Kultur
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«Ideologien sind Sicherheitsnetze für Angsthasen»
Tinu Heiniger, Doyen der Schweizer Liedermacher, über seine Art, links zu sein, ohne den politischen Gegner zu verachten. Mehr...
Von Thomas Widmer, Hannes Nussbaumer.
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20 Kommentare
Zu sagen, dass links und rechts als politische Begriffe bedeutungslos seien, zeugt nicht bloss von Denkfaulheit, sondern auch von einer kompletten Ignoranz gegenüber (eben auch sprachlich 'geregelten') gesellschaftlichen Verhältnissen. Dazu stets den anderen den Ideologen anzuhängen gibt's gratis obendrauf. - ächz. Antworten
Sich bei einem rechtskonservativen Gutmenschen wie Amstutz anbiedern, nur damit man seinen Anti-Anti-SVP-Reflex zur Schau stellen kann? Billig und genauso ideologisch! Vor einer Partei, die mit Geld ihre Politische Korrektheit durchsetzt und Lehrer, Nicht-Christen, Sozialfälle, Ausländer, Schwule, Akademiker, Künstler etc. verhöhnt, muss man nicht den Kotau machen. Antworten
Tinu Heiniger sagt, dass er das Heu mit Herrn Amstutz nicht auf der gleichen Bühne habe, aber dessen menschliche Qualitäten schätze. Das hat nichts mit billiger Anbiederung zu tun, sondern mit scheuklappenfreiem Denken. Das scheint Ihnen mit Ihren ideologischen Vorurteilen fremd zu sein. Es gibt sowohl in der SP wie auch in der SVP gute und schlechte Menschen. Einverstanden?
lieber thomas läubli, für einmal gebe ich ihnen recht. diese blauäugigkeit ist mir auch zuwider.
Ein grosses Bravo für die klugen Fragen. Und ein noch grösseres Bravo für die ehrlichen, gut reflektierten Antworten. Das ist wieder einmal ein Interview, das mich zum Denken angeregt hat und meinen Horizont erweitert hat. Würden doch nur auch Politiker so ticken... Antworten
Wow - vielen Dank Herr Heiniger. Wieso können zig PolitikerInnen und gefühlte 90 % der StimmbürgerInnen nicht auch verstehen, dass dieses idiotische links-rechts-mitte-oben-unten-mercedes-trabi-Denken uns keinen wesentlichen Schritt weiterbringt. Politik der Angst von allen Seiten - zum Kotzen !!!! Antworten
Ideologien sind Sicherheitsnetze für Angsthasen - der Mann spricht mir aus dem Herzen. Es ist erschreckend wie viele Zeitgenossen sich hinter Ideologien verstecken. Neben Feigheit und Ignoranz ist m.E. auch Selbgerechtigkeit ein wichtiger Faktor für so eine enge Sicht der Welt. Gäbe es nur mehr Menschen wie T.H. Antworten
Die SVP legt den Finger nicht nur in die Wunden, sie schlägt auch welche. Leute, die andere (Lehrer, Nicht-Christen, Schwule, Akademiker, Deutsche, Sozialfälle, Weichsinnige etc.) permanent angreifen statt Kritik zu üben, sind politisch nicht tragbar. Nur weil man Amstutz gegen Verunglimpfungen verteidigen will, muss man ihn nicht unterstützen. Ein solcher Anti-Anti-SVP-Reflex ist pubertär. Antworten
Kompliment, Tinu Heiniger. Dieses Interview war eine echte Überraschung und Entdeckung heute morgen. Ich persönlich hatte schon lange die Hoffnung aufgegeben, dass Linke auch differenziert denken und die Welt betrachten können. Dass Sie sich damit bei den Genossen mit ideologischen Scheuklappen nicht beliebt machen, ist klar. Muss aber auch nicht sein. Antworten
@ K. Schweizer: Wir? Sie offenbar, ich nicht.
Hier werden Komplimente für differenziertes Denken verteilt, die sogleich selbst disqualifiziert werden, indem der Urheber sein eigenes Schubladen-Denken offenbart. Klassisches Eigentor.
@Hans Müller
Wie kommen Sie denn darauf?
Wir sind wohl heute mit dem linken Fuss aufgestanden.
Mit Ihrer Bemerkung über das "differenzierte Denken der Linken" zeigen Sie gerade sehr schön wie undifferenziert Ihr eigenes Denken ist. Paradoxerweise sind es ausgerechnet Leute wie Sie, welche gegen Zuwanderung wettern und gleichzeitig $VP wählen, exakt jene Partei, die mittels Pauschalbesteuerung und tiefen Unternehmenssteuern die Zuwanderung begünstigt wie nie zuvor!
Jetzt wäre es schön, würde auch noch ein Rechter mal die Scheuklappen fallen lassen und konstruktiv und differenziert denken und dies - auch entgegen den Parteivorgaben - öffentlich machen. Ansonsten muss ich weiter glauben, dass Rechte unfähig und unwillens sind, sich den wahren Problemen anzunehmen und sie nicht nur zu bewirtschaften.
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