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US-Wettbewerbshüter verklagen Apple

Aktualisiert am 12.04.2012

Die US-Regierung hat eine Kartellklage gegen Apple und mehrere Verlage eingereicht. Die Behörden werfen ihnen vor, mit Absprachen die Preise für E-Books in die Höhe getrieben zu haben.

Nimmt Apple und Verlage ins Fadenkreuz: US-Justizminister Eric Holder.

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Bild: Keystone

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Apple (AAPL 439.66 -0.74%) gerät ins Fadenkreuz der US-Behörden. Die Kartellfahnder verfolgen den Computerriesen und eine Gruppe von Verlagen wegen des Vorwurfs illegaler Preisabsprachen, wie aus einem am Mittwoch veröffentlichten Justizdokument aus New York hervorgeht.

Dem Ministerium zufolge richteten sich die Absprachen vor allem gegen die Preispolitik des Onlinehändlers Amazon. Als Konsequenz hätten die Verbraucher für E-Bücher «Dutzende Millionen Dollar zusätzlich» zahlen müssen.

Amazons Handlungsspielraum eingeschränkt

Den eingereichten Dokumenten zufolge wird den Unternehmen «Verschwörung zur Begrenzung» des Preiswettbewerbs vorgeworfen. Dadurch sei es Amazon erschwert worden, E-Bücher verbilligt anzubieten. Vor dem Verkaufsstart des iPad von Apple hatte Amazon, Anbieter des E-Book-Readers Kindle, die elektronischen Ausgaben vieler Bestseller für den Preis von 9.99 Dollar verkauft.

Mit dem Erscheinen des iPad setzte Apple ein neues Preissystem für E-Bücher durch, bei dem die Verlage die Preise festsetzen und Apple 30 Prozent des Buchpreises einbehält. In der Folge stiegen die Preise für E-Bücher. Amazon musste daraufhin die Konditionen mit den Verlegern neu aushandeln.

EU leitete bereits im Dezember ein Verfahren ein

Das «Wall Street Journal» hatte im vergangenen Monat berichtet, das US-Justizministerium ermittle gegen Apple und fünf Verlagshäuser: Simon & Schuster (USA), Harper Collins (USA), Penguin (Grossbritannien) und Hachette Livre aus Frankreich. Der Zeitung zufolge bemühten sich Simon & Schuster, Harper Collins und Hachette um eine Einigung mit den Behörden.

Die europäischen Wettbewerbshüter hatten bereits im Dezember ein Kartellverfahren gegen Apple und die Verlage oder ihre Mutterhäuser eingeleitet. Die Kommission werde «in erster Linie untersuchen, ob die Verlage und Apple rechtswidrige Vereinbarungen geschlossen oder durch andere Verhaltensweisen Wettbewerbsbeschränkungen» in Europa «bezweckt oder bewirkt haben», hiess es damals in Brüssel. (sda)

Erstellt: 12.04.2012, 09:01 Uhr

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