Warum aus dem Kindle kein iPad-Konkurrent wird

Aktualisiert am 02.06.2010

Gerüchteweise verkauft der Onlinehändler noch diesen Sommer eine schlankere Kindle-Version. Ungeachtet des Erfolgs des iPads von Apple plant das Unternehmen im Moment aber keine Version seines E-Readers mit Farb-Display.

Amazon-Chef Jeff Bezos: Der Bildschirm des Kindle bleibt noch eine Weile schwarzweiss.

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Bild: Keystone

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Amazon ( 212.89 -1.09%) könnte noch diesen Sommer eine schlankere Version des E-Book-Readers Kindle auf den Markt bringen, spekulieren verschiedene amerikanische IT-Portale. Der neue Kindle soll ausserdem mit einer besseren Performance beim Umblättern von Seiten und einer höheren Darstellungsqualität des Bildschirms punkten.

Vorerst kein Farbdisplay

Ungeachtet des Erfolgs des iPads von Apple – bereits gingen zwei Millionen Geräte über den Ladentisch – plant Amazon aber im Moment noch keine Version seines E-Readers mit Farb-Display. Ein Farb-Bildschirm für den «E-Papier»-Bildschirm des Kindle sei eine grosse technische Herausforderung, erklärte Amazon-Chef Jeff Bezos. Derzeit sei an die Serienproduktion eines solchen Farb-Bildschirms noch nicht zu denken.

Tablet-PCs wie das iPad von Apple nutzen LCD-Displays, wie sie zum Beispiel auch in Notebooks benutzt werden. Bei Sonnenlicht sind sie eventuell nur schwer zu lesen, zudem verbrauchen sie im Vergleich zum elektronischen Papier (E-Papier) relativ viel Strom. Beim E-Papier wird versucht, die Eigenschaften von normalem Papier zu erzielen. Texte sind zum Beispiel aus jedem Blickwinkel gut zu lesen.

Software mit Googles Betriebssystem Android

Amazon will noch in diesem Sommer eine Version seiner E-Book-Software Kindle für Mobilgeräte mit Googles Betriebssystem Android herausbringen. Ähnliche Programme gibt es auch schon Apples iPhone und iPad und die Blackberrys von Research In Motion.

Mit der Software können elektronische Bücher gelesen werden, die in Amazons Kindle Online-Shop gekauft wurden. Wie auch die anderen Versionen der Kindle-Software verfolgt das Programm, an welcher Stelle eines Buchs der Leser gerade ist. Das heisst, man kann auf dem Android-Smartphone anfangen zu lesen und liesst dann an der gleichen Stelle im Kindle-Reader oder einem andere Gerät mit Kindle-Software weiter. (rek/ddp)

Erstellt: 02.06.2010, 12:06 Uhr

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