Apple lockert Richtlinien im App Store

Aktualisiert am 10.09.2010

Das IT-Unternehmen wurde für seine Zulassungspolitik im App Store immer wieder kritisiert. Jetzt erhalten die Programmierer mehr Spielraum.

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Immer wieder kritisiert: Apples Entscheide bei der Freigabe von Apps.

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Der App Store beschert Apple (AAPL 562.29 -0.54%) gutes Geld – für jedes verkaufte Miniprogramm kassiert das Unternehmen 30 Prozent der Einnahmen. Und das Geschäft rechnet sich auch für die Programmierer. Manch einer ist mit seiner App schon Millionär geworden. Mittlerweile befinden sich im App Store über 250'000 Miniprogramme.

Doch seit der Lancierung gerät Apple wegen seiner Zulassungspolitik immer wieder in die Kritik. Alleine der IT-Konzern entscheidet, welche Programme im digitalen Shop veröffentlicht werden. Dabei kam es immer wieder zu seltsamen Entscheiden, wie DerBund.ch/Newsnet mehrfach berichtete. Programmentwickler empfinden die Regeln für eine Aufnahme in den App Store bisher als undurchsichtig und willkürlich.

«Feedbacks zu Herzen genommen»

Mit der Ankündigung am Donnerstag, die Richtlinien für die Zulassung einer App in seinen App Store zu veröffentlichen, reagiert Apple nun auf die immer wieder aufflammende Kritik. «Wir haben unseren Entwicklern zugehört und uns einen grossen Teil ihres Feedbacks zu Herzen genommen», teilte Apple mit. Bereits in der Vergangenheit hat der Konzern nachgebessert. Auch Beschränkungen bei der Entwicklung von iOS Apps würden gelockert, teilte Apple mit. Bei der Entwicklung von Apps für iPhone, iPad und den iPod touch räumt man Programmierern mehr Freiheiten ein. Alle Einschränkungen zur Nutzung von externer Software für die Entwicklung von Apps würden gelockert, teilte das kalifornische Unternehmen mit. «Das sollte den Entwicklern die gewünschte Flexibilität geben, während wir die notwendige Sicherheit sicherstellen.»

Mit den alten Programmierrichtlinien hatte Apple den Entwicklern im April 2010 indirekt untersagt, Programmierumgebungen von Wettbewerbern wie Adobe (Flash) zu verwenden. Die Geschäftsbedingungen waren von der Entwicklerszene scharf kritisiert worden. (ah/dapd)

Erstellt: 10.09.2010, 11:11 Uhr

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