Zehn offene Fragen zum iPhone 4
Von Reto Knobel. Aktualisiert am 08.06.2010 55 Kommentare
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Die Konkurrenz macht Druck
Das erste iPhone hatte Apple 2007 auf den Markt gebracht und damit den sogenannten Smartphones zum Durchbruch verholfen. Seitdem verkaufte der US-Computerhersteller nach eigenen Angaben 50 Millionen iPhones. Die Telefone haben Kultstatus, doch zuletzt wurde die Konkurrenz immer stärker.
Dafür sorgte insbesondere der Internetriese Google: Der US-Konzern entwickelte das offene Handy-Betriebssystem Android, das alle Handyhersteller kostenlos verwenden und weiterentwickeln dürfen.
Diese Smartphones haben teils sogar einen größeren Funktionsumfang als das iPhone - und sind trotzdem oft günstiger. Auch der Blackberry-Hersteller RIM, der bislang auf Telefone für Geschäftsleute spezialisiert war, versucht in Konkurrenz mit dem iPhone zu treten.
| Szenario | iPhone 3G S | iPhone 4 |
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Apple-Chef Steve Jobs preist beim neuen iPhone vor allem die Videotelefonie an. Würden Sie die Funktion nutzen?
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1. Wann kommt das iPhone 4?
Der Erscheinungstermin des iPhone 4 ist für Apple-Verhältnisse kurzfristig angesetzt. Schon am 24. Juni soll es soweit sein – und zwar gleichzeitig in Deutschland, den USA, Frankreich, Grossbritannien und Japan. Im Juli wird dann die Schweiz beliefert. Vorbestellungen ab 15. Juni im Apple (AAPL 562.29 -0.54%) Online Store gelten nur für die erste Tranche. Das heisst: In der Schweiz kann man das Gerät erst nächsten Monat reservieren.
2. Wie viel kostet es?
Bislang stehen nur die US-Preise fest. «Die Schweizer Preise werden erst später bekannt gegeben», so Apple-Sprecherin Andrea Brack. «Egal, wie viel das Handy kostet, die Kunden werden es den Apple-Verkäufern aus den Händen reissen. Darum macht es aus Unternehmersicht Sinn, die Preise möglichst hoch anzusetzen», sagt Ralf Beyeler vom Internetvergleichsdienst Comparis.ch. In den USA gibt es das Gerät nur in Zusammenhang mit einem Mobilfunkvertrag mit AT&T, es kostet umgerechnet 230 Franken (16 GB-Version) respektive 345 Franken (32-GB-Version).
Interessierte können auf Swisscom.ch ihre Mailadresse registrieren lassen. Sie werden laut Unternehmenssprecher Olaf Schulze informiert, falls das iPhone 4 in das Sortiment aufgenommen wird sowie Preise und Verkaufsstart feststehen. Auch Konkurrent Orange lanciert das Smartphone iPhone 4 i in den nächsten Wochen.
3. Kann ich meine bisherige SIM-Karte verwenden?
Nein. SIM-Karten funktionieren nicht. Wie das iPad funktioniert auch das iPhone 4 nur mit einer sogenannten MicroSim-Karte (das gibt Platz für einen grösseren Akku). Diese wird sowohl bei Swisscom als auch bei Orange erhältlich sein. Die Daten auf dem Vorgänger-iPhone gehen nicht verloren, falls dieses regelmässig via iTunes synchronisiert wurde – die Daten des Vorgängermodells werden über iTunes auf das iPhone 4 übertragen.
4. Was bedeutet die Neulancierung für die ersten drei Smartphone-Generationen?
Die neue Software iOS 4 ist ab 21. Juni über iTunes 9.2 kostenlos erhältlich. Das neue Betriebssystem funktioniert auch für das iPhone 3G, allerdings ist damit zum Beispiel Multitasking nicht möglich. Nur das 3G S und das iPhone 4 bieten den vollen Funktionsumfang.
An der Präsentation am Montag ging die Meldung, dass es ein zweites neues iPhone gibt, völlig unter. Neu ist auch eine 8-GB-Variante des iPhone 3G S erhältlich. Mit einem US-Preis von 99 Dollar ist diese «Light-Modell» ideal für solche, die sich vom 2G oder 3G verabschieden wollen, aber nicht mehrere Hundert Franken für die vierte Multimediahandy-Generation aufwenden wollen.
5. Brauche ich Videotelefonie?
Bereits 2004 kamen die ersten Handys auf den Markt, welche dank UMTS (Universal Mobile Telecommunications System) Videocalls möglich machten. Durchgesetzt hat sich Videotelefonie indes nicht. Selbst im technikverliebten Japan, welches den UMTS-Standard viel früher eingeführt hat als Europa, wird Videotelefonie von der breiten Masse gemieden – wahrscheinlich aufgrund hoher Kosten der Netzanbieter und schwacher Bildqualität.
Die Videotelefonie namens Face Time ist zurzeit beim iPhone 4 nur über WLAN möglich, da laut Steve Jobs mit den Mobilfunk Betreibern diesbezüglich erst noch Verhandlungen geführt werden müssen. Ausserdem funktioniert es nur zwischen den neusten iPhone-Modellen. Darum die Prognose: Für die grosse Masse wird die am meisten gehypte Neufunktion vorerst ohne Bedeutung bleiben. Das finden auch DerBund.ch/Newsnet-Leser: 61 Prozent würden die Funktion nicht nutzen, so das Zwischenresultat einer Umfrage.
6. Was bringt der neue Bildschirm?
Das Display weist 78 Prozent der Bildpunkte des iPads auf. Videos schauen, im Netz surfen, gamen – alles wird viel klarer als auf den Vorgängermodellen. Vor allem für die Abbildung von kleinen Schriften wird das von grossem Vorteil sein. «Klarer als kristallklar», meint etwa das Techportal «Cnet».
7. Wem nützt der neue Sensor?
Wenn Ihr Sitznachbar im Zug demnächst wie wild mit dem Handy herumfuchtelt, wird er auf dem iPhone 4 gamen. Gyroscope heisst der neue Kreisel, der Bewegungen auf sechs Achsen registriert. Gyroscope wird eine neue Generation von iPhone-Games initiieren.
8. Warum ein neues Gehäuse?
Vorder- und Rückseite sind aus Alumosilikatglas. Es wurde chemisch so behandelt, dass es laut Firmenangaben 20- bis 30-mal härter als Plastik ist. Dieses Material wird sonst bei Helikoptern und Zügen eingesetzt. Die Beschichtung des Stahlbands ist fünfmal härter als normaler Stahl.
9. Also nur eitel Sonnenschein für die Apple-Gemeinde?
Macianer können sich eine Welt ohne Cupertino nicht vorstellen. Wie Fussball-Fans suchen aber auch sie immer das Haar in der Suppe. Dieses wäre die gleichbleibende Speicherkapazität von 32 GB. Und: Das Gerät ist fast drei Millimeter dünner, aber immer noch gleich schwer wie das 3G S.
10. Ist das iPhone 4 das beste Smartphone aller Zeiten?
Das Design des Gerätes hat die ersten Tester überzeugt. Viele der vorgestellten Neuerungen wie Multitasking und 5-Megapixel-Kamera sind bei der Konkurrenz aber schon lange Standard. Laut Engadget.com gibt es «mindestens ähnlich gute Geräte», der Techblog erwähnt konkret das Modell Evo von HTC. Tatsächlich ist das Android-Smartphone das erste Handy, welches den neuen Telefoniestandard 4G nutzt. (DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 08.06.2010, 13:18 Uhr
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55 Kommentare
Moment! Alle sagen das Multitasking schon gibt und Standart ist. Grundsätzlich stimmt das! Aber!: Bei windoof werden die Programme nur minimiert und laufen voll weiter! Das verkraftet das Gerät normalereweise nicht so gut und wird noch langsamer! Bei Iphone 4 werden aktiv alle nicht gebraucht Komponenten ausgeschaltet sodasss nur das allernötigste noch läuft! Das ist einmalig neu und sauber Antworten
Ich kauf's. Da stimmt alles für meine Bedürfnisse, schon in der 8GB-Version. Vom Aussehen über die Mac-synchronisierbaren Fähigkeiten (Adressbuch, Planer, Notizen, Filmchen) bis zur Batterielaufzeit. Feine Sache - sofern es das denn irgendwo ohne Vertrag gibt. Antworten
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