Digital

«iPhone-Mörder» Google arbeitet an iPad-Konkurrenz

Von Reto Knobel. Aktualisiert am 03.02.2010 6 Kommentare

Zwischen den drei Internetriesen Apple, Google und Microsoft wird die Tonart schärfer: Microsoft lästert über den iPad und Google ist für Apple ein iPhone-Killer.

1/4 Video von Googles Tablet-Konzept

«iPhone-Mörder» Google arbeitet an iPad-Konkurrenz

   

Links

Artikel zum Thema

Stichworte

SwissquoteExklusiver Trading-Partner

[Alt-Text]

Eine Woche ist es her, dass Steve Jobs den iPad vorgestellt hat, das erste Apple-Tablet. Wie Bilder und Videos auf Dev.chromium.org, einer offiziellen Google-Seite, beweisen, arbeitet auch der Suchmaschinenriese aus Mountain View an einem solchen Computer.

Allerdings zeigen die Aufnahmen kein reales Produkt, sondern nur eine Designstudie namens Chromium, welche mit dem firmeneigenen Betriebssystem Chrome OS arbeiten soll. Dieses hatte Google (GOOG 591.53 -2.01%) im November des vergangenen Jahres vorgestellt.

Grösser und mit variabler Tastatur

Das Google-Gadget scheint grösser zu sein als das Konkurrenzprodukt von Apple. (AAPL 562.29 -0.54%) Interessant ist auch die Funktionsweise der (virtuellen) Tastatur, die an verschiedenen Orten auf dem Touchscreen auftaucht. Ob das Gerät tatsächlich realisiert wird und wann zu welchem Preis es auf den Markt kommt, ist noch offen.

Offene Fragen gibt es auch beim iPad. So soll die Minivariante ohne 3G zwar schon im März gekauft werden können, laut einem Bericht des renommierten Onlineportals «Wired» darf Apple aber in den USA noch keine Vorbestellungen entgegennehmen. Apples vieldiskutiertes Gadget habe von der Federal Communications Commission (der Zulassungsbehörde für Kommunikationsgeräte) noch nicht die nötigen Lizenzen bekommen – der iPad ist also zumindest in Übersee noch illegal.

Offene Fragen beim iPad

In Internetforen wird auch eine Woche nach der iPad-Präsentation über das Fehlen von Flash, dem Online-Multimedia-Format von Adobe, ( 31.6 0.19%) diskutiert. Apple und Adobe schieben sich bei dieser Frage gegenseitig den Schwarzen Peter zu: Adobe schreibt in seinem Blog, dass Apple aus undurchsichtigen Gründen iPad- und iPhone-Nutzern erhebliche Einschränkungen auferlege – drei Viertel aller Online-Videos könne man auf dem Apple-Tablet nicht abspielen. Apple-Chef Steve Jobs hingegen führt technische Mängel ins Feld: Adobe sei einer der häufigsten Gründe, warum Mac-Computer abstürzen. Ausserdem warf Jobs dem Softwareunternehmen vor, «faul» geworden zu sein.

Die Tonart verschärft sich

Auch Google bekam vom Apple-Mitgründer in den letzten Tagen sein Fett weg. In der Präsentation des Google-Handys Nexus One im Januar sieht er nichts anderes als den Versuch, «das iPhone umzubringen». Darum sei Googles Motto «Don't be evil» («Sei nicht böse») auch nur «Bullshit». Eine Antwort von Google steht noch aus.

Hingegen hat sich zum ersten Mal Microsoft (MSFT 29.06 -0.03%) zum iPad geäussert. Via den «Technologizer» liess Brandon Watson, Chef von Microsofts Produkt Management in der Entwicklungsgruppe, ausrichten, bei Microsoft könnten Entwickler im Gegensatz zu Apple ohne Einschränkungen programmieren. Entwickler könnten ihre Software für verschiedene Tablets programmieren, während der iPad ein geschlossenes System sei. (DerBund.ch/Newsnet)

Erstellt: 03.02.2010, 16:33 Uhr

6

Kommentar schreiben







 Ausland





Verbleibende Anzahl Zeichen:

Mit dem Absenden des Kommentars erklärt sich der Leser mit nachfolgenden Bedingungen einverstanden: Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt. Telefonische Auskünfte werden keine erteilt. Ihr Kommentar kann auch auf Google und anderen Suchseiten gefunden werden.

6 Kommentare

Ramon Paxus

03.02.2010, 16:06 Uhr
Melden

Interessant auch dies: Nachdem die US Versionen von Motorola Droid und Nexus One ohne Multitouch-Funktionen ausgeliefert wurden (wie oft vermutet, um Patentkonflikte mit Apple zu vermeiden), wurde nach dem 'verbalen Angriff' von Steve Jobs Multitouch auf Nexus One mit automatischem Firmwareupgrade (OTA) aktiviert. Die Fronten verschärfen sich zusehends, den Kunden freuts. Antworten


Kenemry Hasssan

03.02.2010, 17:23 Uhr
Melden

Den Kunden freuts wirklich....... solange Apple aber noch meilenweit vorraus ist, kauf ich halt noch Apple. Sobald dann mal das andere Zeugs auf Augenhöhe ist, werde ich wahrscheinlich wieder Apple kaufen :-) Antworten



Digital

Populär auf Facebook Privatsphäre


Remund führend in Werbetechnik

Kein Wunsch zu aufwendig, kein Format zu gross - Remund Werbetechnik löst jede Aufgabe mit modernster Technik.

Online-Wettbewerb

Jetzt mitmachen!: Gewinnen Sie einen Abend als Statist bei den Tellspielen Interlaken!

DIE AGENDA

Informieren Sie sich über aktuelle Kulturveranstaltungen in der Stadt und Umgebung.

Live @ Sunset

11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!