Ganz sponti mit dem iPhone
Von Reto Knobel. Aktualisiert am 01.07.2011 13 Kommentare
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Die Spontacts-Gründer: Daniel Kästli, Christoph Seitz und Florian Specker (von links).
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«Natürlich sind wir ambitioniert. Wer keine hohen Ziele hat, sollte es vielleicht ganz bleiben lassen.» So lautet die Antwort des 32-jährigen Zürchers Christoph Seitz auf die Frage, ob es nicht utopisch sei, mit einer einzigen App innerhalb eines halben Jahres 40'000 Mitglieder zu gewinnen.
Spontacts heisst die iPhone-Applikation, die der Absolvent der Uni St. Gallen zusammen mit dem Softwareentwickler Daniel Kästli (35) und dem Wirtschaftsinformatiker Florian Specker (33) entwickelt hat. Sie ist seit kurzem in der 2.0-Version als Gratis-App in Apples App Store erhältlich.
«Die Privatsphäre zählt zu den höchsten Gütern»
Die kleine App ermöglicht es, Leute zu treffen, die in der Nähe die gleichen Interessen verfolgen: Wer nicht allein joggen gehen will, findet Trainingspartner, wer eine Begleitung sucht fürs Openair-Kino, kann die Suche ganz spontan via Spontacts starten. Das Besondere: Die App führt kein automatisches Tracking aus – der Nutzer muss seinen Standort selber eingeben. «Die Privatsphäre zählt zu den höchsten Gütern», begründet Seitz den Verzicht auf die Erfassung von Bewegungsprofilen.
Wer also seine Freizeitaktivität – es gibt verschiedene Kategorien dazu (siehe Bildstrecke) – und den Ort bekannt gibt, kann von sich aus lokale Mitglieder kontaktieren, die das gleiche Interesse teilen. Oder man wird selber von Spontacts-Nutzern eingeladen.
Nicht als Dating-Portal konzipiert
Für welches Zielpublikum wurde die App entwickelt? «Die Gesellschaft wird immer mobiler», so Mitgründer Christoph Seitz, «und wenn man in einen neuen Ort kommt, findet man nicht gleich auf Anhieb Leute, welche die gleichen Interessen teilen.»
Auffallend bei Spontacts: Die Kategorien, die der Nutzer anwählen kann, sind zwar sehr vielfältig: Ausgehen, Erholung, Kultur und Sport. Diese Interessengebiete wiederum sind in Unterkategorien eingeteilt (bei Sport etwa werden 35 Sportarten gelistet) – die Kategorie Dating indes fehlt. Seitz: «Spontacts ist keine Dating-App. Jeder Nutzer, der sich eingetragen hat, kann darum den Status ‹In einer Beziehung› aktivieren.» Umgekehrt könne und wolle man natürlich nicht verhindern, dass sich aus einem gemeinsamen Freizeitinteresse mehr entwickelt.
Android-Version im Spätsommer
Die Entwicklung der App dauerte ein Jahr – und sie ist nicht abgeschlossen. In Kürze können sich Interessierte auch über Facebook für die Aktivitäten einschreiben, zudem geht Spontacts in Deutschland und Österreich an den Start. In den nächsten Monaten folgt dann die Version für Android.
(DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 01.07.2011, 11:39 Uhr
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