So treibt man die Nigeria-Connection in den Wahnsinn
Von Anatol Heib. Aktualisiert am 15.05.2009 16 Kommentare
Links
Artikel zum Thema
Täglich verschickt die sogenannte Nigeria-Connection Betrugs-Mails in alle Welt. In den Botschaften versprechen die Betrüger mit abenteuerlichen Geschichten viel Geld – zuerst muss der Nachrichtenempfänger allerdings einen Vorschuss leisten. Das versprochene Geld sieht er danach natürlich nie. Mit der Masche verdienen die Betrüger jährlich mehrere Millionen Dollar.
DerBund.ch/Newsnet berichtete bereits über einen Sicherheitsexperten, der mit einem Mitglied der Nigeria-Connection chattete. Was er tat, ist mittlerweile zu einer Art Volkssport geworden: Sogenannte Jäger drehen den Spiess um und führen die Betrüger an der Nase herum, berichtet die Tech-Site «Ars Technica». Die Macher antworten ausführlich auf die Betrugs-Versuche und täuschen vor, auf die Betrüger-Masche hereinzufallen.
Daraus entwickelt sich meist ein umfangreicher Mailverkehr, in dem die Betrüger viel erzählen und äusserst kooperativ sind. Gierig auf das Geld, mailen Sie auf Aufforderung sogar gefälschte Urkunden und Pässe, um ihre vermeintlichen Opfer reinzulegen. Haben die Jäger genug Material beisammen, veröffentlichen sie die besten Geschichten im Web.
Um die halbe Welt
Auf Seiten wie 419scammer.com diskutieren die Jäger auch die besten Methoden, um die Betrüger reinzulegen. Laut «Ars Technica» entwickelt sich das Phänomen inzwischen zu einer ernsthaften Behinderung für die Betrüger. Meistens werden diese nur mit falschen Informationen oder Rückfragen geärgert. Einigen Jägern ist es schon gelungen, die Nigerianer um die halbe Welt zu schicken. Worauf die Nigerianer schon mit Mord gedroht haben. (DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 15.05.2009, 08:50 Uhr
WRITE A COMMENT
16 Kommentare
Auch ich bin in eine ähnliche Falle geraten, aber habe zum Glück, den Artikel, den der interessent erstehen wollte nicht verschickt, Ausserdem habe ich: a) den Kaufinteressenten über solche Scam-Attacken und Phishing-Versuche in Kenntnis gesetzt b) die bezahlung per PayPal nicht akzeptiert c) den Interessenten benachrichtigt, dass wir keinen Deal haben. alles erfolgte per email und auf englisch Antworten
Danke liebe "Entwicklungshelfer"! Dank Fördergeld haben nun diese Verbrecher Mittel und Zugang zum weltweiten Datennetz. Es ist doch einfach naiv zu denken, mittels Internet werde der Hunger in der 3. Welt nachhaltig bekämpft. Jeder Franken der in Entwicklungsländer wandert, ist ein Sargnagel für die Industrienationen. Vielleicht begreifen das auch unsere Gutmenschen. Antworten
ich war eine zeit mit einer nigerianerin zusammen und habe einige "schlimme" wörter gelernt, wann immer ich eine solche mail erhalte, decke ich den sender mit eben diesen wörtern ein, der denkt ich sei ein anderer nigerianer und einige male haben die sich bei mir ganz nett entschuldigt. aber jeder der aus gier drauf reinfällt ist echt selber schuld oder liest zuviele romane. Antworten
@Peter Möckli, die meisten dieser Absender benutzen keine HTML Mails sondern text. Es sei denn es sind die betrügerischen "Frauen" welche ihre Mails mit Rosen Symobolen untermalen etc. Auch ich habe schon lange Dialoge geführt. Die gesammelten Werke (angebliche Todesscheine etc) gingen dann direkt an die Cyberpolizei. Antworten
@Christian D Schweizer. Denken sie wirklich wir haben Angst vor Nigeria? Da täuschen sie sich gewaltig. Ich rate jedem der Spass daran hat, die Betrüger in lange Dialoge zu verwickeln, das macht erstens Spass und ist unterhaltsam und bindet zweitens deren Ressourcen, damit können die Verbrecher nicht anderen Leuten Geld stehlen. Die Nigeria Connection ist die wahre gefährliche Internetkriminalität Antworten
...ich hab auchmal auf solche Mails geantwortet, mir einen Spass daraus gemacht. Dann war da noch eine andere Mail aus Abidjan, die schrieb immer wieder, und wir schrieben uns einfach nur so hin und her. Das Ende von der Geschichte: nach einiger Zeit merkte ich das es keine 419ner Mail ist und obwohl es nicht geplant war sind wir inzwischen seit ein paar Jahren verheiratet. LG Antworten
Taik a thief to catsch a thief ist eine alte imperiale "Weisheit". Aber erstens brauchts dazu hoechstkaraetige Experten und zweitens mutieren die Betrogenen (wie z.B. Versicherungen) gerne selber zu Massenbetruegern und Moechtegerngestapos. Provokative Schlaumeiereien bringen nur in Kriegszeiten und zum Staatsschutz mehr Nutzen als Schaden. Zudem sind sie fuer Privat"polizisten" lebensgefaehrlich! Antworten
Die Tatsache, dass immer wieder gutgläubige Menschen auf die unglaublichen Versprechen der Betrüger hereinfallen, beweist die Notwendigkeit umfassender Aufklärung. Nun ist die Presse auf uns Scambaiter aufmerksam geworden. Das ist ein schon mal ein kleiner Erfolg in unserem Kampf gegen dern Vorschussbetrug. Die Nigeria-Connection ist erst dann besiegt, wenn ihr niemand mehr Glauben schenkt Antworten
Wer sein Mailprogramm vernünftig konfiguriert, so dass alle Mails standardmässig nicht im unnötigen HTML-Format, sondern als 'Nur Text' angezeigt werden, läuft deutlich weniger Gefahr, auf solchen Unsinn hereinzufallen, weil dann die ganzen optischen Gimmicks wie Logos etc. wegfallen. Dann sieht das Zeug schon viel weniger 'echt' aus. Antworten
Digital
Emil Frey AG Autocenter Bern
Geniessen sie die Strasse mit dem neuen Subaru XV. Nur im Emil Frey Autocenter Bern.




Daniela Salg
mir ist es gerade so mit einem angeblichen US-Soldat ergangen. Leider bin ich reingefallen er bettelte Geld für seinen Sohn. Wir hatten Mitleid und wollten aushelfen. Eine Reiseagentur ist offensichtlich involviert, die das Kind in Sicherzheit bringen wollte. Antworten