Diese Apps gehören auf jedes Tablet

Wer ein iPad, Nexus 7 oder Ativ Tab geschenkt bekommt, vergrössert seine Freude mit diesen Miniprogrammen.

Best of Tablet-Apps: TuneIn, Evernote, Flipboard, Snapseed, Kindle, Dropbox, Instacast 3, Adobe Reader.

Best of Tablet-Apps: TuneIn, Evernote, Flipboard, Snapseed, Kindle, Dropbox, Instacast 3, Adobe Reader. Bild: TA

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Musik und Webradio: Sound à la carte

TuneIn Radio (iOS, Android und Windows RT) hat sich zu einer vielseitigen App für Webradio gemausert. Sie stellt einen riesigen Katalog an Sendern bereit. Dieser ist thematisch sortiert. Die Sender aus der näheren Umgebung sind dabei unter «Lokales Radio» vorzufinden. Es ist möglich, Lieblingssender zu speichern und in jeweils eigenen Kategorien abzulegen. Falls man ein Benutzerkonto hinterlegt, werden die Favoriten zwischen allen TuneIn-Installationen abgeglichen.

Mit der Pro-Version lassen sich Programme aufzeichnen, und es ist TimeShift möglich: das Pausieren und Zurückspulen einer laufenden Sendung. Es gibt ausserdem eine Weckfunktion und die Möglichkeit, Aufnahmen zu programmieren. Die Pro-Version ist bei iOS für 1 Franken erhältlich, eine Version mit etwas geringerem Funktionsumfang gibt es kostenlos.

Für Streaming-Musik existiert ausserdem die Spotify -App (iOS, Android, gratis). Wer Musik bei Amazon (AMZN 287.06 -8.34%) kauft, kann diese über die Amazon MP3-App (iOS, Android) auf dem Tablet hören und bei Android auch herunterladen und in die auf dem Gerät gespeicherte Musikkollektion integrieren. Soundhound (iOS, Android, gratis) und Shazam (iOS, Android, Windows 8 RT, gratis) sind die beiden populären Apps zur Identifizierung von Songs, die in Bars und Discos oder als Soundtrack im Fernsehen gespielt werden. (schü.)


Notizen: Gedankenstützen

Sich den Namen eines guten Weins merken. Einen kreativen Gedanken festhalten. Die benötigte Art von Glühbirne abfotografieren, damit man im Laden die richtige kauft: All das und noch viel mehr erledigt man bestens mit einer digitalen Notiz. Zeitgemässe Notizbücher stehen ihren Anwendern sowohl auf dem heimischen Computer wie auf seinen mobilen Geräten zu Verfügung – und halten sich ohne sein Zutun und via Cloud stets synchron.

Eine der beliebtesten Anwendungen, die all dies bewerkstelligen, ist Evernote (iOS, Android, Windows 8 RT, gratis). Sie bietet nicht nur einen grossen Funktionsumfang, sondern kann quer über diverse Plattformen verwendet werden. Notizen lassen sich verschlagworten, thematisch gruppieren (in Notizbüchern) und je nach Bedarf geheim halten oder mit anderen Anwendern teilen. Ausserdem merkt sich die App, wo man eine Notiz erfasst hat, sodass man später unter anderem auf einer Karte danach suchen kann. Web-Links lassen sich damit ebenfalls verwalten.

Das iPad enthält die etwas einfachere Notizen-App namens Notizen (iOS, gratis), die sich via iCloud mit allen AppleGeräten synchron hält. (rcz)


News: Hübsche Nachrichten

Häufig werden Tablets frühmorgens oder spätabends im Bett verwendet, um einen ersten respektive letzten Blick auf die Nachrichten des Tages zu werfen. Nebst den populären klassischen Medien, die mit eigenen iPad-Apps vertreten sind, lassen sich auf dem Tablet News aus diversen Quellen bequem in einer App zusammenfassen. Der am schönsten gestaltete News-Sammler ist und bleibt Flipboard (iOS, Android, gratis). Die App stellt RSS-Feeds in einem übersichtlichen, leicht verständlichen und an ein Magazin angelehnten Layout dar. Mit Flipboard zapft man ausserdem auch direkt seinen persönlichen Facebook- und Twitter-Feed an, beide sehen so ansprechender aus als in den jeweiligen Original-Apps. Selbstverständlich lassen sich die News auch in den sozialen Netzwerken teilen.

Als Alternativen zu Flipboard kommen Reeder (iOS, gratis) oder Google Currents (iOS, Android, gratis) infrage. Ersterer ist ein klassischer RSS-Reader ohne Magazinlayout, der in der Schweiz entwickelt wird und weltweit viel Lob erntet. Letztere ist Googles direkte Antwort auf Flipboard, die jedoch nicht ganz ans Original herankommt. In jüngster Zeit macht ausserdem Prismatic (es gibt erst eine iPhone-Version, gratis) von sich reden. Deren Empfehlungsmechanismus für relevante Nachrichtenthemen gilt als einer der besten, die es derzeit gibt. (rcz)


Bildbearbeitung: Fotos, die knallen

Im September 2012 hat Google das deutsche Softwareunternehmen Nik Software gekauft – dem Vernehmen nach vor allem wegen der Snapseed-App. Snapseed (iOS, Android, gratis) bietet die besten Bildbearbeitungsfunktionen weit und breit. Ob automatische Bildkorrektur, Spezialeffekte à la Instagram oder subtile manuelle Bildeingriffe – nicht nur die Resultate überzeugen, sondern auch die einfache Handhabe.

Stark ist Snapseed beim Bearbeiten einzelner Bildbereiche. Es reicht, diese über einen Markierungspunkt grob zu markieren und dann die gewünschte Operation – Kontrast, Schärfe, Farbe oder Struktur – auszuführen.

Nur fürs iPad existiert iPhoto (iOS, 5 Franken), Apples BildbearbeitungsApp, die im Funktionsumfang sogar über das Desktop-Vorbild hinausgeht. Die App hilft nicht nur beim Aufpeppen der Bilder, sondern auch bei der Verwaltung. Arbeitsschritte, die man bei einer Aufnahme vorgenommen hat, lassen sich auf weitere Bilder übertragen. Dem klassischen Ansatz ist Photoshop Touch (iOS, Android, 10 Franken) verpflichtet. Diese App arbeitet fast so, wie man es am grossen Computer gewohnt ist. (schü.)


E-Books: Die mobile Bibliothek

Die Kindle-App (iOS, Android und Windows 8, gratis) eröffnet Zugang zu elektronischen Büchern, die über die Plattform des Internethändlers Amazon zu kaufen sind. Die App stellt den Zugang zur eigenen Bibliothek bereit, erlaubt den Download der Bücher aufs Gerät und synchronisiert die Leseposition, Kommentare und Markierungen zwischen allen Geräten. Zur angenehmeren Gestaltung des Textes wählt man Schriftgrösse, Schriftart und die Farbe des Hintergrundes (Weiss, Sepia oder Schwarz) wunschgemäss.

Als Besonderheit hebt die Kindle-App populäre Stellen hervor. Das sind Passagen, die von vielen anderen Lesern markiert wurden. Wenn das stört, schaltet man es in den Einstellungen ab.

Als Kindle-Benutzer erhält man zudem eine E-Mail-Adresse. Sie ist auf der Amazon-Website im Benutzerkonto bei «Kindle-Account» ersichtlich. PDFs und Textdateien, die man an die Adresse sendet, tauchen automatisch auf dem Tablet auf.

Nur für iOS existiert iBooks (gratis). Diese App mit Shop zeichnet sich durch die multimedialen Bücher aus, die mit Videos, Fotogalerien und 3-D-Animationen angereichert sind und mit dem kostenlosen Programm iBooks Author erstellt werden.

Goodreads (iOS, Android, gratis) ist eine englischsprachige Literaturverwaltung mit grosser Community, in der man viele Lesetipps entdeckt. (schü.)


Dateien: Via Cloud aufs Tablet

Die Zeiten, in denen man seine Gadgets noch mit allerlei Kabeln zusammenstöpseln musste, um Dateien vom einen zum anderen zu transferieren, sind erfreulicherweise vorbei. Mittlerweile sind die Datenablagen im Internet so zuverlässig und einfach, dass Fotos, Textdateien, Präsentationen oder was auch immer auf diesem Weg von einem Gerät aufs andere gelangen. Das ist auch einfacher, als sich Dokumente selbst zuzumailen.

Der zu Recht Beliebteste dieser CloudSpeicher heisst Dropbox. Wer sich dort registriert, kann seine Dateien nicht nur vom Mac und PC aus dort ablegen, sondern diese mit der entsprechenden Dropbox -App (iOS, Android, gratis) auch auf dem Tablet öffnen. Von Microsoft gibt es als Alternative den Cloud-Speicher Skydrive , Tablet-Apps dafür gibt es für alle Plattformen (iOS, Android, Windows 8 RT, gratis). Von Google stammt ausserdem Google Drive ( iOS, Android, gratis).

Das kostenlose Platzangebot in der Wolke unterscheidet sich von Dienst zu Dienst etwas, für den digitalen Alltag gibt es aber bei allen Anbietern genug Speicherplatz. Nur wer wirklich sehr viel davon benötigt, muss auf die kostenpflichtigen Varianten upgraden. (rcz)


Podcasts und Hörbücher: Lauschen statt lesen

Beiträge aus den elektronischen Medien gelangen am einfachsten als Podcasts aufs Tablet. Dank Apps wie Instacast 3 (iOS, 5 Franken) entfällt dabei sogar der Zwischenstopp auf dem PC/Mac, denn die Podcasts lassen sich damit direkt aufs Tablet herunterladen, womit man sie dann hört oder schaut, wann man Lust dazu hat. Podcasts lassen sich im Abo beziehen – sobald ein neuer Audiooder Video-Beitrag erscheint, wird er automatisch aufs Tablet geladen. Es gibt ausserdem eine lebhafte und spannende Szene von unabhängigen Podcastern, die Beiträge zu fast allen erdenklichen Themen bereitstellen.

Von Apple gibt es eine kostenlose Alternative, einfach Podcasts genannt. Sie ist mittlerweile durchaus brauchbar, nachdem die früheren Versionen viele Anwender durch deren Unzuverlässigkeit verärgert hatten.

Android-Nutzer finden ihr PodcastGlück bei BeyondPod (gratis). Für Windows-8-Tablets gibt es die App PushPod (2 Franken).

Wer gern gleich ganze Bücher hört, dem empfehlen wir die Dienste und die App von Audible.de (iOS, Android, gratis). Damit lädt man sich seine AudibleHörbücher jederzeit direkt aufs Tablet. Kaufen muss man sie allerdings am PC oder Mac, und leider hält die App sich nicht über mehrere Geräte hinweg synchron. Alternativ dazu bekommt man Hörbücher auch im Shop von iTunes (iOS, gratis). (rcz)


PDF: Das papierlose Büro

Adobe Reader (iOS, Android, Windows 8 RT, gratis), die App zur Anzeige von PDF-Dateien, ist mittlerweile für alle Arten von Tablets erhältlich. Sie erlaubt es, PDF-Dateien zu überarbeiten: Man kommentiert, markiert oder streicht Textpassagen. Ausserdem kann man Notizen und Freihandzeichnungen einfügen und Dokumente unterschreiben. Mit einem Airprint-kompatiblen Drucker ist sogar Ausdrucken ab iPad möglich.

Die App Web to PDF (iOS, Android, 1 Franken auf iOS) speichert Webseiten als PDF ab. In der iPad-Version fügt man einer PDF-Datei über «Add page» weitere Webseiten hinzu. Einmal gespeichert, überarbeitet man die Texte direkt in der App oder öffnet sie in Adobe Reader, um dort zu kommentieren oder Notizen anzubringen: Eine hervorragende Möglichkeit, um unterwegs mit Informationen aus dem Web zu arbeiten.

Eine Alternative zu Adobe Reader ist GoodReader (iOS, 5 Franken). Diese App stellt PDF-Dateien auf Wunsch im «Reflow»-Modus dar. Komplexe Layouts werden als Fliesstext dargestellt, was das Lesen vereinfacht – Schriftgrösse und Hintergrundfarbe sind anpassbar, und per Autoscroll läuft der Text sogar automatisch durch. (schü.) (Tages-Anzeiger)

(Erstellt: 27.12.2012, 22:10 Uhr)

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