Kultur

Retrospektive Lucian Freud von Herzogin von Cambridge eröffnet

Aktualisiert am 09.02.2012

Die postume Schau würdigt das eindrückliche Werk des grossen britischen Malers und Enkels von Sigmund Freud.

1/6 Eröffnete die Werkschau: Catherine, Herzogin von Cambridge.

   

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Der in Berlin geborene Lucian Freud, Enkel von Sigmund Freud, gilt als einer der bekanntesten britischen Maler des 20. Jahrhunderts. Die Retrospektive umfasst mehr als 100 Gemälde, die er innerhalb von 70 Jahren angefertigt hat, darunter auch viele Akte von Freunden und Familienmitgliedern des Künstlers.

Lucian Freud hatte die Ausstellung über sein Lebenswerk jahrelang mit vorbereitet, die Eröffnung erlebt er nun nicht mehr: Rund ein halbes Jahr nach dem Tod des Malers und Enkels von Sigmund Freud zeigt die National Portrait Gallery in London «Lucian Freud Portraits».

Porträtist der Herzogin von Cambridge noch unbekant

Die Retrospektive des Werks von Lucian Freud wurde gestern mit einem Besuch der Herzogin von Cambridge eröffnet. Während des Rundgangs durch die Nationale Porträtgalerie in London bestätigte die Ehefrau von Prinz William, dass sie in der nahen Zukunft selbst für ein Porträt Modell stehen werde. Allerdings sei noch nicht entschieden worden, welcher Maler es anfertigen solle, hiess es weiter.

Ausgewählt wurden Arbeiten Freuds aus den Anfangsjahren bis hin zu seinem letzten, unvollständig gebliebenen Gemälde. Die Schau dauert bis zum 27. Mai. Schon im Voraus feierten die Kunstkritiker sie als ein Ereignis.

Freud malte dramatische Porträts

«Ich wollte in meinen Bildern immer ein Drama schaffen, deshalb male ich Menschen», sagte Freud selber einmal. «Die einfachsten menschlichen Gesten erzählen Geschichten.»

An Dramatik mangelt es seinen Bildern nicht. Wulstige Hautberge, durchscheinende Adern, herausstechende Knochen - manche von Freuds Porträts sind nicht leicht anzuschauen. Gleichzeitig aber schwingt oft auch etwas Liebevolles mit in seinen Darstellungen.

Seit 1938 britischer Staatsbürger

Freud malte vor allem Freunde, Bekannte, Familienmitglieder, die stundenlang für ihn Modell sassen. Die Ausstellung wirft den Fokus auf bestimmte Gruppen von Modellen und will unter anderem einen Überblick über die stilistische Entwicklung Freuds geben. Dafür wurden mehr als 100 Werke aus Museen und Privatsammlungen aus der ganzen Welt zusammengetragen.

Freud war im Juli 2011 im Alter von 88 Jahren in London gestorben. Er kam in Berlin zur Welt, flüchtete aber 1933 mit seiner Familie vor den Nazis nach Grossbritannien. Seit 1939 war er britischer Staatsbürger. (omue/sda)

Erstellt: 09.02.2012, 08:33 Uhr

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