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So löschen Sie ihr Haus aus Google Street View

Von Reto Knobel. Aktualisiert am 18.08.2009 13 Kommentare

Nun fotografiert Google auch die Strassenzüge der Schweiz. DerBund.ch/Newsnet zeigt Ihnen, wie der Dienst funktioniert – und wie Sie unliebsame Bilder entfernen lassen können.

1/6 Google StreetViewCar2.jpg
Seit dem 19. März sind Google-Autos, die Aufnahmen für den Dienst Street View machen, auch in der Schweiz unterwegs.
Bild: Google

   

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Googles Street View

Seit Donnerstag sind sie auch in Schweizer Städten zu sehen: Die Google-Autos, die auf öffentlichen Plätzen und Strassen für Google Street View Fotos machen. Der Dienst ist eine Funktion innerhalb des Kartendiensts Google Maps.

Wer das Tool schon mal benutzt hat, kommt aus dem Staunen kaum heraus. Es ist, als ob man selber mit einer Videokamera durch die Strasse läuft. Google schiesst aus den Opel Astras mit einem 360-Grad-Rundumblick hochauflösende Fotos. Den Google-Kameras entgeht fast nichts.

Umfangreiche Abklärungen

Das ist aus der Sicht einiger Datenschützer nicht unproblematisch. Street View gibts bereits in den USA, Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien und insbesondere bei unserem nördlichen Nachbarn fragt man sich, inwieweit die Privatsphäre eines jeden Einzelnen angegriffen wird. «Wir nehmen diese Bedenken sehr ernst», sagt Google-Schweiz-Pressesprecher Matthias Meyer. «Wir sind darum schon seit längerem mit Schweizer Datenschützern im Gespräch.» Aber was unternimmt das Unternehmen konkret?

Erstens hält Meyer fest, dass die Google-Kameras ausschliesslich auf Strassen und öffentlichen Plätzen unterwegs sind. «Wir verhalten uns wie Touristen, die Fotos machen, und nachher online stellen. Unsere Anwälte haben die Legalität dieses Vorgehens bestätigt.»

Zweitens hat Google eine Technik entwickelt, welche Gesichter wie Autokennzeichen automatisch unkenntlich macht. Die sogenannte Face-Blurring-Technologie benutzt einen Computeralgorithmus, um heikle Bildinhalte in der Datenbank von Street View zu erkennen und unscharf zu machen.

Drittens kann man seine Bedenken beim Gebrauch des Dienstes direkt dem Unternehmen melden und Bildausschnitte löschen. Das funktioniert so:

  • 1. Auf der Seite maps.google.ch sehen Sie am linken oberen Bildrand ein oranges Männchen. Wenn Sie dieses Icon mit der Maus auf die Karte ziehen, sehen Sie blau eingefärbt die Regionen, wo Google Street View schon funktioniert.
  • 2. Lassen Sie das Männchen per Drag and Drop auf einen Ort fallen, zum Beispiel Strasbourg. Nun sehen Sie das Foto, welches Google an dieser Stelle gemacht hat.
  • 3. Klicken Sie auf «Bedenken melden» am linken unteren Bildrand.
  • 4. Hier findet der Nutzer ein Formular, mit welchem er fragwürdiges Bildmaterial melden kann. Nach der Prüfung der Meldung wird das Bild entfernt, verspricht das Unternehmen. Erfahrungen aus anderen Ländern zeigen laut Matthias Meyer indes, dass nur eine ganz kleine Minderheit ihr Haus aus Street View entfernen lässt. Grundsätzlich gehe es bei diesem Dienst weder um Personen noch Privathäuser, sondern ums visuelle Erleben einer Stadt, damit man sich zurechtfinde.

Die Bedenken des Datenschützers

Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte (EDÖB) Hanspeter Thür begrüsst die von Google angekündigten Massnahmen, welche den betroffenen Personen Anonymität garantieren sollen. Doch alle Bedenken sind offenbar nicht ausgeräumt: «Sollte es in Einzelfällen vorkommen, dass die Anonymisierung nicht ausreicht, legt der Eidgenössische Datenschutzbeauftrage Wert darauf, dass Google unverzüglich handelt und Anonymität herstellt», sagt EDÖB-Pressesprecher Kosmas Tsiraktsopoulos. «Hanspeter Thür wird die Entwicklung um Google Street View und insbesondere die Wirksamkeit dieser Massnahmen beobachten», so Tsiraktsopoulos. Wann der Dienst in der Schweiz startet, steht nach Auskunft von Google Schweiz noch nicht fest. (DerBund.ch/Newsnet)

Erstellt: 18.08.2009, 10:01 Uhr

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13 Kommentare

Walter Schmid

19.03.2009, 14:12 Uhr
Melden

Kann man prima verwenden, wenn man im Konfliktfall in einenn adnderen Staat einfallen will. Onlineplanung mit allen Hindernissen und strategischen Gebäuden. Ein Schritt weiter zum gläsernen Menschen. Antworten


Reto Rappers

19.03.2009, 15:00 Uhr
Melden

Mittlerweilen haben viele Webseiten Google-Analytics eingebaut (ein Javascript auf google-analytics.com). Wenn dieser Server ruckelt, ruckeln alle diese Webseiten mit. Passiert immer wieder mal. Wegen diesem Skript, das vom Google-Server geladen wird, hat man deshalb lange Wartezeiten, bevor die Seite lädt. Die Map-Tools von Google sind beeindruckend. Nur: alles hat seinen Preis. Gratis ist es NIE Antworten



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