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Der Frust mit den Android-Updates
Aktualisiert am 13.04.2012 29 Kommentare
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Google (GOOG 699.97 -0.09%) hat vor fünf Monaten Ice Cream Sandwich freigegeben (Android 4.0). Doch erst jetzt werden die ersten Updates endlich aufgespielt. In der Schweiz hat beispielsweise die Auslieferung von Samsungs Vorzeige-Smartphone Galaxy S2 begonnen.
Das Computermagazin «c't» widmet sich in der aktuellen Ausgabe ausführlich der Update-Problematik bei Android-Smartphones. Fazit: Im Schnitt dauerte es bisher neun Monate nach der Freigabe des Quell-Codes bis die Hersteller eine neue Version an die Nutzer liefern. Gemäss «c't» handelt HTC mit einer Reaktionszeit von 5,6 Monaten noch am schnellsten, gefolgt von Samsung mit 8,6 Monaten. Den letzten Platz nimmt gemäss den Experten LG ein – hier dauert es 10,5 Monate.
Jeder kocht sein Design-Süppchen
Ein Grund für die Verzögerung liegt gerade in der Offenheit des Android- Betriebssystems. Google liefert nur das Software-Grundgerüst. Die Smartphone-Hersteller können sich frei bedienen, bauen darauf ihr eigenes Design und integrieren eigene Funktionen, um sich von der Konkurrenz abzuheben. Das scheint auch durchaus zu gelingen: «Die Benutzeroberfläche kann ein Verkaufsargument sein. Das zeigt das Beispiel HTC sehr gut. Ihr Sense genanntes Design gilt als die beste Lösung für den Einsatz im Business-Bereich», sagt Thomas Hofer, Co-Präsident von Android Schweiz.
Die Folge dieser Gestaltungsfreiheit: «Die Hersteller können ein Google-Update nicht 1:1 übernehmen und müssen es zuerst für ihre Benutzeroberfläche anpassen», sagt Hofer. Das koste viel Zeit. Wenn die Anpassung dann die internen Kontrollen durchlaufen habe, müsse das Gerät mit der neuen Software auch noch den Mobilfunkbetreibern vorgelegt werden – und wieder verstreicht die Zeit. Erst nach deren Freigabe werde das Update schliesslich aufgespielt. Meist werden dann die neusten Modelle bevorzugt behandelt, ältere Geräte folgen später, oder werden gar nicht mehr aktualisiert.
Erschwerend komme laut Hofer hinzu, dass Google in kurzen Abständen ständig neue Android-Versionen veröffentlicht habe. Die Sprünge von Gingerbread 2.3 auf Honeycomb 3 für Tablets und dann auf Ice Cream Sandwich wurden innert kürzester Zeit vollzogen. Die Smartphone-Hersteller könnten bei diesem Tempo kaum mithalten.
«Updates waren früher gar kein Thema»
Hinzu kommt laut Hofer, dass vielen Smartphone-Herstellern die Erfahrung in der Software-Entwicklung fehlt. «Früher waren Updates bei Mobiltelefonen gar kein Thema. Die einmal installierte Software wurde nicht mehr verändert. Das hat sich mit den Smartphones, die sich wie kleine Computer verhalten, grundlegend verändert», sagt der Android-Experte.
Manchmal verspricht ein Hersteller bei der Ankündigung neuer Smartphones auch einfach zu viel: «Plötzlich erkennt man dann, dass die Anpassung auf die neuste Softwareversion ein viel grösserer Aufwand ist als angenommen. Doch das sind Erfahrungen, die Hersteller sammeln müssen. So hat sich Sony Ericsson seinerzeit beim X10 übernommen und daraus gelernt. Die eigene Android-Benutzeroberfläche wurde danach vereinfacht und ermöglicht nun schnellere Updates», so Hofer. (DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 12.04.2012, 15:36 Uhr
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29 Kommentare
Wobei man halt generell trotz des ganzen Bruhahahs wegen den angeblich langsamen Updates bedenken soll, dass auch Apple grössere Updates nicht häufiger als einmal im Jahr liefert. Android Handys werden also nicht weniger häufig aktualisiert - denn es geht hier nur um Versionssprünge. Kleinere Bugfixes liefern HTC, Samsung und Co. recht häufig. Antworten
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