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Polizei verhört Wikileaks-Gründer

Der Gründer der Internet-Plattform Wikileaks, Julian Assange, ist in Schweden nach Angaben seines Anwalts zu Vorwürfen der sexuellen Belästigung von der Polizei vernommen worden.

Musste zum Verhör antraben: Wikileaks-Gründer Julian Assange.

Musste zum Verhör antraben: Wikileaks-Gründer Julian Assange.
Bild: Keystone

Leif Silbersky teilte am Dienstag mit, Assange sei am Montagabend formell über die Vorwürfe informiert und dann rund eine Stunde befragt worden. Sein Mandant habe die Anschuldigungen zurückgewiesen und sei zuversichtlich, dass die Vorwürfe fallengelassen würden, sagte Silbersky.

Die Polizei hatte die Ermittlungen gegen Assange zu Beginn des Monats aufgenommen. Der schwere Vorwurf einer Vergewaltigung wurde nach knapp 24 Stunden wieder zurückgezogen. Die Anschuldigungen kamen vier Wochen nach der Veröffentlichung von brisanten Geheimdokumenten über den Afghanistankrieg auf der Plattform Wikileaks. Assange wies die Vorwürfe umgehend zurück und erklärte, dass sie gerade jetzt erhoben würden, sei «zutiefst beunruhigend». Er deutete dabei an, dass sie aus den Reihen des Pentagons kommen könnten, was wiederum in Washington sofort zurückgewiesen wurde.

Wikileaks hatte Ende Juli knapp 80'000 bis dahin geheimer US-Militärdokumente zum zunehmend umstrittenen Afghanistan-Einsatz veröffentlicht und damit weltweit Schlagzeilen gemacht. (dapd)

Erstellt: 31.08.2010, 17:55 Uhr

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