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Apple soll von Problemen mit iPhone 4 gewusst haben

Aktualisiert am 20.07.2010 9 Kommentare

Laut «Wall Street Journal» hat Apple die Schwächen des neuen iPhones 4 bestens gekannt – und es trotzdem für marktreif befunden.

Da war die iPhone 4 Welt noch in Ordnung: Steve Jobs zeigt Dimitri Medwedew sein neustes Gerät.

Da war die iPhone 4 Welt noch in Ordnung: Steve Jobs zeigt Dimitri Medwedew sein neustes Gerät.
Bild: Reuters

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Heute Freitag wird Apple (AAPL 562.29 -0.54%) in einer Medienkonferenz im Hauptquartier des Unternehmens in Cupertino (USA) die Probleme des neuen iPhone 4 ansprechen (DerBund.ch/Newsnet berichtet live ab 19 Uhr). Das «Wall Street Journal» weiss bereits jetzt aus gut informierten Quellen, dass Apple nicht vor hat, einen Rückruf für das neue iPhone zu starten.

Dieselben Quellen berichten, dass die Entwickler bei Apple die Probleme des neuen Antennendesigns bereits seit einem Jahr kennen, dass aber Steve Jobs so sehr vom neuen Design begeistert war, dass Apple das Gerät dennoch produzierte.

Geheimnistuerei hat die Entwicklung erschwert

Auch habe die Geheimnistuerei während der Entwicklung des iPhone 4 effiziente Tests zur Alltagstauglichkeit verhindert. Spätestens dort wären die jetzigen Probleme erkannt worden, berichtet das «Wall Street Journal» weiter.

Doch der krampfhafte Versuch, keine Informationen an die Öffentlichkeit sickern zu lassen, habe dazu geführt, dass die Testgeräte in Tarnhüllen gepackt wurden. Das habe verhindert, das die Testpersonen die iPhones direkt berühren konnten. So konnte auch das Antennenproblem nicht erkannt werden, das ja erst beim direkten Kontakt der Hand mit der Gerätegehäuse entsteht.

Ein weiterer Fehler von Apple sei gewesen, dass sie die Testphase mit Mobilfunkbetreibern stark verkürzt hätten und diesen auch weniger Geräte ausgehändigt hätten, um das Verhalten der neuen iPhones im Funkbetreib gründlich zu prüfen.

Jobs hat nicht auf seine Leute gehört

Als Steve Jobs Anfang Juni das neue iPhone vorstellte, lobte er das Design des Geräts und verwies explizit auf den Metallrand des Gehäuses. Er behauptete damals sogar, dass dieser Rand die Funktion der Antenne verstärkt. Gemäss Wall Street Journal bestätigen Antennen-Experten, dass es eigentlich bekannt sei, dass die direkte Berührung einer Antenne das Verhalten der Übertragungswellen verändert.

Mehr noch: Anscheinend sei Apple-Chef Steve Jobs auf diese Antennenprobleme von seinen Leuten aufmerksam gemacht worden. Sogar sein führender Antennen-Ingenieur Ruben Caballero habe ihn auf das Problem hingewiesen. Doch habe er diese Bedenken wegen seiner Begeisterung für das Design in den Wind geschlagen. (mt)

Erstellt: 16.07.2010, 10:09 Uhr

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9 Kommentare

Marcel Müller

16.07.2010, 10:26 Uhr
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Dieser Bericht wurde gerade von Caballero dementiert..... schon krass was so alles "erfunden" wird! Antworten


Bruno Brunetta

16.07.2010, 10:57 Uhr
Melden

@Marcel Müller: Logisch, oder würden Sie so Ihren Job aufs Spiel setzen, indem Sie öffentlich ihren Chef kritisieren? Antworten



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