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Wie US-Konzerne Apples iTunes-Monopol umgehen

Aktualisiert am 16.12.2011

Amazon kündigt den Kindle Cloud Reader an, Wal-Mart bietet Videos über seinen Dienst Vudu an: Der Widerstand gegen das Geschäftsmodell des iPhone-Herstellers nimmt konkrete Formen an.

Neue Geschäftsmodelle: Den Anbietern von Medieninhalten ist iTunes schon lange ein Dorn im Auge, weil Apple 30 Prozent vom Verkaufspreis bekommt.

Neue Geschäftsmodelle: Den Anbietern von Medieninhalten ist iTunes schon lange ein Dorn im Auge, weil Apple 30 Prozent vom Verkaufspreis bekommt.
Bild: AFP

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Was man auf iPhones oder iPads sehen und hören kann, das bestimmt weitgehend Apple (AAPL 343.005 0.64%) mit seinem iTunes Store. In den USA haben jetzt grosse Unternehmen einen Versuch gestartet, dieses iTunes-Monopol zu umgehen: Wal-Mart Stores bietet Videos über seinen Dienst Vudu an, Amazon. (AMZN 201.2 -0.82%) com kündigte den Kindle Cloud Reader an, mit dem E-Books auf Apple-Geräten gelesen werden können.

Den Anbietern von Medieninhalten ist iTunes schon lange ein Dorn im Auge, weil Apple 30 Prozent vom Verkaufspreis bekommt. So hatte Amazon, der Marktführer bei den E-Books, ein Kindle-App für das iPad entwickelt. Auf Druck von Apple musste aber daraus eine Schaltfläche entfernt werden, die direkt zur Startseite der Kindle-Website bei Amazon führte.

Ohne Internetverbindung lesen

Der Kindle Cloud Reader ist eine sogenannte Web-App, die sich kaum von anderen Apps unterscheidet. Nach ein paar Klicks sind bei Amazon gekaufte E-Books auf dem iPad. Einmal gespeichert, können die Bücher aber ohne Internetverbindung gelesen werden.

Wal-Marts Vudu-Dienst ist hingegen ein reines Streaming-Angebot, das ohne Internetverbindung nicht funktioniert. Da die Flash-Technik von Apple nicht unterstützt wird, nutzt Vudu Live-Streaming-Tools von Apple zur Übertragung der Videos auf den Tablet-PC.

«Financial Times» als Vorreiter

Ähnlich wie bei iTunes können sich Kunden auch bei Vudu Filme für die 24-stündige oder 48-stündige Nutzung ausleihen. Vor Wal-Mart und Amazon hat in diesem Sommer auch schon die «Financial Times» eine App-ähnliche Website gestartet, die Apple umgeht. (rek/dapd)

Erstellt: 16.08.2011, 08:31 Uhr

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