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Ein fast perfekter Trojaner

Aktualisiert am 13.03.2012

Die Entwickler von Duqu müssen nach Erkenntnissen der Sicherheitsfirma Kaspersky Lab über erhebliche finanzielle und labortechnische Ressourcen verfügt haben.

Immer wieder Ziel von Cyberattacken: Atomanlage im iranischen Bushehr.

Immer wieder Ziel von Cyberattacken: Atomanlage im iranischen Bushehr.
Bild: Keystone

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Die Entwickler des Trojaners Duqu müssen nach Erkenntnissen der Sicherheitsfirma Kaspersky Lab über erhebliche finanzielle und labortechnische Ressourcen verfügt haben. Teile dieser Software seien in einer bislang unbekannten Programmiersprache geschrieben worden, erklärte Kaspersky.

Das anspruchsvolle Programm stammt demnach aus derselben Programmierfeder wie der berüchtigte Stuxnet-Wurm. Die Hauptaufgabe von Duqu besteht den Angaben zufolge darin, eine Hintertür in ein Computersystem einzuschleusen, um den Diebstahl von Informationen zu ermöglichen.

Opfer zumeist im Iran

Duqu sei erstmals im September 2011 entdeckt worden, Kaspersky Lab registrierte jedoch nach eigenen Angaben schon im August 2007 Malware, von der mittlerweile bekannt ist, dass sie eindeutig mit diesem Trojaner in Zusammenhang steht.

Duqu wird von den Kaspersky-Experten mit über einem Dutzend Vorfällen in Zusammenhang gebracht, bei denen die Opfer zumeist im Iran waren. Hauptziel des Programms sei der Diebstahl von Informationen zu industriellen Kontrollsystemen.

Kaspersky-Experte Alexander Gostev erklärte, die Erstellung einer eigenen Programmiersprache zeige, wie professionell die Entwickler waren und dass ihnen erhebliche Mittel zur Verfügung standen. (rek/dapd)

Erstellt: 13.03.2012, 11:06 Uhr

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