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XD statt HD: Die Bildschirm-Revolution hat begonnen

Von Reto Knobel. Aktualisiert am 27.10.2011 20 Kommentare

Retina war gestern: In Japan wird ein Display mit einer Auflösung von 2560 mal 1600 Pixeln präsentiert. Apple ist unter Zugzwang – und wird 2012 mit dem iPad 3 reagieren, so Hardware-Experte Sascha Pallenberg.

1/6 Zu viel versprochen? Steve Jobs bei der Vorstellung des iPhone 4 mit sogenanntem Retina-Display im Juni 2010.
Bild: AFP

   

iPad 3 im März?

Laut einem Bericht von «Cnet» beginnt die Produktion des iPad 3 im Januar 2012. Dem Techportal zufolge könnte das nächste Apple-Tablet dann im März mit einem kleineren Dock-Anschluss auf den Markt kommen.

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An der am 26. Oktober beginnenden Exhibition and Convention on Flat Panel Displays (FPD) in Yokohama stellt Toshiba (TOSH 3.718 -4.18%) laut Unternehmensangaben einen 15,5 Zentimeter grossen Bildschirm mit einer Auflösung von 2560 mal 1600 Pixel vor. Zum Vergleich: Full-HD entspricht einer Auflösung von 1920 mal 1080 Pixel.

Das LCD-Display kann 16,7 Millionen Farben darstellen und zeigt damit Fotos in Druckqualität an. Es soll primär auf Tablets zum Einsatz kommen.

Die Behauptung von Apple. (AAPL 562.29 -0.54%) ..

Pro Zoll liefert der Toshiba-Bildschirm 498 Pixel (ppi). Das hochgelobte Retina-Display des iPhone 4 und des iPhone 4S kommt auf 315 ppi, das iPad 2 auf einen Wert von 132. Toshiba zeigt die Unterschiede mit drei verschiedenen Bildern.

Ob das menschliche Auge den Unterschied zwischen 498 ppi und 315 ppi aber tatsächlich erkennen kann, ist umstritten: Apple behauptet, die Pixeldichte des Retina-Displays sei «so hoch (...), dass das menschliche Auge die einzelnen Pixel nicht mehr erkennen kann.»

...und der Widerspruch der Experten

Samsung ( 239.5 -2.17%) widerspricht dieser Behauptung allerdings vehement und verkauft die sogenannte Amoled-Technik als dem Retina-Display überlegene Erfindung. Auch Raymond Soneira von Displaymate Technologies widerspricht Apple: «Das iPhone-4-Display ist noch weit von einer Retina-Qualität entfernt.»

Der in Taiwan arbeitende Hardware-Experte Sascha Pallenberg von Netbooknews.com hält fest, dass Retina nicht gleich Retina bedeutet: «Das Display des iPhone 4 und dasjenige des iPod Touch 4G haben beide die gleiche Retina-Auflösung, aber das weitaus günstigere Display des iPod Touch zeigt schnell Farbverfälschungen bei ungünstigen Blickwinkeln.»

Was neben Pixeln noch zählt

Es sei wie bei Fotokameras: «Eine hohe Pixel-Zahl bedeutet noch lange nicht, dass die damit geschossenen Fotos auch erstklassig sind. Die Helligkeit, die Intensität der Farben, aber auch die Blickwinkel sind hier entscheidend.»

Dennoch geht das Pixelrennen weiter, ist Pallenberg überzeugt: Auf der Funkausstellung IFA entdeckte er ein Sharp-Display mit vierfacher (!) HD-Auflösung: «NHK, ein japanischer TV-Sender hat hier entsprechenden hochauflösenden Content erstellt –und das Ergebnis war einfach atemberaubend.» (Das Video finden Sie hier).

Laut Pallenberg zugetragenen Informationen wird Apple 2012 ein iPad 3 mit einer Displayauflösung von 2048 mal 1536 Pixel zeigen. «Diese Bildschirme sind einfach ein Trend – und die Industrie setzt ihn um.»

Beeindruckendes Samsung-Tablet

Cupertino ist in der Tat unter Zugzwang. Das Toshiba-Display wird zwar kaum innerhalb der nächsten zwölf Monate in Tablets zu finden sein, für das beste Tablet-Display ist aber bereits jetzt nicht Apple verantwortlich. Die mit Abstand beste Display-Qualität findet sich auf dem Samsung Galaxy Tab 7.7. Das findet auch Sascha Pallenberg: «Auflösung, Farbintensität, Ausleuchtung und Schwarzwert sind einfach beeindruckend.»

(DerBund.ch/Newsnet)

Erstellt: 25.10.2011, 11:29 Uhr

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20 Kommentare

Sandra Kaufmann

25.10.2011, 12:37 Uhr
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Das doofe Pixel-Gehabe erinnert mich an HiFi-Anlagen, die eine Frequenzbreite aufweisen, welche auch das gesündeste menschliche Ohr gar nicht mehr hören kann. Die neue Pixelmenge macht sich nur bei Bildschirmen bemerkbar, die mehr als ca. 150 cm Diagonale aufweisen. Alles andere ist vergebene Protzerei und sowieso anfangs viel zu teuer. Und weitere Geräte brauchts dazu... Antworten


Herbert Berger

25.10.2011, 12:49 Uhr
Melden 21 Empfehlung

Apple selber entwickelt ja die Displays nicht. Die werden u.a. von Samsung und Toshiba eingekauft. Apple wird über kurz oder lang dieses Schwanz-Längen-Vergleich-Duell eh verlieren. Denn die Konkurrenz ist sehr gross und obwohl Apple über sehr viel Geld verfügt, verfügt die Konkurrenz insgesamt über mehr und hat auch mehr Ressourcen. Antworten



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