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So treibt man die Nigeria-Connection in den Wahnsinn

Webjäger ärgern die berüchtigte Nigeria-Connection: Sie verstricken die Absender der Betrugs-Mails in lange Dialoge. Die besten Geschichten stellen die Jäger ins Web.

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So sieht eine typische Betrugs-Mail aus. Ausführlich wird erklärt, weshalb man schon bald reich ist - sofern man zuerst einen Vorschuss leistet. Wer das tut, hört danach nie mehr etwas vom Absender und sieht natürlich auch kein Geld.

   

Täglich verschickt die sogenannte Nigeria-Connection Betrugs-Mails in alle Welt. In den Botschaften versprechen die Betrüger mit abenteuerlichen Geschichten viel Geld – zuerst muss der Nachrichtenempfänger allerdings einen Vorschuss leisten. Das versprochene Geld sieht er danach natürlich nie. Mit der Masche verdienen die Betrüger jährlich mehrere Millionen Dollar.

DerBund.ch/Newsnet berichtete bereits über einen Sicherheitsexperten, der mit einem Mitglied der Nigeria-Connection chattete. Was er tat, ist mittlerweile zu einer Art Volkssport geworden: Sogenannte Jäger drehen den Spiess um und führen die Betrüger an der Nase herum, berichtet die Tech-Site «Ars Technica». Die Macher antworten ausführlich auf die Betrugs-Versuche und täuschen vor, auf die Betrüger-Masche hereinzufallen.

Daraus entwickelt sich meist ein umfangreicher Mailverkehr, in dem die Betrüger viel erzählen und äusserst kooperativ sind. Gierig auf das Geld, mailen Sie auf Aufforderung sogar gefälschte Urkunden und Pässe, um ihre vermeintlichen Opfer reinzulegen. Haben die Jäger genug Material beisammen, veröffentlichen sie die besten Geschichten im Web.

Um die halbe Welt

Auf Seiten wie 419scammer.com diskutieren die Jäger auch die besten Methoden, um die Betrüger reinzulegen. Laut «Ars Technica» entwickelt sich das Phänomen inzwischen zu einer ernsthaften Behinderung für die Betrüger. Meistens werden diese nur mit falschen Informationen oder Rückfragen geärgert. Einigen Jägern ist es schon gelungen, die Nigerianer um die halbe Welt zu schicken. Worauf die Nigerianer schon mit Mord gedroht haben. (DerBund.ch/Newsnet)

Erstellt: 15.05.2009, 08:50 Uhr

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16 Kommentare

Daniela Salg

12.01.2011, 15:32 Uhr
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mir ist es gerade so mit einem angeblichen US-Soldat ergangen. Leider bin ich reingefallen er bettelte Geld für seinen Sohn. Wir hatten Mitleid und wollten aushelfen. Eine Reiseagentur ist offensichtlich involviert, die das Kind in Sicherzheit bringen wollte. Antworten


Marcel Schulz

24.11.2010, 13:33 Uhr
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Auch ich bin in eine ähnliche Falle geraten, aber habe zum Glück, den Artikel, den der interessent erstehen wollte nicht verschickt, Ausserdem habe ich: a) den Kaufinteressenten über solche Scam-Attacken und Phishing-Versuche in Kenntnis gesetzt b) die bezahlung per PayPal nicht akzeptiert c) den Interessenten benachrichtigt, dass wir keinen Deal haben. alles erfolgte per email und auf englisch Antworten


Ulrike Schaeffer

14.12.2009, 13:22 Uhr
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... ich habe sie um Vorkasse gebeten. Natürlich in englisch, wie sie es gewünscht haben :-) Antworten


Franz Brunner

25.11.2009, 17:19 Uhr
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wie lange darf man diese bande wohl noch nigeria-connection nennen, ohne von georg kreis und der rassismuskommission eingeklagt zu werden? man darf doch nicht ein ganze (s) nation / volk in den schmutz ziehen, nur wegen ein paar "einzelfällen" Antworten


Marc Spengler

25.11.2009, 16:50 Uhr
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Danke liebe "Entwicklungshelfer"! Dank Fördergeld haben nun diese Verbrecher Mittel und Zugang zum weltweiten Datennetz. Es ist doch einfach naiv zu denken, mittels Internet werde der Hunger in der 3. Welt nachhaltig bekämpft. Jeder Franken der in Entwicklungsländer wandert, ist ein Sargnagel für die Industrienationen. Vielleicht begreifen das auch unsere Gutmenschen. Antworten


marcus meier

17.05.2009, 16:02 Uhr
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Das Internet schlägt zurück! Das müssen wir uns merken! Wie wir Konsumenten uns wehren, lernen wir erst jetzt! Bravo! Antworten


Peter Spelt

16.05.2009, 19:52 Uhr
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ich war eine zeit mit einer nigerianerin zusammen und habe einige "schlimme" wörter gelernt, wann immer ich eine solche mail erhalte, decke ich den sender mit eben diesen wörtern ein, der denkt ich sei ein anderer nigerianer und einige male haben die sich bei mir ganz nett entschuldigt. aber jeder der aus gier drauf reinfällt ist echt selber schuld oder liest zuviele romane. Antworten


Stefan Haller

15.05.2009, 21:34 Uhr
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@Peter Möckli, die meisten dieser Absender benutzen keine HTML Mails sondern text. Es sei denn es sind die betrügerischen "Frauen" welche ihre Mails mit Rosen Symobolen untermalen etc. Auch ich habe schon lange Dialoge geführt. Die gesammelten Werke (angebliche Todesscheine etc) gingen dann direkt an die Cyberpolizei. Antworten


Gilbert Magnin

15.05.2009, 15:46 Uhr
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Man kann nicht genug vor diesen perfiden ausländischen Betrügern warnen und den Leuten nur raten ihr hart verdientes Geld besser bei einer soliden Schweizer Bank anzulegen. Dort kann nichts schief oder verloren gehen! Antworten


Chris Von Rohr

15.05.2009, 13:21 Uhr
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Man darf bei solchen Dingen keinesfalls leichtgläubig sein. Auch auf homegate.ch tummeln sich massenhaft Betrüger, welche Wohnungssuchende in die Falle locken wollen. Antworten


peter ess

15.05.2009, 13:01 Uhr
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Das Englisch dieser Nigeria Mails ist dermassen schlecht da kommen mir Zweifel auf wie ein Dialog unterhaltsam ist. Antworten


Matthias von Rode

15.05.2009, 11:20 Uhr
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@Christian D Schweizer. Denken sie wirklich wir haben Angst vor Nigeria? Da täuschen sie sich gewaltig. Ich rate jedem der Spass daran hat, die Betrüger in lange Dialoge zu verwickeln, das macht erstens Spass und ist unterhaltsam und bindet zweitens deren Ressourcen, damit können die Verbrecher nicht anderen Leuten Geld stehlen. Die Nigeria Connection ist die wahre gefährliche Internetkriminalität Antworten


Gunnar Sturm

15.05.2009, 09:32 Uhr
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...ich hab auchmal auf solche Mails geantwortet, mir einen Spass daraus gemacht. Dann war da noch eine andere Mail aus Abidjan, die schrieb immer wieder, und wir schrieben uns einfach nur so hin und her. Das Ende von der Geschichte: nach einiger Zeit merkte ich das es keine 419ner Mail ist und obwohl es nicht geplant war sind wir inzwischen seit ein paar Jahren verheiratet. LG Antworten


Christian D Schweizer

15.05.2009, 07:30 Uhr
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Taik a thief to catsch a thief ist eine alte imperiale "Weisheit". Aber erstens brauchts dazu hoechstkaraetige Experten und zweitens mutieren die Betrogenen (wie z.B. Versicherungen) gerne selber zu Massenbetruegern und Moechtegerngestapos. Provokative Schlaumeiereien bringen nur in Kriegszeiten und zum Staatsschutz mehr Nutzen als Schaden. Zudem sind sie fuer Privat"polizisten" lebensgefaehrlich! Antworten


Bodo Wagner

15.05.2009, 00:04 Uhr
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Die Tatsache, dass immer wieder gutgläubige Menschen auf die unglaublichen Versprechen der Betrüger hereinfallen, beweist die Notwendigkeit umfassender Aufklärung. Nun ist die Presse auf uns Scambaiter aufmerksam geworden. Das ist ein schon mal ein kleiner Erfolg in unserem Kampf gegen dern Vorschussbetrug. Die Nigeria-Connection ist erst dann besiegt, wenn ihr niemand mehr Glauben schenkt Antworten


Peter Möckli

14.05.2009, 23:39 Uhr
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Wer sein Mailprogramm vernünftig konfiguriert, so dass alle Mails standardmässig nicht im unnötigen HTML-Format, sondern als 'Nur Text' angezeigt werden, läuft deutlich weniger Gefahr, auf solchen Unsinn hereinzufallen, weil dann die ganzen optischen Gimmicks wie Logos etc. wegfallen. Dann sieht das Zeug schon viel weniger 'echt' aus. Antworten



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