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Eine Handvoll Tablet mit Potenzial

Von Roger Zedi. Aktualisiert am 30.05.2011 4 Kommentare

Der taiwanische Hersteller HTC legt mit dem Flyer einen kleinen iPad-Konkurrenten mitsamt Eingabestift vor.

Deutlich grösse als ein Smartphone, deutlich kleiner als ein Tablet-PC: Mit dem Stift des HTC Flyer kann man zeichnen, markieren oder notieren.

Deutlich grösse als ein Smartphone, deutlich kleiner als ein Tablet-PC: Mit dem Stift des HTC Flyer kann man zeichnen, markieren oder notieren.
Bild: PD

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Die Android-Tablets scheinen derzeit wie Pilze aus dem Boden zu schiessen. Nun liegt auch vom taiwanischen Hersteller HTC, der sich mit seinen Smartphones einen respektablen Namen gemacht hat, eines vor: das HTC Flyer. Mit seinem 7-Zoll-Bildschirm ist es deutlich grösser als ein Smartphone und ebenso deutlich kleiner als das iPad oder das Motorola Xoom. Seine handliche Grösse entspricht ungefähr jener des E?Book-Readers Kindle oder des Samsung Galaxy Tabs, das schon seit Monaten auf dem Markt ist.

Zweckentfremdetes Telefon-OS

Mit jenem Gerät gemeinsam hat das Flyer-Tablet auch den Umstand, dass nicht die neuste Version des Betriebssystems Android darauf läuft. Mit der «Gingerbread» genannten Version kommt ein auf Smartphones optimiertes OS zum Einsatz. HTC fängt dies ein Stück weit mit einer eigens entwickelten – und ansprechenden – Oberfläche sowie Apps (u. a. für E-Mails, Notizen, Social Media etc.) auf. Allen anderen Apps merkt und sieht man allerdings an, dass sie nicht für ein Tablet entwickelt wurden.

Die Taiwaner beabsichtigen, so bald als möglich ein Upgrade auf Android-Honeycomb bereitzustellen. Wann das so weit sein wird, hängt auch vom Android-Entwickler Google ab – der sich wiederum zurückhaltend gibt, die für Tablets optimierte Version, die beispielsweise auf dem Motorola Xoom läuft, allen Herstellern für alle Geräte zur Verfügung zu stellen.

Keine Handschrifterkennung

Als einziges aktuelles Tablet verfügt das Flyer nebst der gewohnten Bedienung per Finger zusätzlich über einen Eingabestift. Das wirkt im Jahr 2011 reichlich anachronistisch, doch dieser Stift kann einiges mehr als seine Vorfahren aus den Neunzigern. Mit ihm lassen sich zum Beispiel bunte Notizen auf den Bildschirm schreiben (und zwar in allen Apps) oder Zeichnungen erstellen, selbst radieren kann der Stift. Das ist eine nette Sache, doch ob HTC damit der Konkurrenz wirklich einen entscheidenden Schritt voraus ist, ist mehr als zweifelhaft. Eine Handschrifterkennung fehlt zudem.

Für das HTC Flyer sprechen vor allem der gute Bildschirm, sein Gewicht von 420 Gramm, das man mit einer Hand halten mag (etwa, um E-Books zu lesen), zwei brauchbare Kameras und das schön verarbeitete Aluminiumgehäuse.Ein vollwertiges Tablet stellt es jedoch gerade seiner Zwischengrösse wegen für viele Nutzer nicht dar. Immerhin darf man auf das besagte Android-Upgrade hoffen, mit dem es an Attraktivität gewinnen wird.

HTC Flyer, Android-Tablet mit Eingabestift, 7-Zoll-Bildschirm, WLAN und 3G, 16 oder 32 GB Speicher, 2 Kameras. Ab 689 Franken u. a. bei www.digitec.ch. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 30.05.2011, 10:30 Uhr

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4 Kommentare

Urs Brunner

30.05.2011, 10:59 Uhr
Melden 5 Empfehlung

Würd ich kaufen - wenn es denn sicher wäre, dass das Update kommt. Aber so lange Google die Spezifikationen für Tablets nicht genau definiert, kann HTC das gar nicht versprechen. Und dass die Updates immer über den Hersteller laufen müssen ist auch ein Unding, da kommt doch nach einem Jahr nichts mehr, ausser man kauft was neues. Klingt alles noch sehr unausgereift... Antworten


Peter Wyss

30.05.2011, 17:02 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Zu gross für ein Smartphone und zu klein für ein Tablet. Was soll man also damit? Für mich völlig nutzlos.
Der Preis ist ausserdem auch nicht gerade ein Kaufargument.
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