iPhone 4: Braucht es neue Hardware?
Aktualisiert am 20.07.2010 28 Kommentare
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Nach den Berichten rund um Empfangsprobleme mit dem neuen iPhone 4 hat Apple (AAPL 562.29 -0.54%) kürzlich Abhilfe mit einem kommenden Software-Update versprochen. Branchenseiten und Technologieexperten betonen allerdings, dass damit der grundlegende Fehler im Antennendesign nicht gelöst werden könne. Hierfür bräuchte es einen Eingriff an der Hardware.
Optische Korrektur
Apples angekündigtes Software-Update soll die Signalanzeige am Handy feiner abstufen. Dies verhindere, dass die Anzeige von beispielsweise fünf Strichen auf null Striche herunterfällt, wenn die Antenne durch die Hand des Nutzers blockiert wird. Tatsächlich reisst nämlich das Signal nicht zur Gänze ab, sondern wird «nur» deutlich verschlechtert – etwa von fünf Strichen auf drei. Apple betont, dass trotz Abschwächung des Signals die Empfangsqualität des iPhone 4 klar besser sei, als jene des iPhone 3G S.
Problem bleibt bestehen
Wie die Versuche der Branchenseite Anandtech allerdings zeigen, fällt die Signalqualität - ob mit oder ohne Anzeigekorrektur - dennoch weit genug ab, um etwa die Datenübertragung zu stören. Dass die Empfangsqualität von Handy-Antennen durch Abdeckung beeinträchtigt wird, ist nichts Ungewöhnliches. Im Fall des iPhone 4 ist das Problem allerdings besonders gravierend, da die Antenne nicht wie bei anderen Handys an einem bestimmten Punkt ausgerichtet ist, sondern im Rahmen rund um das gesamte Gerät verläuft. So verdeckt ein Anwender beim Telefonieren automatisch die Antenne, sobald er das Smartphone dabei in der Hand hält.
Lösung kompliziert
Laut Richard Gaywood, Techniker der Cardiff University, werde Apple mit dem Software-Update zwar die Kundenrezeption verbessern können, weil kein Totalabfall der Signalstärke mehr am iPhone 4 angezeigt wird. Der grundlegende Antennenfehler würde damit jedoch nicht behoben. Die Lösung des Problems könne nur durch ein Redesign der Hardware - etwa durch eine isolierende Lackierung - erfolgen, was viel Zeit in Anspruch nehmen dürfte. Denn abgesehen von der zusätzlichen Arbeitszeit und dem Produktionsprozess müsste Apple mit dem überholten iPhone 4 den gesamten Zulassungsprozess der FCC nochmals durchlaufen.
Nachspiel
Mit einem schlichten Software-Update dürfte sich Apple jedenfalls nicht aus der Affäre retten können. Nicht zuletzt auch deshalb, weil man als Antwort auf die ersten Beschwerden mit Empfehlungen wie «Halten Sie das iPhone 4 anders herum» oder dem Lösungsvorschlag, eine (isolierende) Schutzhülle anzuschaffen, das Problem öffentlich zugegeben hat.
Neben Internet-Petitionen ist es in den USA mittlerweile auch zur ersten Sammelklage gegen Apple gekommen. Das iPhone 4 könnte somit für Apple trotz Verkaufsrekorden ein Sorgenkind werden. (zw, derstandard.at)
Erstellt: 05.07.2010, 13:30 Uhr
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28 Kommentare
@Behr: Nur schon die Tatsache, dass die iPhone-Kritiker, Skeptiker, bis hin zum iPhone-Hasser, immer wieder ihre Statements zum Besten geben, ist jeder Artikel über dieses ominöse Apple-Gadget wert. Da muss man schon fast masochistisch veranlagt sein - Berichte lesen über ein Ding, das man eh doof findet, um dann im Forum die schlechten Vibes loszuwerden. Amüsant! Antworten
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