Digital

Sunrise macht Handy zum Portemonnaie

Aktualisiert am 31.01.2012

Der Schweizer Provider startet in der Schweiz einen Versuch, bei welchem man Beträge bis zu 40 Franken ohne PIN-Code und Unterschrift mit dem Handy bezahlen kann.

Zahlen mit dem Smartphone: Voraussetzung bei NFC ist ein Mobiltelefon mit einem speziellen Chip.

Zahlen mit dem Smartphone: Voraussetzung bei NFC ist ein Mobiltelefon mit einem speziellen Chip.
Bild: Sunrise

Nach Orange lanciert auch Swisscom HD Voice

Nach dem Provider Orange bietet ab dem 1. Februar auch Swisscom HD-Voice für Handytelefonie an.

Voraussetzung für die Nutzung der Technik für bessere Sprachqualität ohne störende Hintergrundgeräusche ist,dass beide Gesprächspartner ein HD-Voice-fähiges Gerät haben, aktuell sind dies etwa das Nokia Lumia 800, das HTC Sensation XL oder das Sony Ericsson Xperia arc S.

Für diesen Service fallen keine Zusatzkosten an, schreibt die Swisscom in einer Medienmmitteilung.

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Bezahlen per Handy ist bei Sunrise schon heute möglich, etwa an einigen Verpflegungsautomaten via SMS über das Micropayment-System namens Smarpay (Smarcom).

In Zukunft sollen mit Hilfe der Near-Field-Communication (NFC) -Technologie noch breitere Anwendungsmöglichkeiten realisiert werden. Voraussetzung bei NFC ist ein Mobiltelefon mit einem speziellen Chip. SIM-Karten, die mit einem zusätzlichen Sicherheitselement ausgestattet sind, ermöglichen, dass Mobile Payment mit jedem kompatiblen NFC-fähigen Endgerät vorgenommen werden kann.

Später auch höhere Beiträge möglich

Wie Sunrise in einer Medienmitteilung schreibt, hat sich das Unternemen nun mit der deutschen Firma Oberthur Technologies auf ein NFC-Pilotprojekt für Mobilfunkgeräte geeinigt. Mit der angestrebten Lösung wolle das Unternehmen ihren Kunden «das schnelle, bequeme und sichere kontaktlose Bezahlen» ermöglichen.

In einem ersten Schritt sollen Beträge bis zu 40 Franken ohne Angabe des PIN-Code und Unterschrift bezahlt werden. Später sollen laut Sunrise auch höhere Beträge möglich sein. Sämtliche Transaktionen würden über den Herausgeber der Kreditkarte abgerechnet.

«Wachsendes Kundenbedürfnis»

Dieser Bezahlvorgang biete «sowohl für den Karteninhaber als auch die Akzeptanzstelle Vorteile» und entspreche einem «künftig wachsenden Kundenbedürfnis». Die neue Zahlmethode werde im Rahmen des Pilotversuchs «intensiv getestet».

Bereits heute können Handybesitzer an Verpflegungsautomaten von Selecta via SMS bezahlen. In der Zukunft - gemäss Sunrise nicht vor dem Jahr 2013 - sollen Konsumenten dank NFC an Kassen von Einkaufsläden, an Billettautomaten oder in einer Bar bequem mit dem Handy bezahlen können.

Sunrise rechnet damit, dass dies in der Schweiz künftig auch bei den Grossverteilern möglich sein wird. Bei Coop sei NFC ein Thema, hiess es bei dem Unternehmen auf Anfrage. Migros wollte keine Auskunft geben. (kpn/rek)

Erstellt: 31.01.2012, 16:31 Uhr

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