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Wenigstens Postautos werden mit Wi-Fi ausgerüstet

Von Anatol Heib. Aktualisiert am 22.02.2012

Während in Baselland die Trambenutzer kostenlosen Internetzugang haben, schauen die VBZ-Kunden in die Röhre. Immerhin wird der ZVV voraussichtlich einige Postautos mit WLAN ausrüsten.

Bleibt vorerst noch Zukunftsvision: WLAN in Bussen der VBZ.

Bleibt vorerst noch Zukunftsvision: WLAN in Bussen der VBZ.
Bild: Keystone

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Die Baselland Transport AG (BLT) bietet ihren Gästen etwas an, von dem die Zürcher nur träumen können: Seit dem 10. Februar gibt es in allen Tango-Trams eine gratis WLAN-Verbindung. Bereits am ersten Tag haben sich 850 Nutzer registriert. Bis zum heutigen Zeitpunkt sind es bereits fast 5000, wie BLT-Direktor Andreas Büttiker gegenüber «20 Minuten online» sagte. Bis zu 25 Personen surfen zu Stosszeiten im BLT Freenet.

Wer das Angebot nutzen will, sendet eine SMS mit dem Stichwort «WLAN» an die Nummer 939 und man erhält einen Zugangscode. Die Kurznachricht kostet 50 Rappen, das Surfen im Tango-Tram ist danach gratis.

Busse des ZVV mit WLAN

In der grössten Stadt der Schweiz ist das offenbar nur für die Kunden ein Thema. «Es wäre super, wenn ich im Tram eine schnelle Verbindung ins Netz hätte», sagt ein Pendler. Bei den Verkehrsbetrieben Zürich (VBZ) gibts keine WLAN-Pläne. Man habe genug Möglichkeiten, auf anderen Wegen im Internet zu surfen, teilen die VBZ mit. Damit müssen die Pendler in der Stadt weiterhin über die teuren Mobilfunknetze surfen.

Auch in Bern winkt man ab. Annegret Hewlett, Mediensprecherin von Bern Mobil, sagt gegenüber DerBund.ch/Newsnet: «Dafür sind die Strecken zu kurz. Die Leute halten sich zu wenig lange im Tram oder Bus auf, um das WLAN zu nutzen.» Es sei zwar klar, dass eine Fahrt von einer Endstation zur nächsten 30 Minuten oder mehr Zeit in Anspruch nehme. Aber nur sehr wenige Passagiere würden diese Fahrt unternehmen, so Hewlett weiter.

In Zürich soll das teure ÖV-Surfen über Abos der Mobilfunkanbieter immerhin für Buspassagiere ausserhalb der VBZ ein absehbares Ende haben. Der ZVV befasst sich laut Mediensprecher Thomas Kellenberger mit dem Thema Wi-Fi in Fahrzeugen des öffentlichen Verkehrs. Ein solcher Service biete einen Mehrwert und mache den öffentlichen Verkehr attraktiver.

«Deshalb werden in diesem Jahr voraussichtlich die Postautos im ZVV-Gebiet mit Wi-Fi ausgestattet», sagt Kellenberger. Eine verbundweite Lösung, die sowohl die S-Bahnen, die VBZ-Trams sowie sämtliche Busse im gesamten Kanton abdecke, stehe jedoch noch nicht bereit.

Die Postauto AG rüstet 1500 Fahrzeuge mit WLAN aus

Bereits im vergangenen November hat die Postauto AG angekündigt, 1500 ihrer Fahrzeuge bis Frühling 2012 mit drahtlosem Internet auszurüsten. Für Postauto-Passagiere soll die unbeschränkte Internetnutzung gratis sein, sie müssen aber eine E-Mail-Adresse und den Namen angeben. Nicht möglich ist vorerst die Internetnutzung in einigen Bergregionen.

Gesurft werden kann im Postauto auf dem UMTS-Netz von Swisscom (3G), also nicht mit einer schnellen WLAN-Verbindung. Die Verbindung ins Internet mit Laptop oder Smartphone wird aber mit der eingesetzten Technologie erheblich vereinfacht.

Im öffentlichen Verkehr ist der schnelle Internetzugang eine technische Herausforderung: Etwa in den SBB-Zügen ist der Zugang derzeit nicht immer problemlos möglich. Bis Ende 2013 sollen aber 1000 Fernverkehrswagen und 50 ganze Züge mit der gleichwertigen 3G/ UMTS-Technologie ausgerüstet werden, sagte ein SBB-Sprecher. Erste nachgerüstete Fahrzeuge seien bereits in Betrieb. (DerBund.ch/Newsnet)

Erstellt: 22.02.2012, 11:28 Uhr

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