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.basel, .bern und .zuerich machen Probleme
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Die für die Verwaltung und die Erweiterung der Internetadressen zuständige Organisation Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (Icann) hat sich für die nun schon seit mehr als drei Wochen anhaltende Störung des Systems zur Anmeldung neuer Adressen entschuldigt. «Qualität geht aber vor Schnelligkeit», sagte Icann-Chef Rod Beckstrom der Nachrichtenagentur AP.
Icann hatte das System, bei dem Firmen und Organisationen Anträge auf neue Internet-Endungen wie .com oder .org einreichen können, Mitte April abrupt abgeschaltet, nachdem durch einen Softwarefehler vertrauliche Daten frei zugänglich wurden. Damals hiess es noch, das System solle in vier Arbeitstagen wieder laufen. Inzwischen wurde dies bis auf unbestimmte Zeit verlängert.
«Wir wollen es richtig machen»
«Wir nehmen das sehr ernst», sagte Beckstrom. «Darum gehen wir sehr methodisch vor. Wir entschuldigen uns für die Verzögerung, aber wir wollen es richtig machen.» Inzwischen ist klar, wo der Fehler lag und wie er behoben werden kann. Jetzt werde dies noch eingehend getestet, auch müssten noch die Firmen informiert werden, deren Daten zugänglich waren, sagte Beckstrom.
Seit Mitte Januar nimmt Icann Anträge für neue, sogenannte Top-Level-Domains an, die die bisher gängigen Internet-Endungen wie .com oder .de ergänzen sollen. So könnten etwa alle Hotels in Basel Internetadressen buchen, die auf .basel enden. Bis zu 1'000 neue Top-Level-Domains sollen jedes Jahr eingeführt werden können. Wenige Stunden vor Ablauf der Anmeldefrist kam es dann zu der Störung. Sie wird insgesamt aber keine grösseren Auswirkungen haben, da die neuen Adress-Endungen ohnehin frühestens erst im kommenden Frühjahr freigeschaltet werden sollten.
2091 Anträge für neue Endungen
Bis Freitag seien 2'091 Anträge für neue Endungen eingegangen, erklärte Icann. Weitere 214 seien noch im Anmeldeprozess. Die Prüfung werde nun in vier 500er-Blöcken erfolgen. Das bedeutet, dass der ganze Prüfprozess einige Jahre dauern kann. Wenn das Anmeldesystem wieder geöffnet wird, will Icann genau prüfen, ob Antragsteller möglicherweise den Einblick in die vertraulichen Daten genutzt haben, um ihre Anträge entsprechend zu gestalten.
Bislang hat Icann durch die Anträge 350 Millionen Dollar eingenommen. Jeder Antrag kostet 185'000 Dollar. Nach einer Zulassung werden zudem 25'000 Dollar pro Jahr an Gebühren fällig. Die nutzt Icann zum Unterhalt des Systems. Dazu gehört auch die Kontrolle, ob die Besitzer einer Endung sie auch so nutzen, wie sie es zugesagt haben. (DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 09.05.2012, 15:43 Uhr
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