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«Clark wurde plötzlich nach vorne geworfen»
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Tausende Kilometer trennten Bruce Kevin Clark in den letzten Minuten seines Lebens von seiner Frau, und doch war er ihr ganz nahe. Der Militärsanitäter starb in Afghanistan, während er sich in einem Video-Chat mit seiner Ehefrau Susan Orellana-Clark unterhielt. Die genauen Umstände des mysteriösen Todesfalls am 30. April sind bislang unklar.
Während des Gesprächs zeigte Clark keinerlei Anzeichen von Besorgnis oder Anspannung. «Clark wurde plötzlich nach vorne geworfen», hiess in einer Mitteilung der Familie. Seine Frau konnte jedoch, nachdem Clark zusammenklappte, ein Einschussloch hinter ihm erkennen. Zeugen, darunter auch Militärangehörige, die herbeieilten, um der Frau beizustehen, hätten dann bestätigt, dass es sich um ein Einschussloch handelte.
«Wir haben das Militär mit einer Untersuchung beauftragt, um herauszufinden, was mit Hauptmann Clark geschehen ist», sagte Bradley Taber-Thomas vom US-Verteidigungsministerium am Freitag. Wie das Pentagon mitteilte, starb Clark am vergangenen Montag, als er sich gerade mit seiner Frau über Skype unterhielt.
Verbindung bleibt über zwei Stunden aufrecht
Erst nach über zwei Stunden, in denen die Skype-Verbindung aufrecht blieb, und verzweifelten Telefonaten erschienen schliesslich zwei Soldaten im Bild und schienen den Puls von Clark zu ertasten. Sie teilten der Frau keine Einzelheiten zum Tod mit.
«Zum Zeitpunkt des Vorfalls hoffte die Familie noch auf Rettung und ein Wunder. Später erfuhren sie, dass das nicht eingetreten war», hiess es in der Mitteilung. «Obwohl die Umstände unvorstellbar waren, sind Bruce' Ehefrau und die weitere Familie für immer dankbar, dass er und seine Frau in seinen letzten Momenten zusammen waren.»
Der 43-Jährige diente im US-Heer als leitender Sanitäter. Er wuchs im US-Staat Michigan auf und lebte zuvor mit seiner Frau in deren Heimatstadt Spencerport, einem Vorort von Rochester. Clark trat 2006 in die Streitkräfte ein und war auf Hawaii und in El Paso stationiert. Im März begann seinen Einsatz in Afghanistan.
«Er war ein lustiger Kerl. Er hat immer Witze gemacht.»
Clark hinterlässt zwei Töchter im Alter von drei und neun Jahren. Sein Leichnam wurde am Donnerstag zurück in die USA geflogen, zum Luftwaffenstützpunkt Dover im US-Staat Delaware.
Vor seiner Zeit beim Militär arbeitete Clark vier Jahre im Highland Hospital in Rochester. «Er war ein lustiger Kerl. Er hat immer Witze gemacht und mich wegen meines (britischen) Akzents geneckt», sagte seine ehemalige Kollegin Ellie Villanueva.
Noch wenige Tage vor seinem Tod hatte sie mit Clark gesprochen und Pläne für einen anstehenden Besuch gemacht. Bevor er in dem Krankenhaus arbeitete, war Clark Rettungssanitäter. Später machte er eine Ausbildung zum Pfleger und plante, eine Zusatzausbildung zum Anästhesiepfleger zu absolvieren. «Er wollte immer an sich arbeiten und besser werden», sagte Villanueva.
«In Bruce' Gegenwart war es offensichtlich, dass er einem höheren Zweck diente», hiess es in einer Stellungnahme der Familie. «Er fühlte sich tief geehrt, seinem Land zu dienen. Er hat das höchste Opfer gebracht, um seinem Volk, seinen Kindern, seiner Familie, seiner Gemeinde und seiner Kirche zu dienen.» Während seines Militärdienstes wurde Clark mehrfach ausgezeichnet. (rek/dapd)
Erstellt: 07.05.2012, 17:58 Uhr
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