Schweizer Supercomputer ist der schnellste in Europa

Nur zwei Chinesen sind leistungsstärker als «Piz Daint». Was der Schweizer Rechner kann.

Leistung von 19,6 PetaFLOPS: Der «Piz Daint» in Lugano.

Leistung von 19,6 PetaFLOPS: Der «Piz Daint» in Lugano. Bild: ETH Zürich

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Der Supercomputer «Piz Daint» am Nationalen Rechenzentrum (CSCS) in Lugano ist der leistungsstärkste ausserhalb Asiens. Das zeigt die neue «Top 500»-Liste der weltweit schnellsten Superrechner, die zum Auftakt der International Supercomputer Conference in Frankfurt veröffentlicht wurde.

Den Titel als leistungsstärkster Supercomputer Europas konnte «Piz Daint» bereits seit Ende 2013 sein eigen nennen. Durch einen umfassenden Hardware-Ausbau Ende letzten Jahres konnte seine Leistung noch einmal mehr als verdreifacht werden, wie die ETH Zürich am Montag mitteilte.

China behauptet sich an der Spitze

Nun rangiert der Superrechner mit einer Leistung von 19,6 PetaFLOPS auf Platz 3 der Weltrangliste und ist damit der schnellste ausserhalb Chinas. Seine theoretische Spitzenleistung liege sogar bei 25,3 PetaFLOPS, schrieb die ETH. FLOPS steht für Floating Point Operations Per Second also Gleitkommaoperationen pro Sekunde. PetaFLOPS sind somit Billiarden Gleitkommaoperationen pro Sekunde.

China behauptet sich wie schon in den Vorjahren an der Spitze der Rangliste: Mit einer Rechenleistung von 93 PetaFLOPS lässt die Anlage «Sunway TaihuLight» im Supercomputer Center in Wuxi seine Verfolger weit hinter sich. Auch den zweiten Platz sichert sich China. Tianhe-2 (Milchstrasse), ein System in Guangzho, war mit einer Rechenleistung von 33,9 PetaFLOPS drei Jahre lang die Nummer eins.

USA verdrängt

Erstmals seit 1996 nehmen die USA damit keinen der ersten drei Plätze mehr ein. Ein einziges Mal in der 24-jährigen Geschichte der Liste hatten 1996 drei japanische Systeme die ersten drei Plätze besetzt.

Supercomputer spielen für die Forschung eine wichtige Rolle, von Simulationen, über Datenanalysen bis zu Visualisierungen. Erst kürzlich berichteten Forscher der Universität Zürich, mithilfe von «Piz Daint» die bisher aufwendigste Simulation des Kosmos erschaffen zu haben. (woz/sda)

Erstellt: 19.06.2017, 13:04 Uhr

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