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Tim Cook trifft Samsung-Chef in San Francisco
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Das auf zwei Tage angelegte Treffen in San Francisco ist allerdings nicht freiwillig: Die Rivalen wurden dazu gerichtlich verdonnert.
Der Schlichtungstermin wurde von dem US-Gericht verordnet, vor dem im Juli ein grosser Prozess beginnen soll. Erst vor kurzem blieb eine ähnliche Gesprächsrunde von Oracle und Google erfolglos, jetzt haben die Geschworenen das Wort.
Rund 50 Klagen in 10 Ländern
Apple-Chef Tim Cook wird bei dem Treffen unter Vermittlung eines Richters von Justiziar Bruce Sewell unterstützt. Samsung-Lenker Gee-Sung Choi steht Chefjurist Hyun-Chong Kim zur Seite, ein früherer südkoreanischer Handelsminister.
Die Unternehmen werfen sich gegenseitig die Verletzung vor Urheber- und Patentrechten vor. Der seit über einem Jahr laufende Konflikt uferte aus: Experten zählten rund 50 Klagen in 10 Ländern.
Noch komplexer macht den Streit, dass die Unternehmen auch Partner sind: Samsung (SMSD 336.65 -0.90%) ist ein zentraler Zulieferer für Apple-Geräte wie iPhone und das iPad-Tablet. Unter anderem kommen Flash-Speicher, Displays und Chips von den Südkoreanern.
Viele Verfahren angestrengt
Bisher konnten sich Apple (AAPL 439.66 -0.74%) und Samsung in den Verfahren eher Nadelstiche zufügen, keinem gelang ein weitreichender Sieg, der den Rivalen in die Knie zwingen würde. Beide Seiten scheinen allerdings noch auf so einen Erfolg zu hoffen und kämpfen weiter.
Die Unternehmen hatten bereits 2010 erfolglos versucht, die Streitigkeiten auszuräumen. Am Ende preschte Apple im vergangenen Frühjahr mit einer Klage vor, Samsung schlug zurück, die Klagewelle weitete sich auf immer mehr Länder aus.
Streitpunkt Galaxy Tab 10.1
Ein zentraler Schauplatz ist Deutschland mit Verfahren vor mehreren Landgerichten. Unter anderem hat Apple hierzulande lange den iPad-Konkurrenten Galaxy Tab 10.1 blockiert.
Den Konflikt hatte massgeblich der im Herbst verstorbene Apple-Gründer Steve Jobs losgetreten. Er hielt das Android-Betriebssystem, auf das auch Samsung setzt, für eine dreiste Kopie von Apples iPhone-Plattform iOS. In der Biografie von Walter Isaacson drohte er deshalb an einer Stelle einen «Atomkrieg» gegen Android an. (sda)
Erstellt: 21.05.2012, 14:49 Uhr
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