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«Böse Siri!»
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Die Negativmeldungen über das neue iPhone 4S reissen nicht ab. Nach den Klagen von Nutzern über Netzprobleme (DerBund.ch/Newsnet berichtete) berichten nun das Sicherheitsunternehmen Sophos und das IT-Portal «Mashable» von einem Sicherheitsproblem.
Sie haben herausgefunden, dass sich die iPhone-4S-Sprachsteuerung Siri selbst bei aktivierter Codesperre aktivieren lässt – was bedeutet, dass Fremde das Gerät trotz Codesperre missbräuchlich verwenden können: Zum Beispiel können Unberechtigte den Kalender durchsuchen und Mails versenden. «Mashable» gelang es sogar, einen Kontakt aus dem auf dem iPhone gespeicherten Telefonbuch anzuwählen.
Gewollt oder nicht gewollt?
Allerdings besteht die Möglichkeit, dass es sich dabei nicht um eine Sicherheitslücke handelt, sondern diese Funktion von Apple (AAPL 343.005 0.64%) bewusst so gewünscht ist. Diese Ansicht vertritt etwa das Fanportal «Macwelt»: «Das sind allesamt potenziell ärgerliche Funktionen, die aber gewollt sind, weil Siri so auch bei gesperrtem iPhone in der Hosentasche per Headset Dinge für den Nutzer tun kann.»
Wer sein iPhone öfter unbeaufsichtigt herumliegen lässt und die möglichen Risiken vermeiden will, der solle Siri bei aktivierter Codesperre abschalten (in den Einstellungen der Codesperre unter «Einstellungen» -> «Allgemein» -> «Codesperre» abwählen, dass Siri aktiv ist, wenn das iPhone gesperrt ist), rät «Macwelt».
«Sie lässt jeden an das iPhone»
Dass Apple nicht selber darauf hinweist, dass die Codesperre keinen Einfluss auf das Funktionieren von Siri hat, ist allerdings bezeichnend für die Kommunikationspolitik des Konzerns, der selbst auf einfache Presseanfragen zu Problemen von Nutzern nicht einmal antwortet.
Kein Wunder, dass derzeit in den USA, wo das Gerät seit vergangenem Freitag verkauft wird, das iPhone 4S trotz guter Verkaufszahlen viele Negativschlagzeilen produziert: Immerhin tun die Medien das zum Teil mit Humor: «Böse Siri!» titelt etwa «Cnet News», «sie lässt jeden an das gesperrte 4S». (rek)
Erstellt: 20.10.2011, 12:18 Uhr
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