Google kommt nach Hause

Von Michael Liedtke, dapd. Aktualisiert am 11.01.2012 7 Kommentare

Google hat seine Internetsuche überarbeitet. Die Suche wird vollständig personalisiert: Suchergebnisse werden zukünftig auf die eigenen Vorlieben zugeschnitten. Das dürfte viele Kritiker auf den Plan rufen.

Ab sofort personalisiert: Die Google-Suche.

Ab sofort personalisiert: Die Google-Suche.
Bild: Keystone

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Geht es nach Google, (GOOG 699.94 -1.12%) soll eine Internetsuche jedem Nutzer in Zukunft ein individuelles Ergebnis bringen. Einen weiteren Schritt in diese Richtung unternahm der Internetkonzern, indem er jetzt Informationen aus seinem sozialen Netzwerk Google+ in die Suchmaschine einfliessen lässt. Registrierte Nutzer der englischsprachigen Seite von Google bekommen mit dem seit gestern aktiven Feature Suchergebnisse präsentiert, die auf die eigenen Vorlieben und die von Freunden zugeschnitten sind.

Fotos und Kommentare aus Google+ erscheinen dann ebenso in den Suchergebnissen wie jene aus den Online-Fotoalben auf Picasa. Google kämpft seit langem mit dem Problem, das es keinen Zugang zu den Massen an Fotos, Links und Kommentaren auf Facebook und Twitter hat, sodass es die Präferenzen der dortigen Nutzer nicht in seine Suche einfliessen lassen kann.

Riesige Datenmenge

Das erst sechs Monate alte Google+ soll von der Umstellung der Google-Suche ebenfalls profitierten und mehr Zulauf erhalten, hofft das Unternehmen. Rund zwei Drittel aller Suchabfragen im Internet werden über Google abgewickelt, ab sofort soll eine Suche auch Empfehlungen zu Nutzern des sozialen Netzwerks liefern. Sucht man etwa nach «Musik» oder «Sport» scheinen auch entsprechende Personen, Unternehmen und Orte auf, die bei Google sind.

Aktiv ist das neue Feature seit gestern automatisch bei allen eingeloggten Nutzern der englischsprachigen Google-Seite. Wer es abschalten will, muss eine Änderung bei den persönlichen Einstellungen vornehmen oder es bei jeder einzelnen Suche wegklicken.

Google hofft, seine Suchmaschine mit der Umstellung weiter zu verbessern und für Nutzer attraktiver zu machen. Viele dürften aber auch von der über sie angesammelten Datenmenge abgeschreckt werden. Um dieser Sorge entgegenzuwirken, hatte Google kürzlich eine neue Technologie eingeführt, die alle Suchergebnisse verschlüsselt. Das soll verhindern, dass Informationen an Dritte gelangen. (DerBund.ch/Newsnet)

Erstellt: 11.01.2012, 10:49 Uhr

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7 Kommentare

Felix Eichmann

11.01.2012, 18:31 Uhr
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Google zwingt WLAN-Eigentümer neuerdings sogar dazu, dass sie ihr WLAN (SSID) umbenennen müssen, wenn sie nicht wollen, dass es öffentlich verzeichnet wird. Und zwar mit '_nomap'. Google ist ein höchst unangenehmer Datenstalker! Da passt diese Story perfekt... Ein Stalker der noch gleich im Bett, am Tisch ständig "mithört". Sehr Misstrauen-erregend. Antworten


Lars Vollenweider

11.01.2012, 14:13 Uhr
Melden 3 Empfehlung 0

Anstatt ständig an neuen Dingen herumzubasteln, die dann doch meistens in die Hosen gehen, sollte Google seine Kernleistungen verbessern - die eigentliche Suche bzw. Trefferqualität. Die Qualität der Suchresultate hat sich seit einigen Jahren eher verschlechtert; man muss noch immer mühsam raussuchen, was wichtig und relevant ist. Innovation ja, aber am richtigen Ort und nicht nur für mehr Werbung Antworten



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