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Lieber kein Genie

Kaum hat er den letzten Preis eingeheimst, erscheint schon der nächste Roman. Clemens Setz ist das sehr arbeitsame und sehr unexzentrische Wunderkind der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Ein Porträt. Mehr...

Von Linus Schöpfer.

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6 Kommentare

Peter Legler

12.09.2012, 16:45 Uhr
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Nicht nur in der "anspruchsvollen" Literatur verhält sich das so. Auch in der Tivia-Ecke, also Krimiromanen dominieren der Sadismus und der sprichwörtliche Schlachthof-Alltag. Egal ob Sachbuch oder Belletristik, werden nicht Menschen bestialisch gequält und/oder sind kurz vor dem Kopfschuss lässt das Publikum die Publikation liegen. Begreift das jemand? Antworten


Hans Etter

12.09.2012, 15:22 Uhr
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Warum geht es in anspruchsvoller Literatur eigentlich immer um so abgefahrenes, krankes Zeugs? Gewalt, Sexualität, Psychopathie usw. dass es einem richtiggehend ekelt. Diese Aspekte des Lebens und der Gesellschaft sind in der Literatur völlig überrepräsentiert, wenn man bedenkt, welche Menge an Themen die heutige Zeit doch bietet. Antworten


Nico Nanu

13.09.2012, 11:23 Uhr
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Weil dem normalen Durchschnittstypen die Energie und Motivation fehlt, sich monatelang vom Leben wegzuschliessen um zu Schreiben. Dazu braucht man gewisse Defizite und einen starken Kompensationswunsch. Das führt dann in der Kunst ganz allgemein zu einem überproportionalen Anteil an Autoren, die mit ihrem Leben oder den Verhältnissen unzufrieden sind. Fast wie bei uns Tagikommentarschreibern.


Adam Gretener

13.09.2012, 04:18 Uhr
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Was möchten Sie denn lesen, Herr Etter? Von Plato bis Mann geht es eben um menschliche Abgründe. Sonst müsste über Pudel im Park geschrieben werden. Literatur ist zum Glück ein sehr offenes Feld und man kann eigentlich alles "verwursten". Darum ist sie ja auch so spannend und vielfältig. Roche und Shades of Glory sind nicht wirklich repräsentativ, nur weil sich die Medien drauf stürzen.


Dario Brenner

12.09.2012, 16:39 Uhr
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Das bezweifle ich stark, Herr Etter. In 90% aller Literaturbeispiele (anspruchsvoll oder nicht) geht es - genauso wie auch in ca. 90% aller Songs und Musikstücke - vor allem um eines: Um Liebe. Liebe in all ihren Formen (Liebesglück, Liebeskummer etc.). Sexualität gehört da natürlich auch dazu. Aber Sexualität ist ja auch nichts "Abgefahrenes", oder?


Heinz Gaberell

12.09.2012, 16:36 Uhr
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Lieber Herr Etter, eine sehr subtile feinfühlige Beobachtung die sie da machen.Aber anscheinend funktionieren diese besagten Themen um Erfolg damit zu erwirtschaften.Wozu also etwas anderes bemühen, das eventuell zu einem Flop führen könnte?Wer will denn heute noch solche Risiken aufnehmen.



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