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Forderung nach Handy- und WLAN-Verbot in Schulhäusern

Aktualisiert am 31.05.2011

Der Europarat hat einen besseren Schutz von Kindern und Jugendlichen vor elektromagnetischer Strahlung gefordert.

Ein Bild, das für den Europarat bald der Vergangenheit angehören soll: Jugendliche Handynutzer an einer Berufsschule.

Ein Bild, das für den Europarat bald der Vergangenheit angehören soll: Jugendliche Handynutzer an einer Berufsschule.

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In den Schulen müsse der Gebrauch von Handys strikt eingeschränkt werden, forderte die Parlamentarierversammlung der Länderorganisation am Freitag bei einem Treffen in Kiew. Ausserdem sollten WLAN-Netzwerke ganz aus den Schulen verbannt und durch Internet-Kabel ersetzt werden.

Ferner forderten die Parlamentarier die 47 Europaratsländer auf, mit Informationskampagnen auf potenzielle Gefahren elektromagnetischer Strahlung vor allem für «Kinder, Jugendliche und Menschen in zeugungsfähigem Alter» aufmerksam zu machen. Solche Strahlen könnten der Entschliessung zufolge zu Hause etwa von drahtlosen Telefonen oder Interphon-Geräten zur Überwachung von Babys erzeugt werden.

«Unabhängigkeit der Experten»

Die Regierungen sollten ferner die «wissenschaftliche Grundlage» der aktuellen Strahlennormen überprüfen, die von der Internationen Strahlenschutzkommission festgelegt wurden, heisst es in der Entschliessung weiter. Dabei sei die «Unabhängigkeit der Experten» von grösster Bedeutung.

Die Bewertung der Risiken für die Umwelt und die Gesundheit der Menschen müsse «transparent und objektiv» sein. Solange es die wissenschaftliche Forschung nicht erlaube, das Risiko mit genügender Sicherheit zu bestimmen, müsse das Vorsorgeprinzip gelten.

Behörden geben Entwarnung

Nach Angaben des deutschen Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) hat eine kürzlich vorgenommene Studie keinen messbaren Einfluss von Mobilfunkstrahlung auf das Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen nachgewiesen. Zwischen der bei gut 3000 Probanden je 24 Stunden lang gemessenen individuellen Strahlenbelastung und abgefragten Beschwerden wie Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- oder Einschlafproblemen habe sich kein Zusammenhang feststellen lassen, teilte die Behörde im Januar in Salzgitter mit.

Die Langzeitwirkung der elektromagnetischen Felder auf Kinder und Jugendliche sei aber weiter unbekannt. «Aus Vorsorgegründen» bleibe daher Vorsicht im Umgang mit drahtlosen Kommunikationstechniken geboten. (rek/AFP)

Erstellt: 30.05.2011, 13:46 Uhr

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