Auch für Einbrecher eine Hilfe
Aktualisiert am 20.08.2009 1 Kommentar
Seit Dienstag können Internetbenutzer mit Hilfe von Street View virtuelle Spaziergänge durch Schweizer Städte unternehmen. Mit der neue Applikation von Google können Strassen abgefahren werden und mithilfe der Zoom-Funktion Details von Häusern wie Eingänge, Türen oder Fenster von zu Hause aus am Bildschirm unter die Lupe genommen werden.
Können Einbrecher dadurch ihre nächste Diebestour in Quartieren oder bei einzelnen Objekten besser planen? «Für mutmassliche Einbrecher ist es sicher eine weitere Möglichkeit, ihre Aktionen zu planen», sagt Ursula Stauffer, Sprecherin von der Berner Kantonspolizei. Es sei aber nicht davon auszugehen, dass es alleine dadurch zu einer Häufung von Einbrüchen kommen werde. Die meisten Objekte für Einbrüche würden im Vorfeld ohnehin auf irgendeine Weise erkundet. Zudem seien die Bilder auf Street View nur eine Momentaufnahme, betont Stauffer.
Polizei profitiert ebenfalls
Die neue Strassenansicht von Google kann für die Polizei auch eine Hilfe sein, wie ein Fall aus Holland zeigt. Dort hat Street View einen entscheidenden Hinweis bei Ermittlungen zu einem Überfall gegeben, berichtet der Nachrichtendienst Associated Press. Vor rund einem Jahr wurde im niederländischen Groningen ein 14-Jähriger auf offener Strasse von seinem Fahrrad gestossen und anschliessend ausgeraubt. Der Junge machte bei der Polizei sofort eine Anzeige – doch ohne Zeugen und Spuren war die Polizei ratlos.
Sechs Monate nach der Tat entdeckte der Jugendliche, als er sich ein paar Detailansichten seiner Stadt anschauen wollte, eine Aufnahme von sich und den mutmasslichen Tätern. Die Kamera von Google hatte den entscheidenden Moment kurz vor dem Überfall zufällig aufgenommen. Die holländische Polizei forderte das Originalbild an. Die Täter konnten dadurch anschliessend identifiziert werden.
Auch in den USA konnte die Polizei eine Entführung mit Hilfe von Street View aufklären. Die Polizei wurde alarmiert, weil eine Grossmutter ihre 9-jährige Enkeltochter entführt hatte. Bei ihrer Suche konnten die Beamten das Handy des Mädchens an einer Strassenkreuzung orten.
Da sich die Polizeibeamten in dieser Gegend nicht gut auskannten, nutzten sie Street View, um sich ein Bild von der Umgebung zu verschaffen. Dabei entdeckten sie ein Motel, wo sie die beiden vermuteten. Die lokale Polizei wurde eingeschaltet und das Kind wurde anschliessend befreit. (nb/BZ)
Erstellt: 20.08.2009, 09:04 Uhr
Kommentar schreiben
1 Kommentar
Die Strasse ist öffentlich ! Was soll denn diese lächerliche Geheimnistuerei z.B. um erkannte Gesichter, Nummer-Schilder ect. Nur diejenigen, die etwas zu verheimlichen haben, könnte es unangenehm sein . . . na, was soll`s ;-) «Street View» ist Teil unseres öffentlichen Lebens , ohne Maske, ohne Zensur und so soll es auch bleiben ! - A. Steiner Antworten
Digital
- 06:19Alle iPhone-Gerüchte in einem Video
- 25.05.2012Tim Cook will keine Dividende
- 25.05.2012Google löscht Millionen Einträge
- 25.05.2012Die «Sabotage»-Kinder
- 25.05.2012Facebook überrascht mit eigener Kamera-App
- 24.05.2012Mehr Handys als Zahnbürsten im Umlauf
Familie, Beruf und Studium
Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.
Remund führend in Werbetechnik
Kein Wunsch zu aufwendig, kein Format zu gross - Remund Werbetechnik löst jede Aufgabe mit modernster Technik.
Live @ Sunset
11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!





