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«...der sollte seine Abrechnungen kontrollieren»
Aktualisiert am 01.04.2012 13 Kommentare
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Hackern ist es in den USA erneut gelungen, in grossem Stil auf Kreditkartendaten zuzugreifen. Betroffen sind Kunden der grossen Kreditkartenunternehmen. Die Angaben zum möglichen Umfang gehen allerdings weit auseinander. Verschiedene Medien berichteten von einigen Zehntausend bis hin zu Millionen von Konten. Ob ausschliesslich Karteninhaber in den USA in Mitleidenschaft gezogen wurden, war zunächst ebenfalls unklar.
Der international tätige Zahlungsabwickler Global Payments räumte in einer Mitteilung ein, dass er Anfang März einen «unautorisierten Zugang zu einem Teil des Abwicklungssystems» bemerkt habe und dabei auf «Kartendaten» zugegriffen worden sein könnte.
Es seien sofort Sicherheitsexperten sowie die Kriminalbehörden eingeschaltet worden, teilte das Unternehmen in Atlanta mit. Details will Global Payments am Montag in einer Telefonkonferenz nennen. Die Firma wickelt Zahlungsprozesse zwischen Einzelhändlern und Banken ab.
Kunden seien geschützt
Das Kreditkartenunternehmen Visa (V 136.808 0.07%) teilte mit, die Kunden seien im Fall von Betrugsversuchen geschützt und würden dadurch keine finanziellen Verluste erleiden. Das eigene System sei auch nicht geknackt worden, betonte Visa. Die gleichen Angaben machte Mastercard und forderte Kreditkarteninhaber auf, die Posten auf ihrer Rechnung genau zu prüfen.
Nach Angaben der Analystin Avivah Litan vom IT-Beratungsunternehmen Gartner wurden die Kreditkartennummern offenbar über einen Hackerangriff auf ein New Yorker Taxiunternehmen gestohlen. «Wer in den vergangenen Monaten in New York City mit einer Kreditkarte ein Taxi bezahlt hat, sollte seine Abrechnungen auf einen möglichen Betrug hin überprüfen», sagte Litan.
Monatelang gesammelt
Die Datendiebe hätten monatelang Kreditkartennummern gesammelt und dann begonnen, sie zu nutzen. Hinter dem Angriff stehe womöglich eine Bande aus Mittelamerika.
Nach Angaben des Computersicherheitsspezialisten Brian Krebs ist in Finanzkreisen von einem «massiven» Datenleck die Rede. Demnach schickten Visa und Mastercard Warnungen an Banken, dass hinreichend Informationen gestohlen worden seien, um gefälschte Kreditkarten herzustellen.
Ähnliche Vorfälle hatte es in der Vergangenheit bereits gegeben. Häufig betroffen sind Abwickler wie Global Payments, die den Konsumenten kaum bekannt sind, jedoch eine wichtige Rolle im Zahlungsverkehr spielen und mit sensiblen Daten umgehen. (ami/sda)
Erstellt: 31.03.2012, 22:19 Uhr
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