisieren. 111 Jahre nach der ersten Abstimmung muss man sagen: Experiment gescheitert. 7 Prozent der Schweizer fragen Hochkultur nach. Antworten


Martin Cesna

13.03.2012, 23:47 Uhr
Melden 11 Empfehlung 0

Realvergleich: 20% der Jungen dürfen nur Matur Machen, eine Minderheit. Noch weniger besuchen Hochschulen. Das kostet viel, bringt aber nur wenigen etwas. Logik: Abschaffen, dann Motto: "Was wir nicht haben, brauchen Sie nicht".
Kultur hat auch die Aufgabe, die Zivilisationsstufe zu halten, Bewusstheit zu geben ob ethischer Probleme. Sonst wird alles ökonomisiert: Nix Nutz, nix Kohle, ergo weg!


Fernand Longins

13.03.2012, 18:10 Uhr
Melden 2 Empfehlung 0

Wie Sie als Doktor phil. sicherlich wissen, ist demokratisierte Hochkultur in unseren Breitengraden eine eklatante contradictio in adiecto. Dass dies nicht das Ziel sein kann, hat man wohl bereits nach weniger als 111 Jahren bemerkt. Niemand rechtfertigt heute noch Subventionen für die sog. Leuchttürme der Kultur mit ihrer möglichen Massentauglichkeit.


Mark Mathis

13.03.2012, 17:08 Uhr
Melden 9 Empfehlung 0

Irgendwie ist es bequem, im Nachbarland einen institutionellen Kahlschlag zu postulieren während man im eigenen Land finanziell auf dem Vollen schöpft. Und das alles mit einem gutbezahlten Fulltimejob im Rücken. So schön mochte ich es auch mal haben. Antworten


Kyros Kikos

13.03.2012, 19:11 Uhr
Melden 4 Empfehlung 0

Richtig! Es wäre wesentlich interessanter, wenn sich der Herr Knüsel mal mit "radikalen" Konzepten zur Situation der Schweiz und der recht biederen und überflüssigen Kulturgeldverteilungsorganisation Pro Helvetia, der er ja vorsteht, öffentlich äussern würde, statt schon prophilaktisch auf die durch Volksabstimmung gerechtfertigten Zustände hinzuweisen. Das bräuchte wohl wirklich Mut.


Mark Mathis

13.03.2012, 16:56 Uhr
Melden 12 Empfehlung 0

"Eine Kulturindustrie, die nachfrageorientiert produziert und mittelfristig auf eigenen Beinen steht" ist eine Unterhaltungsindustrie, die kaum innovativ und kreativ ist. Für sowas sollte man keine Fördergelder und keine staatlichen Geldverteiler einsetzen, das kann der Markt regeln. Subsidiär fördern soll man Kultur, die eben nicht auf eigenen Beinen stehen kann, aber ideellen Mehrwert erzeugt. Antworten


dan meier

14.03.2012, 13:14 Uhr
Melden 3 Empfehlung 0

Stimme Ihnen da voll zu, eine Veränderung der Struktur wird auch das Resultat verändern. Eine industrielle Fertigung von Kultur bedeutet Nivellierung und Normierung und davon haben wir schon reichlich. Einen Markt preisen, dem man sich selber nicht stellen muss, ist billig, ihn anderen vor zu schreiben, ist unverfroren; ev. will ich ja, dass meine Steuergelder so ver(sch)wendet werden.


Martin Hächler

13.03.2012, 16:39 Uhr
Melden 12 Empfehlung 2

Als erste Institution ist Pro Helvetia und danach alle kantonalen Kuratorien abzuschaffen, dann hats für echte Kultur haufenweise Geld. Antworten


Thomas Läubli

14.03.2012, 00:55 Uhr
Melden 8 Empfehlung 0

Ich glaube eher, Sie wollen die "echte Kultur" abschaffen. Sie verstehen darunter offensichtlich etwas anderes als wir.


Richard Hennig

13.03.2012, 15:26 Uhr
Melden 2 Empfehlung 1

Ich gehöre zu Denjenigen die viel Kultur verzehren,ob Museum, Oper, Konzerte oder Austellungen, kein Monat bei mir ohne. Aber ich lebe in Frankreich, wo jede Gemeinde einen bestimmten Prozentsatz seines Budget's in die Kultur stecken muss.Dennoch auch hier ist es schwer alles zu pflegen und zu erhalten.Herr Knüsel's Idee ist nicht verwirklichbar,aber wenigstens weckt sie auf und das ist notwendig. Antworten


Hans Etter

13.03.2012, 14:55 Uhr
Melden 10 Empfehlung 1

Der Löwenanteil der Kultur wird von kleinen Vereinen und Gruppierungen getragen. Da eine Dorfmusik, dort eine Jugendband, da eine Filmtruppe, dort eine kleine Musikbar. Oft fehlt es am nötigsten. Fördergeld sieht man trotzdem nicht, während gewisse nur für ein schmales Publikum interessante Kulturinstitutionen mit Millionenbeträgen subventioniert werden. Filz, Filz, Filz, Filz sag ich da nur! Antworten


Mark Mathis

13.03.2012, 18:00 Uhr
Melden 2 Empfehlung 0

Da liegt daran, dass die Kulturförderer ein Hochschulstudium haben und vorab Kulturproduzenten fördern, die eine Akademie oder Hochschule besucht haben. Bei aller Kritik am inzestiösen + mediokren Mainstream-Kulturbetrieb brauchts dennoch auch Leuchttürme wie ein Opernhäsuer, Sinfonieorchester, tolle Theater etc..


Fernand Longins

13.03.2012, 13:36 Uhr
Melden 17 Empfehlung 0

Mit seinen gänzlich unfrommen Thesen trifft Knüsel den Nagel auf den Kopf. Das subventionierte Mittelmass, das allzu oft als Hochkultur verkauft wird, ist erschreckend peinlich für alle Beteiligten. Ein paar nur der eigenen Beschäftigungstherapie dienende Institutionen weniger, dafür eine bessere Förderung von echter Qualität und ein Scheuklappenabbau gegenüber Populärkultur - das braucht's! Antworten


Thomas Läubli

14.03.2012, 13:52 Uhr
Melden 4 Empfehlung 0

Lieber Herr Schweizer, eine solche Entgegnung ist typisch. Nur weil viele reiche Leute sich für Kunst interessieren, heisst das noch nicht, dass Kunst nur etwas für Reiche ist. Man schliesst von einer Korrelation auf die Kausalität. Ich komme aus einfachen Verhältnissen. Was haben Sie gegen den Bildungsbürger?


Hans Schweizer

14.03.2012, 07:36 Uhr
Melden 3 Empfehlung 2

Lieber Herr Läubli. Wenn an der Première der Oper die halbe Wirtschafts- und Politikelite aufmarschiert, frage ich mich schon, warum man sich die Sozialanlässe des Bildungsbürgertums 75 Mio kosten lassen muss, da gerade diese das Portemonnaie dazu hätten. Man soll besser in die Jugend und nicht an Kultur partizipierende Schichten investieren, von mir aus auch mit Bumm Bumm, Street Art und Blogging


Thomas Läubli

14.03.2012, 01:02 Uhr
Melden 5 Empfehlung 0

Populärkultur muss schon darum nicht bezuschussen, weil sie eben populär ist. Ob Youtube-Amateur-Videos, Street Art, Blogging, Bumm-Bumm-Gestampfe aus Clubs etc. eher zur Hochkultur oder zum Mittelmass zu zählen sind, sei jetzt mal dahingestellt. Für den Kommerz wird man immer Geldgeber finden.


Hans Breitenmoesr

13.03.2012, 13:36 Uhr
Melden 18 Empfehlung 0

Sehr mutig, der Mann. Aber in den Grundzügen gut durchdacht und prüfenswert. Antworten


Peter K Müller

13.03.2012, 13:33 Uhr
Melden 6 Empfehlung 1

Herr Knüsel hat einschlägige Kenntnisse über seine Institution und liess sich entsprechend leiten. D.h. man kann seine Institution Pro Helvetia abschaffen. Oder denkt er im Ernst, dass bei solchen Gedankenspielen nur die ANDERN betroffen sind? Antworten


Robert Franz Reichmuth

13.03.2012, 13:16 Uhr
Melden 12 Empfehlung 0

Pius Knüsel - Gratulation!
Ihre Idee könnte zur "Idee des Jahrzehnts" gedeihen.
Schliesslich gilt Ihr Satz - (...) "Arbeitsplätze zu schaffen, die sich dauerhaft nicht selber finanzieren können, macht beschäftigungspolitisch wenig Sinn." (...) - für alle Gesellschaftsbereiche.
"Pro Helvetia" for ever!
Antworten


Sam Gerber

13.03.2012, 12:28 Uhr
Melden 26 Empfehlung 1

Solange "Kultur" nur für eine eigene Klientel gemacht und gesponsert wird, kann man voll auf jede Art von Subvention verzichten. Antworten


Thomas Läubli

13.03.2012, 18:42 Uhr
Melden 6 Empfehlung 0

Herr Gerber, vergleichen Sie damit den Satz: Solange "Wissenschaft" nur für eine eigene Klientel gemacht wird, kann man auf Beiträge verzichten.


Hans Etter

13.03.2012, 15:02 Uhr
Melden 2 Empfehlung 0

Kultur wird längst nicht nur für eine "eigene Klientel" gemacht. Eigentlich gibt es für jeden Geschmack etwas, auch Sie Herr Gerber konsumieren täglich Kultur. Vielleicht hören Sie Musik, vielleicht lesen Sie ein Buch, vielleicht spielen Sie Computerspiele. Leider, da haben Sie recht, wird wirklich nur ein schmaler Bereich der Kultur subventioniert, der Rest muss selbst schauen...


David Stoop

13.03.2012, 13:30 Uhr
Melden 7 Empfehlung 0

Es gibt keine Subvention oder Staatskasse, von der alle profitieren. Mit dem Argument muss der Staat alle Zahlungen einstellen.
Nichtmal der Strassenbau ist mit Sicherheit für alle ein Vorteil, sollen wir deshalb Strassen, Eisenbahnen und Wasserversorgung abstellen?


André Gross

13.03.2012, 12:49 Uhr
Melden 1 Empfehlung 0

Das genau hat der gute Herr auch im Interview formuliert.


walter bossert

13.03.2012, 12:27 Uhr
Melden 17 Empfehlung 2

das ist nun etwas gar hart, aber die Richtung stimmt. Antworten


Alain Burky

13.03.2012, 12:36 Uhr
Melden 12 Empfehlung 2

Ich bin auch der Meinung,
dass Kultur vor allem gemacht, und weniger verwaltet werden muss.


Philipp Rittermann

13.03.2012, 12:13 Uhr
Melden 36 Empfehlung 1

ich finde die idee auf der ganzen linie gut. Antworten


Aschy Furrer

13.03.2012, 11:59 Uhr
Melden 12 Empfehlung 0

Dass die Schweiz ein kulturpolitisches Entwicklungsland ist, muss man nicht mit solchen Aussagen kolportieren. Ein nationaler Kulturförderungsbeauftragter wie Hr. Knüsel es sein sollte, sollte sein Amt und sein Netzwerk dazu nutzen, die erforderlichen Gelder zu erhalten. Wer erfolgreich lobbyiert, hat solche Polemik nicht nötig. Aber ich nehme an, bei Pro Helvetia wird bald eine Kaderstelle frei. Antworten


Sam Pirelli

13.03.2012, 15:59 Uhr
Melden 3 Empfehlung 1

Nein, Herr Burky, ich fragte A. Gross durchaus konkret, was er mit "normalen Leuten" meint. Diese Äusserung ist entweder unbedacht oder dann von erschreckender antikultureller Arroganz.
Was die Theatersubventionen angeht: Es ist tatsächlich katastrophal, wenn sich Laien- und Freie Szene hier in Luzern 600'000 Franken p.a. teilen müssen, das Stadttheater aber über 20 Mio. bekommt. Da geh ich einig.


Sam Pirelli

13.03.2012, 13:44 Uhr
Melden 3 Empfehlung 0

Herr Gross, was sind "normale Leute"? Bin ich etwa nicht "normal", weil ich Theater liebe?


Alain Burky

13.03.2012, 14:41 Uhr
Melden 1 Empfehlung 1

@Sam Pirell:
Herr Pirelli, ich glaube, es geht um Subventionen.
Ich kenne eine Theatergruppe (IMPRO);
die spielen ohne staatl. Subventionen ...


André Gross

13.03.2012, 12:51 Uhr
Melden 18 Empfehlung 1

Im Interview hat er formuliert, das es nicht mehr Geld braucht und man somit das Problem nicht lösen kann.
Er sieht das Problem bei den Künstler, die kein Interesse daran hat, Kunst zu produzieren die auch die normalen Leute interessiert.
Dazu kommt, das es um Europa ging.
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