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«So sollten sie das iPhone 4 nicht verkaufen»

Von Reto Knobel. Aktualisiert am 20.07.2010 72 Kommentare

Die Stiftung für Konsumentenschutz drängt Sunrise, Orange und Swisscom, sich vom neuen Apple-Handy zu distanzieren. Doch diese halten am Verkaufstermin 30. Juli fest.

Der kleine Strich des Anstosses: Steve Jobs an der Pressekonferenz an der die iPhone-Probleme thematisiert wurden.

afp

Sara Stalder, Geschäftsführerin der Stiftung für Konsumentenschutz. (Bild: Keystone )

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Sara Stalder ist frustriert: «Apple (AAPL 562.29 -0.54%) nutzt seine Marktmacht schonungslos aus.» Das Unternehmen habe letzte Woche eine grosse Chance verspielt, ist die Geschäftsführerin der Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) überzeugt. «Das Gerät wird weiter verkauft, obwohl Experten und US-Konsumentenorganisationen das iPhone 4 aufgrund der Empfangsprobleme nicht zum Kauf empfehlen.» Dass das iPhone 4 mit einer Schutzhülle ausgeliefert werde, ändere nichts an der «Tatsache, dass es sich um ein defektes Gerät» handle.

«Bis das iPhone funktioniert»

Stalder wird die drei Schweizer Provider noch diese Woche schriftlich kontaktieren. Sie wird die Unternehmen auffordern, den Verkaufsstart hinauszuzögern, und zwar so lange, «bis ein funktionierendes iPhone 4 erhältlich» sei. «Sie sollten das Gerät so nicht verkaufen.» Dies sei das Hauptanliegen der SKS.

Sei dies nicht möglich – zum Beispiel aus vertraglichen Gründen – müssten die Telekomfirmen jeden Kunden einzeln im Voraus über mögliche Empfangsschwierigkeiten informieren und ihm erklären, wie solche Probleme behoben werden können. Und natürlich müssten alle Verkaufspartner von Apple die Hüllen gratis an ihre Kunden abgeben.

Mobilfunkanbieter geben sich bedeckt

Die erste Forderung von Sara Stalder bleibt wohl unerfüllt: «Wie Apple kommuniziert hat, wird das iPhone 4 in der Schweiz am 30. Juli 2010 lanciert werden», heisst es etwa von Seiten der Swisscom. Zum Gerät, zu den Meldungen betreffend Schutzhülle und zu den Preisen könne sich das Unternehmen indes noch nicht äussern, wie Unternehmenssprecher Carsten Roetz auf Anfrage von DerBund.ch/Newsnet mitteilt.

Ähnlich bedeckt gibt sich Orange. Das Unternehmen werde das iPhone 4 «in den kommenden Wochen» lancieren, so Mediensprecherin Therese Wenger. Weitere Angaben könnten nicht gemacht werden: «Sämtliche Einzelheiten werden zum Zeitpunkt der Lancierung veröffentlicht.» Auch Sunrise konnte zu entsprechenden Fragen keine Angaben machen.

Für weitere Auskünfte verweisen die Orange- und Sunrise-Sprecher an die Apple-Medienstelle. Diese gibt zu Protokoll, dass Informationen und Details zu den Schutzhüllen «in Kürze» auf Apples Website aufgeschaltet würden.

(DerBund.ch/Newsnet)

Erstellt: 19.07.2010, 15:27 Uhr

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72 Kommentare

Pierre Bonmot

19.07.2010, 16:57 Uhr
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Ah, Sommerloch lässt grüssen. Wenn die SKS bei jedem fehlerbehafteten Produkt so reagieren würde, dann dürften ja gar keine technischen Produkte mehr zum Verkauf gelangen. Antworten


daniel hügli

19.07.2010, 15:32 Uhr
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Ich nehme an Frau Sara Stadler hat das iphone 4 ausführlich testen lassen - dass sie diese Aussagen machen kann. Wenn Sie das iphone 4 als defektes Gerät bezeichnet ohne es zu beweisen können begeht sie Rufmord. Fall Toyota lässt grüssen. Irgendwann soll mal ein Schlusspunkt sein mit dem iphone bashing. Schliesslich hat man Rückgaberecht sollte man nicht zufrieden sein. Antworten



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