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Die unsichtbare WLAN-Bedrohung

Aktualisiert am 28.07.2010

Entwickelt sich ein bislang für sicher gehaltener Schutzstandard für das drahtlose Internet zum Unsicherheitsfaktor? Sicherheitsexperten warnen.

1/5 Kaum eine Technologie hat sich in den letzten Jahren so rasant verbreitet wie Wireless LAN (WLAN). Ungesicherte Netzwerke sind für Hacker ein Paradies. Wenn immer möglich, sollte eine WPA2-Verschlüsselung zum Einsatz kommen. Doch auch diese bietet keine hundertprozentige Sicherheit.

Wie sicher ist WLAN? Verschlüsselung, ein gutes Passwort und am besten unsichtbar

   

WLAN-Sicherheit ist ein endloses Thema. Denn wie alle Funktechnologien ist auch Wireless Local Area Network anfällig für Sicherheitsverletzungen. Als bester Schutz (auch für Heimanwender) galt bisher der Sicherheitsstandard Wi-Fi Protected Access 2, kurz WPA2 – vorausgesetzt, man nutzt ein gutes, möglichst zufallsgeneriertes Passwort.

Infiltrierung wird kaum bemerkt

Doch auch mit dieser Wahrheit ist es offenbar nicht weit her. Am 29. Juli findet in Las Vegas die Sicherheitskonferenz Black Hat statt. An dieser Veranstaltung will das Sicherheitsunternehmen Air Tight Networks eine gefährliche Schwachstelle von WPA2 offenlegen.

Wie vorgängig bekannt wurde, ist es den Spezialisten dieser Firma gelungen, eine Schwachstelle in WLAN-Netzwerken auszumachen, die mit WPA2-Verschlüsselung geschützt sind. Laut Air Tight Networks ist es alles andere als schwierig, über das Sicherheitsloch Schädlinge zu installieren oder Daten auszuspähen.

Verschlüsselung muss nicht geknackt werden

Laut einem Bericht des Sicherheitsportals Virenschutz.info muss dazu die Verschlüsselung selbst nicht geknackt werden. «Angreifer können die Schwachstelle nutzen, um als vorgeblich bevollmächtigter Nutzer die Verschlüsselung und Authentifizierung privater Schlüssel zu umgehen.»

Potenzielle Angreifer, welche die Sicherheitslücke für ihre Zwecke missbrauchen würden, hinterlassen lediglich im WLAN-Netz Spuren, im übrigen Netzwerk bleibt der Angriff unsichtbar. Attacken, so die Schlussfolgerung, kann der Nutzer nur dann feststellen, wenn der WLAN-Datenverkehr überwacht wird. (rek)

Erstellt: 27.07.2010, 14:50 Uhr

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