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«Seine Botschaft ist so einfach wie verlockend»
Nächste Woche erscheint die Autobiographie des greisen Wortführers der Occupy-Bewegung. Der Zürcher Politologe Bruno Wüest erklärt im Gespräch mit DerBund.ch/Newsnet das Phänomen Stéphane Hessel. Mehr...
Interview: Linus Schöpfer.
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15 Kommentare
Herr Hessel mag nicht in die Weltgeschichte eingehen, aber er bringt uns allen wieder in Erinnerung, dass wir Widerstand leisten muessen! Das jetzige Problem ist doch nicht mangelnde Einsicht in einen Systemchange sondern mangelnde Motivation auch was zu tun! Anstatt darueber zu sprechen ob Hessel nun Weltruhm hat oder nicht sollte man besser damit beginnen ueber das was er schreibt nachzudenken! Antworten
Wüest sieht bei Hessel eine "Einmischung in Dinge, die nicht zu den persönlichen Kernkompetenzen zählen." und findet das "inhaltlich wenig überzeugend". Diese elitäre Haltung des Fachmanns stösst mir auf. Sozialpolitische Ansprüche und kritische Fragen zu Themen der Gerechtigkeit MÜSSEN wir als Staatsbürger alle stellen und diskutieren dürfen, nicht nur Politiker, Professoren oder ihre Assistenten Antworten
Das verstehe ich auch so, dass der Aufruf zu Kritik an der herrschenden Ordnung die Stärke von Hessels ist und die Aussage zur Einmischung war keineswegs zynisch gemeint. Nur ist Hessels vor allem ein ehemaliger Politiker und Diplomat sowie ein aktiver Schriftsteller. Dies macht ihn in meinen Augen zu einem Intellektuellen, der sich natürlich einmischen darf und soll aber auch kritisiert wird.
Wüest ist Assistent, man muss ihm verzeihen, dass er nicht zu verstehen scheint, dass Bürgerthemen jedermanns´s Kernkompetenz sind.
Richtig! So sollte es sein. Ist es aber nicht. Leider.
Zu sagen, die Israelkritik des linksliberalen Milieus sei "nicht antisemitisch", ist eine ziemlich gewagte Behauptung. "Nicht vordergründig antisemitisch" wäre vielleicht treffender. Was tief unten steckt, möchte man lieber gar nicht wissen. Antworten
Aber ist es nicht noch "gewagter" allen links-liberalen einen (latenten) Antisemitismus vorzuwerfen? Konkrete Kritik der Israelischen Politik hat oft pragmatische Gründe die nichts mit Antisemitismus zu tun haben. Und schliesslich, Israel muss sich doch als ein Staat für alle seine Bürger verstehen, und nicht für die Menschen einer bestimmten Religion. Daher ist Kritik an Israel möglich und nötig.
Israel!!! Es gibt zwei Dinge zu unterscheiden: 1. Kritik an der aktuellen israelischen Regierung und 2. Kritik am Existenzrecht Israels. Was sogenannte linke Milieus machen, ist nicht eine Infragestellung der Existenz Israels, sondern die andauernde Okkupation kritisieren, die von der jetztigen Regierung sogar noch verschärft wird.
Das ist meine Position, ich gehöre zu dem sogenannten linken Milie
Mein Gott Herr Wüest! Hessel hat sich immer für die Freiheit der Menschen eingesetzt! Ob bei der UNO oder sonst wo, im Diplomatischen Dienst. Etwas vom wichtigsten war seine Mitarbeit an der Charta für Menschenrechte. Es ging ihm nie um vergleichende Wissenschaft, er war nie im Elfenbeinturm, er war mittendrin. Der Mann ist 94. Sie sagen seine Schriften hätten wenig
Gehalt! Einfach Unglaublich.
Antworten
Hessels Mitarbeit an der Menschenrechtscharta beschränkte sich darauf, bei den Sitzungen dabeizusein und zuzuhören. Alles andere ist reine Legendenbildung. Ohnehin ist dieser alte Herr eine der meistüberschätzten Personen der Gegenwart.
Lieber Herr Hubeli
Vielen Dank für Ihren Kommentar. Bei dieser Aussage wie im ganzen Interview geht es eher um die Bedeutung von Hessels Schriften zur Erklärung der aktuellen politischen Proteste aufgrund der Finanzkrise und nicht um seine unbestrittenen Verdienste um die Menschenrechte.
Antworten
Lieber Herr Wüest
Das nenne ich mutig, erst ein Interview geben und dann mit den Lesern im Forum diskutieren. Toll und völlig neu für mich in diesen Spalten. Das ehrt Sie. Ueber den Inhalt lässt sich in guten Treuen immer streiten. Stéphane Hessel aber bewundere ich uneingeschränkt. Solche Leute fehlen heute leider mehrheitlich.
Lieber Herr Wüest.
Vielleicht ist es das, was mir immer wieder Mühe bereitet in Kommentaren und Interviews von/mit einem Teil von Akademikern. Sie schauen nur einen Teil an und so entsteht ein Bild, das z.B. Stéphane Hessel nicht gerecht wird. Und es bleibt ein Gefühl zurück, dass die Aussagen eine gewisse Überheblichkeit haben. Für mich ist das ganzheitliche Bild wichtiger, als der Ausschnitt.
Dieser Aufruf zur Empörung mag für marginalisierte Randgruppen geeignet sein, um sich Gehör zu verschaffen. Die Mehrheit in der Schweiz wird sich jedoch hüten, sich zu empören, da sie auf die eine oder andere Art immer noch vom Ist-Zustand profitiert. "Lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach." Antworten
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