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Warum Karl May so erfolgreich ist
Jugendbuchforscherin Ingrid Tomkowiak erklärt, weshalb die Literatur Karl Mays von linken bis rechten Kreisen sowohl geliebt wie auch gehasst wird. Mehr...
Von Stefan von Bergen.
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19 Kommentare
Ich muss die journalistische Tätigkeit sehr in Frage stellen. Ob Frau Ingrid Tomkowiak wirklich die richtige Ansprechperson ist um über Karl May Auskunft zu geben, wage ich nach der Beantwortung der 1. Frage sehr zu bezweifeln. Im Google Karl May Schweiz eingeben und schon erscheint die seite karlmayfreundeschweiz. Der Leiter dieser Freunde ist Elmar Elbs und kann einiges über KM erzählen. Antworten
Ich habe auch fast alle Bände von K.M. gelesen. Ich war zum Lesen "verdammt", da es zuhause weder TV noch Computer und dergleichen gab. Nun ist mir aufgefallen, dass ich die Deutsche Sprache sowohl mehr oder weniger richtig schreiben und auch lesen kann, was von den heutigen (computer- und smsgeschädigten) Generationen vielfach nicht behauptet werden kann. Wichtig ist einfach, dass gelesen wird!! Antworten
Zuerst habe ich die 3 Winnetou Filme sehen dürfen als Kind, das war mir dann aber zu wenig und so bin ich dann an die Karl May Bücher (die natürlich mein Bruder hatte) und hab die durchgelsen. Später fand ich dann das Buch "Die Reise des Prinzen Wied zu den Indianern" mit den Bildern von Carl Bodmer, das anscheinend auch Karl May als eine der Vorlagen für seine Winnetou Bücher diente. Grossartig Antworten
Als wir die Karl May-Bücher verschlangen, gab es in Europa noch kein Fernsehen. Fremde Länder kannte man nur von Büchern her. In der Schule wurde Karl May von vielen Lehrern als Schund bezeichnet, währenddem der junge Geographie-Lehrer uns beim Unterricht über die Vereinigten Staaten aus Karl May-Büchern vorlas und uns auf der Karte zeigte, wo der Yellowstone-Park, das death valley etc. war. Toll. Antworten
Habe fast alle Bücher Karl Mays gelesen, die meisten davon bis zu 10 Mal! Natürlich ist der ICH-Held nahezu perfekt und gewisse Klischees werden immer wieder aufgenommen. Karl May hat eine fantastische literarische Leistung vollbracht! Doch wäre es schön, gewisse Texte dem Heute anzugleichen (zB "Neger" und ihre Sprache in den Büchern) - ich denke, im Sinne von Old Karl Ben Nemsi May. Howgh! Antworten
Karl May war grossartig, weil man in seiner Phantasie wahrhaftig in Raum und Zeit "reisen" konnte. Heute ist das kaum mehr vergleichbar möglich, weil wir voll von "echten" Bildern sind, welche jene überdecken, die sich in der Phantasie bilden, wenn die Beschreibungen so grossartig, einfühlsam sind, wie bei Karl May. So zweifle ich an der Analyse der "Belehrung" - sie war ganz einfach noch nötig! Antworten
Mit 16 bekam ich (29) von jemandem den ersten Winnetou-Band in die Hand gedrückt. Meine anfängliche Skepis war bald verflogen und ich besorgte mir später noch weitere May-Bücher. Schade, kennen die meisten heute nur noch die ollen Winnetoufilme: Bis auf die Filmmusik und die beiden Hauptdarsteller stimmt da (inhaltlich) fast nichts! Hoffe auf die Originaltreue der angekündigten Kino-Neuverfilmung. Antworten
Ach, die Literaturgelehrten ... Der schulische Zwang, ein Buch zu "analysieren", hat mir so manches Werk derart verleidet, dass ich Camus, Solschenitsyn, etc nach der Matura über Jahre hinaus nie mehr zur Hand nahm. Liebe Lehrer, lasst die Jugend doch lesen was sie will, und selbst kommentieren, warum ein Buch gefällt oder nicht. Antworten
man sieht nur, was man weiss. herr loetscher hat darum recht.
ein bild oder ein buch kann einfach gefallen. wenn einem das reicht, auch schön. aber hinter dem reinen text oder eben bild kann sich bei ein bisschen interesse noch eine ganze welt auf tun, die mindestens so spannend ist, wie die davor. da hat ma vom gleichen buch oder bild gleich doppelt soviel, wenn man denn möchte. gut, nicht?
Es ist wie bei den Bildern. Wenn man den Maler nicht kennt, in welcher Epoche und wie er gelebt hat, kann man ein Bild nur hübsch oder hässlich finden. Das reicht niemals aus, denn Bilder wurden deswegen zuletzt gemalt.
Ein guter Kommentar der sich noch nach gesundem Menschenverstand richtet. Man kann ein Buch auch zu Tode psychologisieren...
Abgesehen nicht alle "modernen" Lesser wollen wie Frau Tomkowiak nur wilde, belanglose Action... Scheint mir eine etwas oberflächliche Analyse zu sein!
Ich habe als 12-jährige (1951) die Winnetou, Old Shatterhand und Kara Ben Nemsi Bücher mit Begeisterung gelesen - Abenteuer in fremden Ländern mit sympathischen Helden, obwohl einige der Bücher etwas viel religiöse Abhandlungen enthielten. Unvergesslich ist mir auch "Durchs wilde Kurdistan" oder "Im Land der Skipetaren". Der moderne Abenteuerroman hat mit Karl May wohl nichts mehr zu tun. Antworten
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