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Kleine Konsole mit grosser Grafik

Von Christoph Kummer. Aktualisiert am 20.02.2012 1 Kommentar

Mit der Playstation Vita möchte Sony das Gamen für unterwegs revolutionieren. Das System überzeugt mit sensationeller Grafik und grossem Spielangebot. Doch das Gerät hat auch Nachteile.

Eine freudige Sache: Die Grafik der neuen Handheld-Konsole PS Vita überzeugt und sorgt für grossen Spielspass.

Eine freudige Sache: Die Grafik der neuen Handheld-Konsole PS Vita überzeugt und sorgt für grossen Spielspass.
Bild: Keystone

Playstation Vita

Die PS Vita (ca. Fr. 299.–) ist ab 22. Februar im Handel erhältlich.

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Das kleine schwarze Objekt, das aussieht wie ein Playstation-Controller mit eingebautem Bildschirm, fasziniert einfach. Und nicht nur Videospielfans werden davon in den Bann gezogen. Lässt man es auch nur für kurze Zeit aus den Augen, dann nimmt es garantiert jemand anders in die Hände und gibt es so schnell nicht wieder her.

Das rund 18 Zentimeter breite und 2 Zentimeter schmale Gerät heisst Playstation Vita und ist die neuste Handheld-Spielkonsole auf dem Markt. Doch das Gerät von Sony (SNE 15.751 0.08%) ist mehr als nur ein Spielzeug. Mit ihm kann man im Internet surfen, Fotos machen und Musik herunterladen.

Kurze Ladezeiten

Faszinierend für Gamer ist in erster Linie die prächtige Grafik. Die Optik des Abenteuerspiels Uncharted Golden Abyss, in dem man einen Schatzjäger durch Dschungellandschaften steuert, bewegt sich auf dem Niveau des Playstation-3-Ablegers Uncharted 3. Die Feuer- und Wassereffekte sind atemberaubend realistisch und die Ladezeiten erstaunlich kurz. Der rund 12 Zentimeter breite Bildschirm kann 960 mal 544 Pixel und 16 Millionen Farben darstellen.

Die Konsole bietet sämtliche Tasten wie ein PS3-Controller, aber vieles wird durch Touchscreen gesteuert. Bei Uncharted kann der Spieler mit dem Finger den Abenteurer auf einer halsbrecherischen Tour durch Felswände dirigieren. Wer einen verstaubten Gegenstand findet, muss den Screen schrubben, um die Gravur freizulegen. Und wenn der Held beim Balancieren über glitschige Baumstämme ins Straucheln gerät, muss man die PS Vita blitzschnell hin und her drehen.

Grosse Auswahl

Das Spieleangebot zum Start ist eindrücklich. Neben Uncharted Golden Abyss sind bereits 20 andere Titel erhältlich, darunter Fifa, Wipeout oder Rayman. Das Spiel Reality Fighters demonstriert ein weiteres interessantes Feature der PS Vita namens Augmented Reality («erweiterte Realität»). Die eingebaute Kamera filmt die Umgebung, in der sich der Spieler befindet – etwa den Küchentisch. Danach werden die Figuren platziert. Wenn man nun die Konsole verschiebt, bleiben die Kämpfer am selben Ort, so dass der Eindruck entsteht, als würden sie sich zwischen Kaffeetassen und Joghurts verkloppen. Nennenswert ist auch der zweite Touchscreen auf der Rückseite der PS Vita, der beispielsweise im Game Little Deviants dazu dient, eine Landschaft zu wölben, um eine Kugel an ihr Ziel zu bringen.

Teurer Spass

Doch die PS Vita hat auch Mängel. Der Screen spiegelt stark, sodass es fast nicht möglich ist, bei Tageslicht draussen zu spielen. Weiterer Kritikpunkt ist der Preis: Die PS Vita ist mit 299 Franken teurer als alle anderen aktuellen Handheld-Konsolen, sogar teurer als die grossen Spielkonsolen PS3 und X-Box 360. Schwachpunkte sind zudem der fehlende USB-Eingang und der Umstand, dass nur spezielle Speicherkarten verwendet werden können. Einmal schnell die Fotos von einer Digitalkamera auf die Vita laden ist also nicht möglich. Störend während des Tests waren auch die langen Ladezeiten bei aufwendigen Websites.

Somit ist die PS Vita ein Gerät, das nicht wirklich für alle geeignet ist, sondern auf Gamer abzielt. Ob dies gut oder schlecht ist, sei dahingestellt, doch Potenzial verschenkt Sony dadurch allemal. Wer aber schon lange von einer Handheld-Konsole geträumt hat, die es wirklich mit den Grossen aufnehmen kann, sollte die PS Vita unter die Lupe nehmen. (Berner Zeitung)

Erstellt: 21.02.2012, 07:08 Uhr

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1 Kommentar

Regula Werren

21.02.2012, 07:49 Uhr
Melden 1 Empfehlung 0

Aha, eine Spielekonsole, die auf Gamer abzielt. Wirklich bahnbrechend, diese Erkenntnis... Antworten



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