Digital

Wie man sein WLAN-Netz am besten schützt

Aktualisiert am 18.05.2010

Google hat für seinen Dienst Street View auch persönliche Nutzerdaten aus drahtlosen Computernetzwerken aufgezeichnet. Wie funktioniert WLAN-Technik und wie kann man sich gegen fremde Zugriffe schützen?

1/5 Kaum eine Technologie hat sich in den letzten Jahren so rasant verbreitet wie Wireless LAN (WLAN). Ungesicherte Netzwerke sind für Hacker ein Paradies. Wenn immer möglich, sollte eine WPA2-Verschlüsselung zum Einsatz kommen. Doch auch diese bietet keine hundertprozentige Sicherheit.

Wie sicher ist WLAN? Verschlüsselung, ein gutes Passwort und am besten unsichtbar

   

Artikel zum Thema

Artikel zum Thema

SwissquoteExklusiver Trading-Partner

[Alt-Text]

Die WLAN-Technik ermöglicht, Computer und andere Geräte drahtlos ans Internet anzubinden. Zum Einsatz kommt dafür meist ein sogenannter WLAN-Router. Er wird bei DSL-Anschlüssen wie das Telefon an den sogenannten DSL-Splitter angeschlossen, beim Internetanschluss über das Fernsehkabel an den Kabelanschluss. Computer können zu den Geräten eine drahtlose Verbindung aufbauen, die grundlegenden Einstellungen lassen sich meistens am Computer über ein spezielles Menü des Routers vornehmen.

Was Google (GOOG 687.595 -1.24%) macht

Google fährt seit einiger Zeit mit speziellen Kameraautos die Strassen ab und fotografiert sie und stellt sie ins Internet. Dabei zeichnet der Internetriese auch die Namen der verfügbaren WLAN-Netzwerke auf, die sogenannte SSID, sowie die MAC-Adresse, also die eindeutige Kennung der WLAN-Geräte. Diese Daten könnten etwa genutzt werden, wenn Navigationsgeräte oder Smartphones Schwierigkeiten haben, den Standort per Satellitenortung zu bestimmen. Denn eine bestimmte Kombination von WLAN-Netzwerken mit eindeutigen Namen gibt meist nur einmal.

Google könnte auch Mails lesen

Die Namen von WLAN-Netzwerken kann jeder sehen: Es reicht, seinen Laptop an einer bestimmten Stelle aufzubauen, schon werden alle verfügbaren Netzwerke angezeigt. Google hat zusätzlich allerdings auch Daten aufgezeichnet, die über diese Netzwerke gesendet wurden - wenn sie nicht verschlüsselt waren. Würde Google diese Daten auswerten, könnte es damit unter Umständen etwa E-Mails lesen. Der Konzern hat aber nach eigenen Angaben immer nur sehr kurze Sequenzen gespeichert und diese nie ausgewertet.

Wie kann ich meine Daten verschlüsseln?

Die meisten WLAN-Geräte sind inzwischen schon bei der Lieferung darauf eingestellt, dass sie nur verschlüsselt Verbindungen aufbauen. Das hat zwei Vorteile: Jeder Computernutzer, der den drahtlosen Internetzugang nutzen möchte, muss das Kennwort des Netzes eingeben. Zudem sind die gesendeten Daten nicht lesbar.

Es gibt mehrere Arten von Verschlüsselung: WEP gilt als unsicher, auch WPA wurde schon geknackt. Computernutzer sollten für ihr WLAN daher in den Einstellungen die WPA-2-Verschlüsselung wählen. Dafür ist ein Passwort notwendig, das nicht einfach zu knacken sein sollte. Sichere Passwörter enthalten möglichst Klein- und Grossbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen. Je länger sie sind, desto schwieriger sind sie zu entschlüsseln.

Der Name des WLAN-Netzwerkes

WLAN-Netzwerke haben immer einen Namen, über den sie gefunden werden können und über den Computernutzer eine Verbindung damit herstellen können. Oft wählen die Betreiber eine Bezeichnung, die Rückschlüsse auf sie zulässt - etwa den eigenen Namen. Es empfiehlt sich daher, den WLAN-Zugang neutral zu benennen. Auch möglich ist es, ein WLAN per Einstellung unsichtbar zu machen - dann findet es niemand, der den Namen nicht kennt. Will ein neuer Nutzer seinen Computer mit dem WLAN verbinden, kann er es nicht aus einer Liste wählen, sondern muss alle Daten per Hand eingeben.

WLAN-Router merken sich meist, mit welchen Geräten sie bereits verbunden waren. Sind alle notwendigen Geräte mit dem Netzwerk einmal verbunden gewesen, ist es in den Einstellungen oft möglich, die Verbindung zu neuen Geräten zu unterbinden. Dadurch lässt sich verhindern, dass Unbekannte auf das Netzwerk zugreifen können. (rek/afp)

Erstellt: 17.05.2010, 14:25 Uhr

Digital

Populär auf Facebook Privatsphäre

Verzeichnis- & Serviceportal

Marktplatz

  • Der Retweeter

    Was die Redaktion auf Twitter empfiehlt.
    Mehr

Online-Wettbewerb

Wir feiern - Sie profitieren. Einen Tag lang freie Fahrt ab CHF 25.- mit Bahn, Bus und Schiff im gesamten BLS-Gebiet.

Alles für Abonnenten und Abonnentinnen

Laden Sie sich Ihr ePaper auf Ihren Computer und blättern Sie gratis und ab 5 Uhr früh in Ihrem "Bund".

Abopreise vergleichen

Der Handy-Abovergleich mit Ihrem gewünschten Mobiltelefon und Prepaid-Angeboten.

DIE AGENDA

Informieren Sie sich über aktuelle Kulturveranstaltungen in der Stadt und Umgebung.

Flugpreise vergleichen

Vergleichen Sie die Flugpreise von verschiedenen Reiseanbietern und finden Sie das beste Angebot.

Fernstudentin an der FFHS

Award für beeindruckende Weiterbildungsbiografie

Jetzt wechseln und sparen

Finden Sie in nur fünf einfachen Schritten die optimale Fahrzeugversicherung.