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Spionage-App erzürnt iPhone-Käufer

Weil das Miniprogramm Mogoroad iPhone-Rufnummern an den Hersteller übermittelt hat, liefen Schweizer Nutzer des Apple-Handys Sturm. Der Lausanner Urheber versteht die ganze Aufregung allerdings nicht.

Gläserne Nutzer: Einige iApps übermitteln Telefonnummern des iPhones an die Hersteller.

Gläserne Nutzer: Einige iApps übermitteln Telefonnummern des iPhones an die Hersteller. (Bild: Maclife.de)

Laut einem Bericht von Mac4ever.com haben Schweizer iPhone-Nutzer, die sich die Gratis-Version der Verkehrsapplikation Mogoroad heruntergeladen haben, lästige Werbeanrufe auf ihr Handy bekommen. Damit versuchte der Hersteller die kostenpflichtige Mogoroad-App zu verkaufen.

Die App ist gemäss dem Portal Macnews.de nur die Spitze des Eisbergs: Auch andere Miniprogramme für das iPhone übermitteln Rufnummern des Apple-Handys, auf dem sie installiert sind, an den Hersteller. Apple hat die Software Mogoroad bereits aus dem App Store entfernt. Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe verdächtiger Apps (siehe «Links»). Bereits im Januar fand das Portal Ars Technica heraus, dass eine App relativ einfach in der Lage ist, die Telefonnummer des jeweiligen Smartphones abzufragen.

Die Antwort des Herstellers

Der Hersteller von Mogoroad, die Lausanner Firma ID Mobile SA, hat mittlerweile auf die Vorwürfe reagiert. Das Unternehmen benutze garantiert keinerlei schadhafte Codes, um Telefonnummern zu erhalten, heisst es in einer Medienmitteilung. Die ID Mobile SA habe aber «die Möglichkeit, die Telefonnummern von Schweizer Mobilkunden – und nur von diesen – zu erkennen. Wir machen das auf legaler Basis und lediglich im Schweizer Markt, wo uns die Gesetzgebung dazu autorisiert, mittels Verbindungen via SMS, WAP oder mobilem Internet der Händler.»

Die ID Mobile SA habe nie geleugnet, dass das Unternehmen die Nutzer nach einer Testperiode anrufe. «Das tun wir seit 2006 auf allen Mobil-Plattformen, in völlig legalem und professionellem Rahmen.» Die Informationen, welche die ID Mobile SA gesammelt habe, seien niemals verkauft oder an Zweite übergeben worden. (rek/smh)

Erstellt: 01.10.2009, 14:33 Uhr

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