Kultur

Rolf Lappert gewinnt Schweizer Buchpreis

Aktualisiert am 16.11.2008 9 Kommentare

Der Autor erhält den mit 50'000 Franken dotierten Preis für sein Buch «Nach Hause schwimmen».

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Der grosse Gewinner des ersten Schweizer Buchpreises: Rolf Lappert mit seinem Roman «Nach Hause schwimmen».
Bild: Keystone

   

Lapperts Buch erzählt die Geschichte von Wilbur und von seinem schwierigen Weg zum Erwachsenwerden. Neben ihm nominiert waren Lukas Bärfuss mit «Hundert Tage», Anja Jardine mit «Als der Mond vom Himmel fiel», Adolf Muschg mit «Kinderhochzeit» und Peter Stamm mit «Wir fliegen». Sie erhalten ein Preisgeld von je 2500 Franken.

Die Fachjury, bestehend aus Martin Ebel, Sandra Leis, Manfred Papst, Hans Ulrich Probst und Martin Zingg hatte die fünf Finalisten aus 84 eingereichten Titeln ausgewählt.

Bereits für den deutschen Buchpreis nominiert

Rolf Lappert wurde 1958 in Zürich geboren und machte eine Ausbildung zum Grafiker. Zwischen 1996 und 2004 arbeitete er als Drehbuchautor, unter anderem für die Serie «Mannezimmer» des Schweizer Fernsehens. Heute lebt Rolf Lappert als Autor in Irland.

Mit «Nach Hause schwimmen» war er ausser für den Schweizer auch für den Deutschen Buchpreis nominiert gewesen, den schliesslich Uwe Tellkamps «Der Turm» gewann. (rb/sda)

Erstellt: 16.11.2008, 13:17 Uhr

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9 Kommentare

Frau Schwarz

16.11.2008, 21:42 Uhr
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Herzliche Gratulation dem Autor, danke für den Schweizer Buchpreis - eine sehr schlaue Erfindung! Aber wann ändert die Schweiz die Besteuerung von KünstlerInnen? Warum lässt man sie nach Irland wandern, wo sie von dem Geld, das sie mit ihrer Kunst verdienen, "anständig" leben können. Was hat man denn davon? Wer denkt über die Nachhaltigkeit dieser Form der steuerlichen Kulturpolitik nach? Merz? Antworten


David Meili

17.11.2008, 08:02 Uhr
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Weshalb Adolf Muschg als ältere, dann beleidigte Diva überhaupt nomminiert wurde, bleibt offen. Junge und innovative Autor/innen hatten in diesem Wettbewerb keine Chance. Zudem ist der "Preis" derart verbandsnah, dass ausschliesslich Befürworter der Buchpreisbindung in die engere Wahl kamen. Rolf Lappert hat ihn verdient, doch "Buch08" und der Event wirkten, wie auch die ganze Branche, morbid. Antworten



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