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Der vernetzte Mensch droht sich in der digitalen Welt zu verlieren

Die Kommunikationsforscherin Miriam Meckel prognostiziert der Gesellschaft den digitalen Kollaps. Der Mensch verliere die Kontrolle über seine eigenen Entwicklungen. Mehr...

Von Res Strehle.

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22 Kommentare

Anja Urban

28.01.2012, 12:50 Uhr
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Sitze gerade im Café, lese eine Berliner Papierzeitung, zwischendrin diesen Artikel auf meinem iPhone und warte auf echte menschliche Freunde, die ich ich hier gleich treffe. Soweit alles O.K., wären da nicht auch gleichzeitig die zig Emails, die eintrudeln.
Früher hätte ich vermutlich eher das bunte Treiben im Café beobachtet und mich dabei abwechselnd amüsiert und entspannt...jetzt schaue ich gerade auf und merke wie voll es mittlerweile geworden ist, unbemerkt von mir...
Im Hintergrund läuft "The Cure", dass ich dette noch erleben darf;-))
Guter Artikel!
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michael vogt

01.02.2012, 03:41 Uhr
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ich habe mit denen zu tun, die fast in mich hineinlaufen, weil sie gerade ihre mails kontrollieren, und mit denen, die auch nachher so daherkommen, als hätten sie gerade ein besdonders interessantes mail bekommen...


Hans Schill

27.01.2012, 19:12 Uhr
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"und sich der Mensch in der digitalen Welt schliesslich verliert" - welch zauberhafte Vorstellung, wie betörend, wenn der Mensch sich selbst endlich verlöre und ganz virtuell, ganz Maschine würde. Endlich befreit vom humanen Erbe, nicht länger gejagt von all den Gespenstern, Engeln und Postboten, welche Erlösung. "I'd like to be a machine, wouldn't you?" - wer nicht, Andy... Antworten


michael vogt

01.02.2012, 03:34 Uhr
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oder: wer sein leben verliert, wird es gewinnen


Susanne Beerli

27.01.2012, 08:23 Uhr
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Gähn. Die Dame hat den Anschluss verpasst und will jetzt zurück in die Vergangenheit, um wieder "auf einen Waldspaziergang zu gehen". Denkbare schlechte Voraussetzungen, um ein Buch über die Zukunft zu schreiben. Antworten


Vinzenz Hediger

27.01.2012, 19:35 Uhr
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Myriam Meckel schreibt für den deutschen Markt. Medienphobie ist in Deutschland eine weit verbreitete Form der Angstlust.


Frank Liebesmann

27.01.2012, 08:02 Uhr
Melden 2 Empfehlung 0

'Der Mensch der Zukunft wird zum Ergebnis seiner extrapolierten Vergangenheit.' Ach? Wenn ich mir so meine Mitmenschen anschaue sind sie doch auch heute schon nur ein Produkt ihres eigenen Persoenlichkeitkonsums (also ein vorgelebtes Abbild vom Steoreotyp dem sie entsprechen wollen). Ja, die Technologien werden uns als Menschen veraendern. Wie jede Gegebenheit. Man nennt das auch Evolution. Antworten


Toby Karlin

27.01.2012, 07:53 Uhr
Melden 2 Empfehlung 0

Selektieren die Menschen nicht auch schon heute ihre Wahrnehmung in dem sie sich meistens mit dem
befassen was sie interessiert? Werden wir nicht schon seit Jahrzenten mit "Vorschlägen" bombadiert, was wir alles kaufen könnten oder unbedingt brauchen? Ich glaube nicht, dass wenn ich Heavy Metal hasse und mir Google solche Bands vorschlagen würde, dass ich plötzlich zu einem Fan werde.
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Alain Burky

27.01.2012, 05:17 Uhr
Melden 4 Empfehlung 0

"Wir amüsieren uns zu Tode" hat Neil Postmann schon 1985 im Zusammenhang mit den neuen Medien
geschrieben.
Aber die Suppe wird nicht so heiss gegessen - wie sie gekocht wird.
Der Mensch ist ein anpassungsfaehiges Wesen; musste sich nach der Postkutsche auch mit der Geschwindigkeit des Autos und immer mehr Technik "anfreunden" ...
Antworten


michael vogt

27.01.2012, 03:08 Uhr
Melden 2 Empfehlung 0

dank miriam meckel und res strehle wird es nicht zum infarkt kommen. wenn ich mich im digitalen verliere, dann in technischen problemen. wenn ich durch etwas gesundheitlich belastet bin, dann durch die elektronische wiedergabe von ton und bild, je nachdem wie sie gemacht wird. kann auch gut tun. in sozialen netzwerken und manchmal auch in der nicht-virtuellen welt von ihnen her erfreuliches. Antworten


Silvie Blake

27.01.2012, 07:41 Uhr
Melden 2 Empfehlung 0

Der Vertrottelung zu verfallen wird Einem heute sicherlich vereinfacht. Für den, der weiss die neuen Medien zu beherrschen und sich nicht beherrschen zu lassen, sind sie ein Segen. Anscheinend besteht bei Vielen das Bedürfnis sich bis in letzte Detail zu outen und sich dabei vielfach auch zu blamieren. Wer im Netz mit seiner wahren Identität surft scheint den Dreh noch nicht rausgefunden zu haben Antworten


Rolf Heinzmann

26.01.2012, 22:40 Uhr
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Für mich ist das ein Gejammer. Jeder kann frei entscheiden, ob er an der digitalen Welt teilnimmt oder nicht. Niemand wird gezwungen. Antworten


willi mosimann

27.01.2012, 06:50 Uhr
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@Rolf Heinzmann
Herr Heinzmann, ihre Aussage von wegen frei entscheiden ist richtig, nur fragen sie sich mal was überhaupt ohne Informatik noch funktioniert? Nichts mehr. Am besten gehen sie dann noch auf ein Alp Kühe melken...


michael vogt

27.01.2012, 03:16 Uhr
Melden 3 Empfehlung 0

"wenn du nicht auf facebook bist, existierst du nicht." solche sprüche kommen nicht von nichts. insbesondere sind wir in viel höherem masse als in früheren jahrzenten der elektronischen wiedergabe von ton und bild ausgesetzt. neben den sehr dienlichen informationen zum internet durch Der Bund, wäre kompetenzvermittlung betr. klang- und bilddesign der freien beziehung zum elektronischen förderlich.


Jelisavac Perica

26.01.2012, 21:22 Uhr
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Freier Wille? Wie? Gibt es das? Antworten


Parvaneh Ferhadi

26.01.2012, 19:09 Uhr
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Gegen den gläsernen Bürger haben sich fast alle, zu Recht, gewehrt. Gegen den gläsernen Konsumenten den man auch noch dadurch entmündigt, dass man ihm das (vermeintlich) gewünschte mundgerecht zugoogelt und alles was die Konsumlust trüben könnte rausfiltert, dagegen wehren sich nur wenige. Der "nanny state" kommt nun wohl doch noch in Form des "Facebook state". Viel Spass damit. Antworten


Ralf Schrader

26.01.2012, 18:42 Uhr
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Der Zwang, ständig Bücher schreiben zu müssen, geht in die gleiche Richtung wie das von Frau Meckel kritisierte. Die Digitalisierung ist nur die Technologie der Informationsschwemme, nicht deren Inhalt und Wirkung. Es gab immer eine imaginierte Welt, nach Goethes 'Werther' häuften sich die Selbstmorde, so wie sich Verbrechen nach zuvor publizierten ähnlichen Verbrechen häufen. Antworten


Stephanie Grubenmann

26.01.2012, 20:11 Uhr
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...aber in diese imaginären Welten begeben wir uns noch immer bewusst, während online ein Algorithmus entscheidet, wie die "Welt" um uns aussieht... Für mich ein grundlegender Unterschied!


Stefan Flüeler

26.01.2012, 18:28 Uhr
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Wer sich in der digitalen Welt verliert, der würde sich auch in der realen Welt verlieren.
Die digitale Welt ist stets nur Spiegel des Realen, und wer mehr darin sieht, wird enttäuscht werden.
Genau wie der Affe, der sein Ebenbild hinter dem Spiegel zu erhaschen sucht, und dennoch stets ins Leere greift.
Antworten


Fritz Miehl

26.01.2012, 16:24 Uhr
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Frau Meckel ist eindeutig recht zu geben! Googeln sie doch mal nach dem Sinn des Lebens oder weshalb sind wir so wie wir (noch) sind? Nein, ich habe es nicht getan und werde es mir auch ersparen! Ich werde die Frage mal mit "Bordmitteln" versuchen zu beantworten! Antworten


Stefan Werner

27.01.2012, 08:25 Uhr
Melden 1 Empfehlung 0

Wieso tun Sie es nicht? Die ersten drei Antworten sind ziemlich gut: (1) ein langer philosophischer Artikel in Wikipedia, (2) "42" (Ein Hinweis auf eine vierteilige Trilogie von D. Adams) und (3) Ein Verweis auf den Monty-Python-Film "The Meaning of Life". Ich finde das ein ziemlich gutes Suchresultat: Breit und erschöpfend, von ernsthaft über ironisch zu Slapstick.


André Gerber

26.01.2012, 15:19 Uhr
Melden 17 Empfehlung 0

Das sehe ich auch so, Frau Meckel, leider! Antworten



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