Microsofts iPad-Konkurrenz kommt wohl zu spät
Von Reto Knobel. Aktualisiert am 09.03.2010
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Engadget hat neue Bilder und Videos von Microsofts (MSFT 30.67 0.57%) Tablet publiziert. Die Informationen wurden dem amerikanischen Technikblog aller Wahrscheinlichkeit nach von Microsoft selber zugespielt, spricht Engadget doch von einer «extrem vertrauenswürdigen» Quelle.
Das Tablet namens Courier ist gemäss diesen neuen Informationen wie ein Buch zu handhaben. Nicht nur hat es etwa Taschenbuchgrösse, es kann auch in der Mitte zusammengeklappt werden und soll etwa 2,5 Zentimeter dick sein. Ein einzelner Bildschirm verfügt über eine Diagonale von 12,7 Zentimetern.
Mit eingebauter Kamera
Microsoft Schweiz wollte zu Courier nicht Stellung nehmen, darum ist über die technischen Details wenig bekant. Engadget.com will aber in Erfahrung gebracht haben, dass Redmond den Tegra-2-Chip von Nvidia in die Hardware verbaut hat und auf das gleiche Betriebssystem wie der Zune HD setzt. Auch eine Kamera und ein Kopfhöreranschluss sind offenbar dabei. Laut Engadget kann man mit dem als digitales Notizbuch konzipierten Gerät alle Notizen automatisch in einem «blogartigen Format» im Internet publizieren.
Bereits im Vormonat stellte Microsoft-Chef Steve Ballmer einen Tablet-Prototypen vor. Damals wurde noch gerätselt, ob es dem Unternehmen gelingen könnte, Apple zuvorzukommen. Diese Hoffnungen der Redmond-Anhänger haben sich mittlerweile zerstreut. Anfang März hat Apple bekannt gegeben, dass der iPad (in einer abgespeckten, WLAN-fähigen Version) am 3. April zu kaufen sein wird, allerdings nur in den USA. In der Schweiz wird er Ende April erhältlich sein.
Microsoft zu spät?
Amerikanischen Medienberichten zufolge kommt die Courier-Hardware wohl nicht vor dem Weihnachtsgeschäft auf den Markt. Dannzumal wird wohl auch das Google-Tablet erschienen sein, das der amerikanische Internetriese zusammen mit dem taiwanesischen Hersteller HTC produziert.
Laut einer neuen Analyse des Marktforschungsunternehmen Gartner werden allein dieses Jahr weltweit insgesamt 10,5 Millionen Tablets verkauft. Gemäss Gartner-Analyst George Schiffler «werden mobile Computer 90 Prozent des Computerwachstums der kommenden drei Jahre ausmachen». Für Gartner haben Desktop-PC-Hersteller die besten Zeiten hinter sich. Das Unternehmen zweifelt, ob es Microsoft schaffen kann, den Sprung auf den Tablet-Zug zu schaffen. (DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 09.03.2010, 15:42 Uhr





