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Carol Bartz bekommt Millionenabfindung
Aktualisiert am 28.04.2012 9 Kommentare
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Die im September vergangenen Jahres geschasste Yahoo-Chefin Carol Bartz hat eine Abfindung von 3 Millionen Dollar in bar erhalten.
Überdies erhielt sie ihre nicht genommenen Urlaubstage ausgezahlt, was weitere 137'000 Dollar einbrachte. Die Summen gehen aus einer Börsenmitteilung vom Freitag hervor.
Die Trennung war lautstark über die Bühne gegangen. «These people fucked me over», hatte Bartz nach ihrem Rausschmiss gewettert, was übersetzt soviel bedeutet wie: «Diese Leute haben mich verarscht.»
Rauer Ton
Verwaltungsratschef Roy Bostock hatte ihr damals am Telefon das Kündigungsschreiben vorgelesen. Sie schleuderte ihm nach eigenem Bekunden entgegen: «Ich dachte, Du hättest mehr Klasse.»
Und der Ton bleibt rau. Der Verwaltungsrat habe Bartz als Firmenchefin «entfernt», um das Unternehmen voranzubringen, heisst es in der Börsenmitteilung wörtlich.
Keine Boni
Ihr wird angelastet, dass Yahoo (YHOO 26.58 0.23%) im einträglichen Werbegeschäft gegenüber Google oder Facebook zurückgefallen ist. Die Konsequenz: Anders als bei ihren Managementkollegen wurde weder Batz' Grundgehalt aufgestockt, noch erhielt sie einen Bonus wegen ihrer persönlichen Leistung.
Carol Bartz geht dennoch nicht arm nach Hause. Insgesamt verdiente sie im vergangenen Jahr annähernd 16,4 Millionen Dollar - ein kräftiger Sprung gegenüber den 11,9 Millionen Dollar im Jahr 2010.
Wie bei Spitzenmanagern üblich setzt sich das Gehaltspaket aus einer Vielzahl an Einzelposten zusammen. Das Grundgehalt macht dabei den kleinsten Teil aus. Wertvoll sind vor allem die Aktien- und Aktienoptionen.
(kle/sda)
Erstellt: 28.04.2012, 22:45 Uhr
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9 Kommentare
Solche Abgangsentschädigungen sind ein völliger Anachronismus in unserer Arbeitswelt. Da bekommt jemand Millionen nachgeschossen ohne dafür einen Finger zu krümmen, damit er das Unternehmen verlässt.
Wenigstens haben wir in der Schweiz mit dem parteilosen Thomas Minder eine glaubwürdige und fachkundige Person, die sich gegen solche schädliche Entwicklungen aktiv zur Wehr setzen.
Antworten
Und was fühlt sich da jeder normal angestellte? Verarscht. Seit Jahrzehnten verarscht. Es ist mir schleierhaft, wie es jemals so weit kommen konnte, dass es üblich ist, ab einer gewissen Gehaltsstufe auch Versagen zu belohnen und auch noch so zu tun, als sei dies gerechtfertigt. Und solche Leute reden dann noch von den Erfordernissen des Marktes und den Grundpfeilern des Wirtschaftens... Antworten
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