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Reto Knobel
Ressortleiter Digital
Wen Steve Jobs wirklich fürchten muss
Aktualisiert am 25.11.2010 20 Kommentare
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Das kann wohl nur der Apple-Chef: Als Steve Jobs am Montag das Software-Update iOS 4.2 für iPhone und iPad vorstellte, erklärte er das Tablet sogleich zu einem «komplett neuen Produkt». Das iPad erreiche jetzt Standards, «die nur sehr wenige andere erreichen können», so der 55-Jährige in gewohnt überschwänglicher Manier.
Was Jobs mit solchen Übertreibungen bezweckt, ist offensichtlich. Er will den Konkurrenzunternehmen, die demnächst eigene Tablet-Computer auf den Markt bringen wollen oder dies bereits getan haben, schon jetzt den Wind aus den Segeln nehmen.
Mehr als ein Achtungserfolg
Ob es ihm gelingt, ist angesichts der Verkaufserfolge der bereits erhältlichen iPad-Alternativen und der Flut von Tablet-Ankündigungen für 2011 fraglich. Samsungs (SMSD 320.15 -0.57%) Galaxy Tab etwa hat sich laut der Zeitung «Korea Herald» innert vier Wochen bereits 600'000-mal verkauft.
Zum Vergleich: Weltweit wurden seit dem Verkaufsstart im April etwa sieben Millionen Apple-Tablets abgesetzt, in den ersten acht Wochen waren es zwei Millionen iPads. Cupertinos Absatzzahlen bleiben also unerreicht. Dennoch werten Marktbeobachter Samsungs Tabletanstrengungen als Erfolg, da der Hersteller anfangs umgerechnet 1060 Franken für das nur 7-Zoll grosse Gadget verlangte. Bis Weihnachten, so die meisten Schätzungen, werden eine Million Galaxy Tabs verkauft worden sein.
Überhaupt scheint Jobs aus Asien ein heftiger Wind ins Gesicht zu blasen:
- Wie Acer-Chef Gianfranco Lanci am Dienstag in New York angekündigt hat, lanciert sein Unternehmen 2011 drei unterschiedlich grosse Tablets mit dem Google-Betriebssystem Android sowie einen Notebook-Tablet-Hybrid mit zwei Bildschirmen (siehe Bildstrecke).
- Der chinesische IT-Multi Lenovo hat ein Tablet für 2011 angekündigt.
- Der taiwanesische Konzern Asus hat soeben das Eee Note präsentiert, ein Gerät, welches allerdings eher als E-Book-Reader denn als vollwertiges Tablet verstanden werden muss.
- Schliesslich darf sich seit kurzem auch das südkoreanische Handyunternehmen LG «iPad-Konkurrent» nennen. Mit an Bord: Microsoft – das LG-Tablet mit dem etwas unglücklichen Namen E-Note H1000B ist mit dem Betriebssystem Windows 7 ausgerüstet.
Ob die Hersteller von iPad-Alternativen langfristig gegen Apple (AAPL 445.15 0.68%) eine Chance haben, hängt vor allem von ihrer Preispolitik ab. Bei vergleichbaren Preisen, so Marktexperten, greift der Konsument nach Apple-Gadgets. Produzent RIM will darum sein Tablet namens Playbook nächstes Jahr für unter 500 Dollar verkaufen und auch Samsung hat das Galaxy Tab mittlerweile massiv verbilligt (von etwa 1000 auf 600 Dollar). (DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 25.11.2010, 07:58 Uhr
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20 Kommentare
Na ja, das Galaxy Tablet wird sogar von den grössten "Nerds" als noch nicht ausgereift bezeichnet. Denke, dass die 600k wahrscheinlich nicht mehr gross in die Höhe gehen werden. Vielleicht noch eine Mio. bis zu Weihnachten, aber das wars dann. Dann kommen iPad 2, Blackbook von RIM, Android 3, etc. Dann wird das Galaxy Tab schnell zu einem "Fuck, wieso hab ich 1000 Stutz für das ausgegeben"-Produkt Antworten
Ich war 2 Wochen in den Staaten. Dabei war ich lange in einem Best Buy und hab die Tablets ausprobiert. Fail, big Fail. Auch andere Leute die das Samsung ausporbiert haben waren entäuscht. In der ganzen Zeit hab ich niemanden gesehen, welcher ein Galaxy Tab gekauft hat. Aber 10, die einen iPad in der Hand hatten an der Kasse. Gleiches übrigens für WIndows 7 Phone. Keines ging über den Ladentisch. Antworten
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