Kopfschütteln um Karikaturen-App

Apple verwehrte einer iPhone-Anwendung mit Comic-Bildern von US-Politikern zuerst den Zutritt in den App Store, gab dann aber nach. Die Entwickler drohten mit dem Gang zur Konkurrenz.

Stein des Anstosses: In den Profilen von «Bobble Rep» werden Politiker-Karikaturen gezeigt. Schüttelt man das iPhone, wackelt der Kopf.

Stein des Anstosses: In den Profilen von «Bobble Rep» werden Politiker-Karikaturen gezeigt. Schüttelt man das iPhone, wackelt der Kopf.

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Apple sorgt in den USA mit der Ablehnung einer iPhone-Anwendung erneut für Verwunderung. Das Unternehmen wollte die App «Bobble Rep» nicht zulassen, eine Info-Datenbank über Mitglieder des US-Kongresses. Tom Richmond, einer der Illustratoren des «Mad»-Magazins, zeichnete dazu 540 Karikaturen aller Parlamentsvertreter in Senat und Repräsentantenhaus. Schüttelt man das iPhone, wackelt der Kopf des Politikers. Ziel der App ist es laut Entwicklern, junge Wähler abzuholen.

Ausführliche Begründung

Damit hatte Apple offenbar Mühe, das Unternehmen verweigerte der App den Zutritt. Die Programmierer haben die ausführliche Ablehnungsbegründung ins Netz gestellt: «Wir haben Bobble Rep – 111th Congress Edition begutachtet und entschieden, dass wir diese Version Ihrer iPhone-Anwendung nicht im App Store veröffentlichen können, weil sie Inhalte enthält, die Personen des öffentlichen Lebens lächerlich machen und Abschnitt 3.3.14 der Lizenzvereinbarung für iPhone-Entwickler verletzt. Anwendungen können abgelehnt werden, wenn sie Inhalte oder Materialien jeglicher Art enthalten, die nach unserer begründeten Einschätzung zu beanstanden sind wie beispielsweise Materialien, die als obszön, pornografisch oder verleumderisch betrachtet werden können.» Insbesondere die Karikatur der Demokratin Nancy Pelosi kam offenbar nicht gut an.

«Hallo Android!»

Richmond reagierte auf Apples Ablehnung mit Humor: «Sie halten uns bestenfalls für Idioten, aber wir sollten darüber lachen und den Kopf schütteln.» Er und Entwickler Ray Griggs dachten danach über eine Umsetzung auf anderen Plattformen nach. «Das hat man davon, wenn man sich mit Apple einlässt. Hallo Android! Hallo WebOS! Hallo Maemo!», so Richmond im Blog.

Apple hat die App mittlerweile freigegeben, wie «Foxnews.com» berichtet. (DerBund.ch/Newsnetz)

Erstellt: 16.11.2009, 11:09 Uhr

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