Nach fast zehn Jahren doch noch zum iPhone-Nutzer geworden

Das Apple-Telefon feiert Jubiläum. Wirklich unverzichtbar wurde es aber erst in den letzten Jahren.

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Vor zehn Jahren hat Apple das Smartphone zwar nicht erfunden – diese Ehre gebührt den glücklosen Pionieren Blackberry, Palm, Nokia und Co. –, aber ihm zum Durchbruch verholfen.

Apple gelang damals etwas, was vorher kein Konzern auf die Reihe gekriegt hat: im richtigen Moment die richtigen Puzzlesteine richtig zusammenzusetzen. Die grosse Leistung bestand nicht darin, neue Technologien zu entwickeln, sondern bestehende neu zu kombinieren und der Versuchung zu widerstehen, zu viel zu wollen.

Dass es ausgerechnet Apple gelingen sollte, das Smartphonezeitalter einzuläuten, kommt nicht von ungefähr. Mit dem Mac und dem iPod konnte der Konzern wertvolle Erfahrungen sammeln und so den Computer für die Hosentasche Realität werden lassen.

Was wäre wenn

Wer weiss, wie Smartphones heute aussehen und funktionieren würden, wäre Steve Jobs damals nicht das Risiko eingegangen. Vermutlich hätten andere Konzerne irgendwann ähnliche Geräte auf den Markt gebracht. In ihren Labors experimentierte schliesslich so mancher Konzern mit Mobiltelefonen und Tablets, die dem damaligen iPhone ziemlich ähnlich waren.

Sieben Jahre bevor Apple das iPhone zeigte, hatte etwa Nokia bereits einen Prototyp mit einem Touchscreen und einem einzigen Knopf darunter. Nur wurde daraus nie ein fertiges Produkt. Den Pionieren von einst fehlte der Mut.

Von Nokia über HTC zu Apple

Selbst erinnere ich mich noch genau an die Präsentation des ersten iPhone. Ich habe sie von zu Hause aus verfolgt und war beeindruckt. Dieses Telefon wollte ich haben. Mit etwas Abstand zur Präsentation wurde dann aber klar, wie wenig das iPhone konnte und wie teuer es in der Schweiz sein würde. Ich blieb beim potenteren Nokia E65.

In der Folge kaufte ich mir noch ein weiteres Nokia und wechselte schliesslich 2010 mit einem HTC ins Android-Lager. Da blieb ich. Android-Geräte waren billiger, konnten mehr und hatten grössere Bildschirme.

Während ich für das iPad nie eine kostengünstigere Alternative gefunden habe, kam ich dank HTC und Sony jahrelang gut ohne iPhone aus.

Zwei Gründe

Erst seit den letzten Jahren verwende ich ein iPhone als Haupttelefon. Der Grund dafür sind zwei Funktionen, die ausser Apple niemand bietet: Als Uhren-Fan hat die Apple Watch bei mir einen Nerv getroffen. Da sie nur mit einem iPhone funktioniert, habe ich seit anderthalb Jahren keine Wahl und fast immer ein iPhone als Zweitgerät bei mir.

Meinen Umstieg aufs iPhone machte im letzten Jahr ausgerechnet die Google-App Motion Stills komplett. Damit wurden die Live-Fotos, Mini-Filmchen, die das iPhone mit jedem Foto aufnimmt, für mich unverzichtbar.

Ob ich nun aber die nächsten zehn Jahre beim iPhone bleibe, hängt in erster Linie von der Konkurrenz ab. (DerBund.ch/Newsnet)

Erstellt: 10.01.2017, 17:10 Uhr

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