Kultur

Gericht: «Tim und Struppi im Kongo» ist nicht rassistisch

Aktualisiert am 11.02.2012 18 Kommentare

Ein kongolesischer Student wollte Hergés Comic wegen Rassismus' verbieten lassen. Ein Gericht in Brüssel hat die Klage nun abgewiesen. «Tim und Struppi im Kongo» verstosse nicht gegen das Rassismusgesetz.

Blitze vor Gericht ab: Bienvenu Mbutu Mondondo.

Blitze vor Gericht ab: Bienvenu Mbutu Mondondo.
Bild: Keystone

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Der 1931 entstandene Comic «Tim und Struppi im Kongo» wird in Belgien nicht wegen Rassismus' verboten. Ein Gericht in Brüssel wies am Freitag eine entsprechende Klage des kongolesischen Studenten Bienvenu Mbutu Mondondo ab. Das Buch des Belgiers Hergé über die Abenteuer des jugendlichen Reporters Tim in der damaligen belgischen Kolonie seien nicht als Verstoss gegen heutige Gesetze zu werten.

Das Gericht wies auch einen Antrag der Verlage Casterman und Moulinsart zurück, die wegen unbegründeter Strafverfolgung 15'000 Euro Geldbusse für den Kläger gefordert hatten. Die Klage sei durchaus zulässig, aber unbegründet gewesen.

Nicht aufstachelnd

Mondondo hatte argumentiert, im Comic würden Afrikaner als dumm, arbeitsscheu und unfähig dargestellt. Dagegen werde der Weisse Tim als überlegener Kolonialherr gezeigt.

Dies sei «eine Beleidigung für jeden Menschen schwarzer Hautfarbe» und ein Verstoss gegen ein Gesetz gegen den Rassismus von 1981. Das Comic «Tim und Struppi im Kongo», das 1946 noch einmal überarbeitet und «entschärft» wurde, müsse deswegen verboten werden.

Die Richter folgten jedoch der Auffassung des Staatsanwalts. Dieser hatte argumentiert, Hergé habe mit dem Comic nicht zum Rassenhass aufstacheln wollen. Vielmehr spiegele seine Darstellung der Afrikaner die damalige Zeit wider.

Keine Konfrontation mit Schwarzen

Zudem zeige das Buch Tim niemals in einer Konfrontation mit Schwarzen - sondern mit einer Gruppe von Gangstern. Und bei diesen handle es sich um Weisse.

Die Bücher über «Tim und Struppi» des 1983 verstorbenen Hergé gehören zu den erfolgreichsten Comics der Welt und zum kulturellen Erbe Belgiens. Erst im Oktober war der Film «Tim und Struppi - Das Geheimnis der Einhorn» von Steven Spielberg in die Kinos gekommen. (kpn/sda)

Erstellt: 11.02.2012, 13:07 Uhr

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18 Kommentare

Stefan Meier

11.02.2012, 22:49 Uhr
Melden 51 Empfehlung

Schaut mal, WER heute Afrika ausbeutet: Es sind schwarze Herren, die korrupt sind und die Pfründe unter dem Familienclan aufteilen, und die Ressourcen an chinesische Firmen verschleudern - die nicht mal Schwarze einstellen, sondern Chinesen holen. Afrika hätte wichtigeres zu tun als sich über einen Comic aufzuregen. Aber eben... TIA (This Is Africa). Antworten


Peter G. Haamans

11.02.2012, 18:20 Uhr
Melden 46 Empfehlung

Wenn jemanden ein Witz macht über Holländer und sein Wohnwagen, lachen alle. Kaum hat man eine andere Hautfarbe wird:Rassismus geheult. Schlimm, weil so wird Rassismus durch seine eigene 'Fehler' nur angeheizt Antworten




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