Digital

Weg von Facebook, hin zu Google?

Von Anatol Heib, Reto Knobel. Aktualisiert am 21.07.2011 5 Kommentare

US-Daten- und Konsumentenschützer kritisieren den Facebook-Konkurrenten. Ausserdem soll ein Prüfsystem Fake-Profile erkennen. Doch das Verfahren funktioniert nicht wie gewünscht.

1/4 Google-Chef Larry Page kann zufrieden sein mit dem Start von Google+.
Bild: AFP

   

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Der Suchmaschinen-Riese geht mit seinem Netzwerk weiter in die Offensive. Wie CNN berichtet, sollen vermehrt auch Hollywood-Stars Mitglieder von Google+ werden. Dabei soll ein Sicherheitscheck zum Einsatz kommen, der die Echtheit des Profils bestätigen soll. Damit will man Nutzer davon abhalten, sich als Stars auszugeben. Echte Profile werden dann ähnlich wie bei Twitter mit einem Button gekennzeichnet.

Zuckerberg als prominentes Mitglied

Allerdings sperrten die Kontrolleure erst kürzlich versehentlich das Profil von William Shatner. Man hielt das Profil des Schauspielers für eine Fälschung. Wenig später wurde es jedoch wieder aktiviert. Google+ fordert wie Konkurrent Facebook die Nutzer auf, ihre echten Namen zu verwenden. Der Suchmaschinenkonzern hat vergangene Woche bereits damit begonnen, Pseudonyme zu löschen.

Derweil wächst offenbar die Nervosität der Konkurrenten. Obwohl erst als Betaversion angeboten, die man nur auf Einladung nutzen kann, soll Google+ bereits zehn Millionen Mitglieder – darunter kein Geringerer als Mark Zuckerberg, Chef des grössten Konkurrenten und Netzwerkpioniers Facebook.

«Nur weil die Konkurrenz so katastrophal ist»

Ein anderer prominenter Social-Network-Chef, Linkedin-CEO Jeff Weiner, hält wenig von der Google-Konkurrenz: «Niemand hat Zeit für Google+», wird Weiner im «San Francisco Chronicle» zitiert. Linkedin werde für das Berufsleben, Facebook für das private Netzwerken genutzt. «Niemand twittert, wenn er auf Facebook ist oder nutzt Facebook, wenn er bei Linkedin eingeloggt ist.»

Kritik übt auch der renommierte Cyberexperte und Journalist Christopher Soghoian, welcher im Frühling die Facebook-Schmutzkampagne gegen Google (GOOG 699.97 -0.09%) aufgedeckt hat (DerBund.ch/Newsnet berichtete): Er versteht nicht, warum Google+ von der US-Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation gute Noten erhalte. Das sei wohl nur darum möglich, «weil die Konkurrenz in diesem Punkt (Datenschutz, Red.) so katastrophal ist», so Soghoian gegenüber der «Financial Times Deutschland».

Kritik von Consumer Watchdog

Der Konsumentenschützer John Simpson von der US-Organisation Consumer Watchdog mahnt die Nutzer ebenfalls zur Vorsicht: Nutzer von Google+ müssten wissen, dass sie sich selber nicht aus Kontaktlisten anderer Mitglieder löschen könnten – das sei ein Nachteil, wenn man mit den betreffenden Personen nicht in Verbindung gebracht werden wolle.

(DerBund.ch/Newsnet)

Erstellt: 21.07.2011, 14:01 Uhr

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5 Kommentare

Sandra Müller

21.07.2011, 16:34 Uhr
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Man kann ganz einfach (ab Startseite ingesamt 5 Mausklicks) ausblenden, dass andere Leute sehen, wer einen zu Kreisen hinzugefügt hat. Da hat der Watchdog gebellt, bevor er geguckt hat. Tolle Produktkenntnis, auf solche Leute sollte man hören... Antworten


Agnes Stöckli

21.07.2011, 22:51 Uhr
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Ich bin froh gibt es Google+ so ordentlich mit Circles, Facebook selber war mir immer zu wieder, man konnte meinen man sei in einer Kloake. Ich selber möchte Google+ nicht mehr missen wo zwar immer noch in der Test fasse ist, man kommt zu einen Google+ Konto nur durch eine Einladung auf eine Google E-Mail Adresse.
habe Google+ Einladungen schreibt Dir mir eure E-Mail Adresse........ ins Forum?
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