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Der Firefox der Zukunft

Vor exakt fünf Jahren ging der Mozilla-Browser an den Start. Heute erreicht Firefox einen Marktanteil von 25 Prozent. DerBund.ch/Newsnet zeigt, wie sich das Tor zum Internet in den nächsten Jahren entwickeln könnte.

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Blake Ross ist das Mastermind bei der Entwicklung des Browsers Firefox. Das Foto stammt aus dem Jahr 2004 – damals war Ross gerade mal 19 Jahre alt.
Bild: Keystone

   

Am 9. November 2004 war es soweit: Die Mozilla-Stiftung brachte den Browser Firefox mit der Version 1.0 an den Start. Ein halbes Jahrzehnt später hat sich die Gratis-Software zu einem ernsthaften Konkurrenten von Microsofts Explorer entwickelt. Derzeit surfen weltweit 330 Millionen Frauen und Männer mit Firefox, laut einer Analyse von Gs.statcounter.com nutzen in Europa sogar zwei von fünf Surfern Firefox. Weltweit beträgt der Marktanteil zwischen 25 und 35 Prozent.

Die neuste Firefox-Variante ist die Version 3.5.5 – optisch gibt es kaum Unterschiede zur fünf jahre alten Version 1.0. Inhaltlich indes schon: Die Internetgemeinschaft hat tausende von so genannten Add-ons (Erweiterungen) entwickelt. Diese gibt es zu fast allen Bereichen wie etwa Werbeblockern, Sicherheitseinstellungen, Sprachen oder Rechtschreibprüfungen.

3-D-Grafik für Firefox

Die nächsten Firefox-Versionen sind bereits in Planung:

  • Firefox 3.6 soll laut Unternehmensangaben noch dieses Jahr erscheinen. Die neue Version nutzt integrierte Beschleunigungssensoren wie diejenigen der MacBook- und MacBook-Pro-Modelle: Sobald der Nutzer seinen Computer auf die Seite kippt, orientiert sich der Browser ähnlich wie die Luftblase in einer Wasserwaage an der neuen Horizontalen. Firefox 3.6 soll zudem schneller arbeiten als die Vorgänger und mit Windows 7 besser kompatibel sein - etwa dann, wenn mit einem Touchscreen gearbeitet wird.
  • Bereits mit der nächsten Version 3.7 soll dann 3-D-Grafik in Firefox Einzug halten. Weitere Versionen werden dann nicht nur programmtechnisch eine Weiterentwicklung erfahren, auch optisch wird der Firefox der Zukunft ganz anders daherkommen, wie die Mozilla Foundation Ende September bekannt gab. Vor allem vor dem Hintergrund des eingeführten Microsoft-Betriebssystems Windows 7 wollen die Entwickler sich künftig stark auf die bekannte Aero/Glass-Optik - sowohl in der Toolbar als auch in den einzelnen Tabs setzen. Ein Element davon könnte der so genannte Fortschrittsbalken sein, der über jedem Tab eingeblendet wird und exakter beschreiben soll, wann das Laden einer Seite abgeschlossen ist.
  • Und nach 3.7? Laut Mozilla-Entwickler Chris Beard wird Firefox 4 sich auf zwei Entwicklungen der Mozilla Labs stützen: Erstens soll es möglich sein, dass jede Web-Anwendung ohne zusätzliche Dienste vom Desktop aus aufgerufen werden kann. Und da Surfer zweitens immer öfter von verschiedenen Geräten (PC, Notebook, Smartphone) aus ins Internet gehen, will es der Hersteller ausserdem ermöglichen, Lesezeichen, Passwörter und andere persönliche Daten mit sämtlichen Systemen zu synchronisieren. Ein weiterer wichtiger Punkt: Mit Firefox 4.0 soll jeder Tab in einen eigenen Prozess ausgelagert werden, was für mehr Stabilität sorgen und ein besseres Zusammenspiel mit Multicore-Systemen bringen soll. Nach derzeitigem Planungsstand kann man etwa ab Herbst 2010 mit Firefox 4 surfen.

Verschiedene Seiten auf einer Oberfläche

Man darf gespannt sein auf die Reaktionen der Konkurrenz, vor allem von Microsoft. Noch immer beherrscht der Redmonder Konzern mit dem Internet Explorer 67 Prozent des Browsermarktes. Apples Safari und Googles Chrome sind mit 4,4 respektive 3,5 Prozent weit abgeschlagen. Generell wird es der Browser der Zukunft laut Firefox-Direktor Mark Beltzer ermöglichen, Teile verschiedener Internetseiten auf einer Oberfläche anzuzeigen. «Das Web wird ein interaktiver Ort», so der Experte gegenüber dem Onlineportal Sueddeutsche.de.

(DerBund.ch/Newsnet)

Erstellt: 09.11.2009, 12:12 Uhr

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